Unsortierte Gedanken – Teil Eins – Zitate, Zitate …

Zitate …

am Ende zitieren wir wieder und wieder schon dagewesenes und interpretieren es in unserem Sinne neu – es naht Runde vier des Projekts „Nix für Lemminge – Design it yourself: Märchen“. Die startet am 2. August mit einem Mood-Board . Doch woher die Inspiration nehmen? Und wie abbilden? Zum Glück müssen bei der neuesten Herausforderung Märchen „nicht im streng literaturwissenschaftlichen Sinne verstanden werden“, sondern Inspiration kann ich auch in Sleepy Hollow oder Pans Labyrinth sowie auf der Straße. Finden. Also auch in Mythologien wie z.B. die der griechischen. Aber mit den alten Griechen hab‘ ich’s nicht so.

Lieber möchte ich hinauf in den hohen Norden reisen, als Erinnerung an die Ausstellung „The Weather Diaries“ im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main – in der geht es um die 3. Nordic Fashion Biennale, vom 22. März bis zum 21. September. Mode aus Island, Grönland und von den Färöer-Inseln – eine Mode, die nicht nur vom Wetter bestimmt, sondern auch von der Sagenwelt des hohen Nordens und alten Traditionen beeinflußt wird. 22. März bis 21. September – von Frühlings- bis Herbst-Tagundnachtgleiche – wie passend, wenn ich mir den keltischen Jahreskreis anschaue, aber eigentlich zieht’s mich weiter hoch nach Norden.

Und weil’s so schön war, habe ich mir den Luxus geleistet und mir zwei Museumskataloge bzw. gebundene und wunderschöne Bücher zu diesem Thema gekauft. Die sind ein wahres Füllhorn voller Anregungen für das zu entwerfende Mood-Board. Mal seh’n, was dabei herauskommt, wenn ich meine Eindrücke aus der Ausstellung und den Bildbänden mit meinen persönlichen Erinnerungen an früher kombiniere. In meiner Kindheit wurde ich mit Märchen quasi „gefüttert“ – und nach und nach kristallisierte sich heraus, daß mir die gruseligeren lieber waren als die scheinbar luftig-leichten und unbeschwerten Märchen, aber darauf komme ich noch einmal in einem gesonderten Gedankengang zurück. Lieber den Fischer und seine Frau als das Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen und wo man nach Herzenslust faulenzen kann, bis die Schwarte kracht.

Aber ob das Schlaraffenland wirklich mein Ideal ist? Ehrlich gesagt, gruselt es mich ein wenig bei einer solchen Vorstellung. Was tun, wenn der volle Kleiderschrank als Belastung empfunden wird? Ist es wirklich sinnvoll, noch mehr zu produzieren und ihn damit an die Belastungsgrenze zu bringen? Hab‘ ich grad ’ne Krise? Da kommt mir folgendes Zitat aus dem Jahr 2011 gerade recht:

„Wir haben schon genug Kleidung gemacht, dass sie bis in alle Ewigkeit ausreicht. Die einzige Rechtfertigung für das Weitermachen ist das Bedürfnis, schöpferisch zu arbeiten.“

Es stammt von Gudmundur Hallgrimsson, einem isländischen Modemacher,
dessen Werke ebenfalls in „The Weather Diaries“ zu sehen sind, und gefunden habe ich es auf Seite 32 in dem Buch „Randscharf – Design in Island“, ISBN 978-3-89955-390-1, erschienen im DieGestaltenVerlag GmbH & Co.KG Berlin, 2011 (Information für alle, die es ganz genau & ordentlich haben möchten). Wer wissen möchte, worum es in „The Weather Diaries“ geht, für den möchte ich den folgenden Link zum Museum zitieren (http://www.museumangewandtekunst.de/item/id/74):

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„Nach Reykjavík und Seattle ist 2014 Frankfurt am Main Austragungsort der 3rd Nordic Fashion Biennale, die junge Nachwuchsmodemacher und etablierte Designer aus Grönland, Island und von den Faröer-Inseln vorstellt. Im Zentrum des Interesses stehen neben den Entwürfen vor allem die Inspirationsquellen und Konzepte der DesignerInnen, die sie in zumeist eigens für die Frankfurter Ausstellung angefertigten Arbeiten vorstellen.

Was heißt es, Designer an Orten zu sein, die den westlichen Metropolen mit ihren immer wechselnden Moden so fern zu sein scheinen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt im aktuellen Schaffen dieser DesignerInnen der Erhalt des kulturellen Erbes?

The Weather Diaries taucht tief in die Welten der GestalterInnen des hohen Nordens ein, erzählt anhand von Kleidung, dreidimensionalen Objekten und fotografischen Arbeiten Geschichten über Mode und ihre Funktion als Ausdruck kultureller Identität jenseits ausgetretener Pfade, Geschichten aus einer Welt, die vom Wetter bestimmt wird.

Mit Mundi Vondi, STEiNUNN, JÖR, Kría, Shoplifter, Guðrun & Guðrun, Barbara í Gongini, Rammatik, Bibi Chemnitz, Najanguaq Lennert Davidsen, Nikolai Jenssen und Jessie Kleeman “
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In Ermangelung eines pinterest-accounts (das ich vielleicht doch noch brauchen könnte), verlinke ich auf einige Bilder, die ich zu den einzelnen Künstlern aus dieser Ausstellung finden konnte:  Bibi Chemnitz, Shoplifter, Barbara i Gongini und Nikolaj Kristensen.

Und wenn ich schon auf der Reise nach Island bin, darf die passende Musik nicht fehlen. Die finde ich in Björk und den Videos zu ihrem Song „Bachelorette“.

 

 

 

 

 

 

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