Nix für Lemminge – Teil 3 : Mustermix

Mustermix… ein zugegeben schwieriges Thema – denn denke ich an Kleidung zu diesem Thema, fällt mir als erstes die Marke „Desigual“ ein, deren Markenzeichen u.a. Mäntel aus verschieden gemusterten Stoffen sind:

http://img5.guna.de/img/artikel/img.d/kat.d/normal.d/20275-COd.jpg

Aber dieses Hippie’eske ist nicht so richtig mein Fall, da mir da „zuviel los ist“ (wie Guido Maria Kretschmer sagen würde). So ein Chaos auf dem Leib zu tragen, liegt mir nicht – da halte ich es doch eher mit dem Motto: „Wenn du unterschiedliche Muster miteinander kombinieren möchtest, bleib in der gleichen Farbfamilie“. Und da fängt das ganze Dilemma auch schon bei mir an. Aber erst mal der Reihe nach…

Alex von mamamachtsachen hat  im Rahmen von „Nix für Lemminge“ diesmal in der dritten von sechs Runden die Parole „Mustermix“ ausgerufen – und zwar zur Reise in die „wunderbare Welt der Ornamente, Reliefs, Rapports“. Selbst kreierte Muster oder bedruckte Werke gehen natürlich auch. Die Bedingungen aus der ersten Herausforderung gelten natürlich weiter: also: alltagstauglich und wo möglich aus dem eigenen Vorrat etc.“ – und der Zeitplan steht auch schon fest:

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17.05.2014 – Inspirationssammlung

31.05.2014 – Das soll’s wohl werden – Entwürfe

14.06.2014 – Ich habe einen Entwurf, aber wie setze ich das technisch um?

30.06.2014 – Finale

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Mitmachen wollte ich diesmal eigentlich nicht, weil mir drei essentielle Dinge fehlen. Nämlich Ideen, Zeit und Material, weshalb ich erst einmal die Notbremse gezogen habe. Dennoch läßt es mich nicht los, denn ich bin mir sicher, dass eine ausgiebige Recherche zumindest den ersten Punkt zwei auf ein Minimum reduziert. Zeit habe ich throretisch nur am Wochenende, wenigstens im Moment noch, da ich noch zwei Projekte laufen habe: die Fertigstellung meiner Kostümjacke und das Anfertigen von Vorhängen aus Toile de Jouyi. Bleibt noch die Frage des Materials, das – als Projektvorgabe – möglichst aus dem eigenen Bestand stammen und möglichst nichts nachgekauft werden soll. Dazu aber später mehr. Gehen wir zurück auf Anfang. Woher die Ideen nehmen?

Ich habe über einen längeren Zeitraum hinweg genügend Laufstegfotos ausgeschnitten – wenn ich da fündig werde, kleibe ich sie in mein persönliches Moodboard, das ich aber nicht auf meinem Blog zeigen kann. Denn Bilder hochzuladen, für die ich keine Genehmigung habe und die mir nicht gehören, kommt für mich nicht in Frage. Internet geht schneller mit der Recherche, und deshalb setze ich Links zu den entsprechenden Aufnahmen (ich glaube, das geht immer).

Abgesehen von Desigual, glaube ich, daß Designer wie z.B. Vivienne Westwood öfters mal auf das Mischen von Mustern setzt. Bevorzugtes Material? Tartanstoffe. Aufnahmen davon habe ich mir abgespeichert, müßte aber erst deren Grafikadressen ausfindig machen. Fange ich daher erst mal an mit Aufnahmen, die ich auf thesartorialist gefunden habe (witzigerweise besitze ich ein Buch dieses Fotografen, vielleicht werde ich darin fündig):

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http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/42814OCC0140Web.jpg

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/05/50214BroomeSt6B5862Web-600×423.jpg

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/41114branches6B0014Web1-600×400.jpg

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Hier wurde zu einer orangen Hose mit schwarzem Blättermuster ein schwarz-weiß karierter Schuh kombiniert:

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/4314owl3423web.jpg

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Oder verschiedene Strukturen miteinander:

