„Dem Amateur *) ist nix zu schwör“ oder „Wie ich zu meinem Entwurf kam.“

Habe ich bis zuletzt noch darüber nachgebrütet, was es nun wohl werden soll und mit mir gehadert, welchen meiner Entwürfe ich verwirklichen soll, ist jetzt der Würfel gefallen. Mein Outfit soll aus zwei Mustern bestehen: ein Kleid, bestehend aus getupftem Oberteil und gestreiftem Rockteil. Mit meinem ursprünglichen Gedanken, aus der Bluse einen Rock zu zaubern, konnte ich mich – glaube ich – nie wirklich anfreunden, aber einige nette und hilfreiche Kommentare zu meinem letzten Beitrag vom 31. Mai haben den Anstoß dazu gegeben, mich umzuentscheiden. Letzten Aufschluß gab das Drapieren des gestreiften Stoffes um mich herum, vor dem Spiegel. Dafür an dieser Stelle, liebes beswingtes Fräulein, schon einmal meinen Dank für diesen Vorschlag.

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*) PS: Amateure sind die, die sich einer Sache mit Liebe widmen, ohne einen bezahlten Beruf daraus zu machen. In diesem Sinne wäre ich Amateur.

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Der nächste Schritt besteht nun darin, die Maße bzw. Stoffmengen für das von mir favorisierte Kleid zu ermitteln. Auch diesmal entwerfe ich es nicht selbst (obwohl die Aufgabe strenggenommen „Design it yourself“ lautet), sondern orientiere mich an einem Schnitt von 2011: das Modell 126 b aus der Burda Nr. 8, aus der Modestrecke „Zarte Töne“. Wie meistens, habe ich Links zu den entsprechenden Fotos gesetzt:

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1) Foto, auf dem das Kleid an der Frau getragen wird.

2) das Kleid mal solo

3) Und zum Schluß noch die technische Zeichnung

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Scheint auf den ersten Blick nicht besonders schwierig zu sein, lediglich der weite bzw. tieffallende Ausschnitt des Oberteils verlangt nach einem geeigneten Untendrunter, aber da werde ich garantiert auch noch fündig, egal ob rot oder weiß. Jetzt aber zu den Mengenangaben und Materialvorschlägen aus der Nähanleitung: Jersey für das Oberteil 145 cm breit, 0,55 m für alle Größen / Flanell für den Rock, 150 cm breit, 0,75 m – außerdem noch Futterstoff.

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Genäht hat das sogar schon jemand vor mir und für bürotauglich befunden, nämlich yvonnet auf ihrem Blog yvonnetsurreal – und da gibt es zu dem Kleid 126 a sogar einen Gürtel, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann. Bei ihr ist es eine ärmellose Wintervariante aus der Reihe „50er Revival“ mit einem Rock aus Bouclé. Laut Burda ist für dieses Modell etwas Näherfahrung und/oder Zeit erforderlich. Näherfahrung habe ich. Aber Zeit? Ob drei bis vier Wochen reichen werden? Sofern mir nichts dazwischen kommt, müsste dieser Schritt zu bewältigen sein.

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Ach ja, übrigens – Modell 126 a und 126 b sind meiner Meinung nach das gleiche Modell, wenn ich mir die technische Zeichnung so anschaue; nur eben eiinmal mit Jersey & Bouclé (126 a) und einmal mit Jersey & Flanell (126 b) – aber weder das eine noch das andere klingt für mich sommerlich. Und ob ich in der Sommerausgabe wirklich ein Futter brauche, bezweifle ich auch noch. Dann doch lieber Chiffon mit Baumwolle.

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Bis zum 14. Juni (Motto „Ich habe einen Entwurf, aber wie setze ich das technisch um?“) möchte ich nicht warten, darum habe ich damit angefangen, die Bluse (Made in Turkey, bought & re-fashioned in Germany) zu sezieren. Das gng gut beim Fernsehen, dick in einen Skipulli und dicke Decken gehüllt. Hatschi! Die alles entscheidende Frage lautet nämlich für mich: Komme ich mit den Einzelteilen der Bluse hin oder muss ich mir doch eine andere Lösung für das Oberteilproblem suchen? Der nächste Schritt wird es zeigen.

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