Mein Luminaletagebuch : 31. März 2014

Mit zwei Tagen Verspätung komme ich dazu, hier ein paar Gedanken zu meinem Ausflug zur Luminale vom Montagabend festzuhalten. Dieses Jahr konzentriere ich mich auf die Veranstaltungen in Offenbach, weil es mir nach Frankfurt abends zu weit ist. In meiner Heimatstadt brauche ich nur 20 Minuten mit dem Fahrrad und sehe trotzdem noch genügend interessantes: in der Heyne-Fabrik, im Hafen 2, und zwei Kirchen in Offenbach; außerdem möchte ich mir noch das beleuchtete Rathaus ansehen und bei der Schnitzeljagd mitmachen. Die wird von den Veranstaltern Lumicaching genannt – abgeleitet von der GPS-Schatzsuche namens Geocaching.

In der Heyne-Fabrik (da müßte ich erst mal nachschlagen, was hier früher hergestellt wurde) stellen dieses Jahr nicht nur einzelne Künstler aus, sondern ganze Gruppen. Die größte kommt aus den Niederlanden und präsentiert spannende Arbeiten, bei denen die Zuschauer in die Werke mit eingebunden werden können.

Wenn man Schalter und Regler drehen darf, wie bei „Double Room“, bin ich doch gleich dabei! In diesem Fall konnte ich bei dieser ausgefeilten optischen Täuschung jeder beliebige Farbton mittels RGB-Steuerung und jeden erdenklichen Winkel der Lichtquelle verändern; und während mein Mann weiterfotografierte, bestaunte ich das Werk von der Seite und entdeckte, dass das angeleuchtete Objekt in Wirklichkeit zweidimensional war.

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Und weil uns gerade danach war, veranstalteten wir diverse Schattenspiele bei „The Grid“. Außerdem wollten wir es jetzt wissen, was extrem lange Belichtungszeiten angeht. Das hatte ich zwar bei der letzten Luminale schon, aber heute schoß mein Mann ein paar Juxfotos von mir: Während er die Verschlußzeit auf 25 Sekunden eingestelllt hat und abdrückt, bewege ich mich ganz langsam vorwärts, mit dem Ergebnis, dass von mir ein Mehrfachbild zu sehen ist.

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Das ganz große Kino wartete ein paar Räume weiter, wo es sogar ausdrücklich hieß: „Spielen Sie mit Ihrem Schatten.“

Und was mir auch noch im Gedächtnis haften geblieben ist, war der „Energy Tree“, passend zum Thema individueller CO2-Abdruck. Hier zeigt ein Zählwerk an, wieviel Gramm Holz verbrannt werden, um die ganzen Glühbirnen zum Leuchten zu bringen – betätige den Hebel, und je heller der Schein, desto schneller läuft das Zählwerk. Irgendwie erschreckend, wenn man länger drüber nachdenkt.

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