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/11614Print9525Web.jpg

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An dieser Stelle fällt mir noch Smilla Dankert mit ihrer Seite andersanziehen ein – hier fotografiert sie Menschen in Köln und erzählt aus deren Leben – eine Seite, die ich immer wieder gerne besuche, weil sie mit viel Liebe und Freude gemacht zu sein scheint…

http://www.anders-anziehen.de/blog/130622_summerklaeng-1.jpg

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Aber hatte ich nicht geschrieben, dass mir das Wilde, mich an die Hippiezeit erinnernde, nicht so liegt und ich in einer Farbfamilie bleiben möchte? Wenn ich so darüber nachgrübele, fallen mir gleich vier Gruppen ein, die sich in meinem Fundus tummeln:

1.blau, 2. schwarz-weiß, 3. rot und 4. grün – Fotos der Stoffe folgen später, an dieser Stelle erst einmal eine Beschreibung, um welche Muster es sich handelt

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1. blau: Von meiner letzten Ideensammlung habe ich noch einen Rest Leinensack und einen Rest blau-weißen Baumwollstoff übrig, dazu könnte sich ein blau-weiß-roter Blumendruck aus den 60er oder 70er Jahren geselllen.

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2. schwarz-weiß: Ich besitze zwei gekaufte Kleidungsstücke zum Umarbeiten – ein ein etwas zu eng gewordenes Top mit grafischem Muster und eine Bäckerhose. Außerdem besitze ich noch einige Meter schwarz-weißen Kissenstoff, den ich mir 2011 in Berlin gekauft habe. Und zusätzlich noch den in meinem Nähsteckbrief abgebildeten Stoff von IKEA.

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3. rot: Auch hier existieren zwei vor Jahren in Schottland gekaufte Kleidungsstücke, die ich umarbeiten möchte: eine Boxershorts aus Baumwolle mit Schottenkaro und ein Wickeljäckchen mit Fantasiemuster. Außerdem besitze ich noch einen Rest von einer alten rot-weißen Baumwollhose mit dazu passendem Gürtel mit „Landhaus“-Print, rot-weiß-beige-senfgelben Stoff aus meiner letzten Ideensammlung und – falls vom Vorhangnähen noch was übrigbleibt Toile de Jouyi.

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4. grün: da sind die Möglichkeiten begrenzt. Ein nicht fertiggestellter Rock mit grünem Blättermuster auf schwarzem Grund. Ein alter Vorhang mit grün-schwarzem Blättermuster. Ein grünes, wildgemustertes Top von Orsay. Und zwei riesige Tücher von H&M mit Dschungelmotiv (Früchte & Vögel inmitten von grünen Pflanzen), aus denen ich mir letztes Jahr einen Kaftan nähen wollte, der aber am Ende aussah, wie ein überdimensionaler Frisierumhang.

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War nicht am Anfang sogar von Reliefs die Rede – also von unterschiedlichen Strukturen?Wenn ich richtig liege, könnte ich sogar auch Spitze einarbeiten – davon habe ich auch noch Reste mit blauen Einsprengseln. Das könnte ich mir gut zu Streifen und Blumen vorstellen. Dann hätte ich auch ein Pendant zu meinem Leinenrock aus der letzten Runde.

Das Schwarz-Weiße käme jedoch meiner Vorliebe für grafische Muster in klein entgegen, was auch unter dem Aspekt der Alltagstauglichkeit ein Pluspunkt wäre, weil ich sehr viel Weißes im Schrank habe, das ich im Moment miteinander kombiniere. Wenn der White-Allover-Look nicht mehr up to date ist, könnte ich meine vielen weißen Kleidungsstücke sehr gut damit kombinieren.

Bei Grün bin ich skeptisch. Ist zwar meine Lieblingsfarbe, aber der Mix, der mir vorschwebt, wäre so exotisch, dass ich ihn wohl dann doch nur im Sommer in meiner Freizeit tragen könnte. Bleibt noch Rot. Das trage ich aber so selten, dass mir dazu nichts vernünftiges einfallen will, obwohl meine Vorräte hauptsächlich in dieser Farbgruppe angesiedelt sind.

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Ich schwanke also zwischen Blau und Schwarz-Weiß. Was tun? Ich glaube, wenn ich die Fotos meienr Stoffarrangements gesichtet habe, sehe ich klarer. Fürs erste muß halt erst einmal dieser arg theoretische Beitrag genügen. Jetzt aber geht’s zu den anderen Mixern.

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2 Kommentare zu “Nix für Lemminge – Teil 3 : Mustermix

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