Unsortierte Gedanken – Teil fünf : shake it off

„Persönliche Märchenwellt“: noch immer bin ich mit der Erstellung eines Moodboards für das aktuelle Thema des Projekts „Nix für Lemminge“ beschäftigt. Dabei habe ich auch nach Motiven gesucht, die sich ein wenig abseits der von mir zuerst im Sinn spukenden Bilder bewegen, frei nach einem Beitrag von mamamachtsachen: „Jegliche Strategie, die einem beim Treiben aus der eigenen Filterbubble holt, ist sinnvoll und hoch spannend. Bewußt nach Material zu suchen, was weder der eigenen Ästhetik noch der eigenen Weltwahrnehmung entspricht, erzeugt Reibung und Perspektive. Und kann zu neuen Ansätzen führen.“

Ob mich das aber weiterbringtt? Denn jetzt ist das eingetreten, wovor ich mich insgeheim gefürchtet habe: Die Idee ist da, aber hat möglicherweise mit dem Thema oder den Bildern für mein Moodboard nur sehr wenig zu tun. Ach, ich hatte es mir so schön ausgemalt: Mein nächster Schritt wäre gewesen, mir zu überlegen, wie ich aus dieser Bildersammlung einen Entwurf für ein alltagstaugliches Outfit entwickeln kann. Wie mein Mann so schön sagte, als ich ihm davon erzählte: „Das muss dann aber auch etwas sein, das du auch wirklich anziehst und das nicht nur in der Ecke herumfliegt.“ Wo er recht hat, hat er recht

Parallel dazu hätte ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich tatsächlich noch brauche und woraus das Teil meiner Träume sein soll. Jetzt aber hat das Teil, das ich für den Alltag noch zu brauchen glaube, so gut wie Gestalt angenommen: Ein Morgenmantel – weil der einzige, den ich besitze, viel zu kurz ist und nur für die Sauna taugt (weil aus Frottee). Mit dem mag ich inzwischen im Hause so gar nicht mehr tragen – und ich fürchte, wenn ich ständig den Bademantel meines lieben Mannes trage, gibt das über kurz oder lang Streß. Der einzige Haken: Ich brauche den Morgenmantel bald. Sehr bald sogar – obwohl ich den Verdacht habe, daß diese Idee schon längere Zeit in meinem Hinterstübchen spukt, nur hat sie noch keine konkreten Forman angenommen. Was also war nun der Auslöser, daß sie mir genau zu diesem Zeitpunkt in das laufende Projekt „Märchen“ funkt?

Ich glaube, es war mein Einfall, nach prunkvollen und opulenten Motiven zu suchen, und bei dieser Suche stieß ich auf eine Aufnahme der Sängerin Florence Welch (von Florence and the Machine), deren Musik mir viel bedeutet. Daß sie als Mannequin für die großen Modeschöpfer unterwegs war, habe ich erst spät erfahren. Kein Wunder, daß ihre Kostüme Drama und Theatralik pur sind. In einem wirkt sie auf mich wie ein Rauschgoldengel (ohne goldenes Haar), was mich auf die Idee brachte, ich könnte versuchen, einen Kimono zu schneidern und den dann mit Borte oder Perlenschnüren zu verzieren. Allerdings würde der dann nicht schwarz-silbern ausfallen – so wie hier, sondern eher pastellig.

Und damit wäre ich dann erst mal weg vom Moodboard, noch bevor ich es fertig habe – ich glaube, damit schieße ich mich grade ganz weit raus aus der Challenge. Aber vielleicht fällt mir ja noch etwas für ein anderes „It-Piece“ ein. Der Kimono wäre dann mein Probeteil zum Vorglühen. Mein Moodboard mache ich dann trotzdem für die Präsentation am 2. August fertig.

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