Every year is always a next year.

Gestern abend dachte ich spontan „Nun ist sie also vorbei, die erste und kürzeste Arbeitswoche des neuen Jahres – war ja nur ein einziger Tag. Muhahaha“. Und als ich dann so auf dem Weg von der Bushaltestelle nach Hause war, diesmal in einer anderen Straße, weil man ja öfters mal eingefahrene Bahnen verlassen soll, verliebte ich mich in die weihnachtlich beleuchteten Häuschen in jener Straße, durch die ich sonst nie komme. Hach, was könnte ich jetzt so schön Weihnachten feiern – jetzt ist mir so richtiig besinnlich zumute. Tja, wenn Weihnachten nicht schon vorbei wäre – oder ich suche mir Leute, die ausschließlich am 6. Januar feiern; da ist ja Heilige Drei Könige, und da kommt woanders auch noch die Hex’… Aber jetzt bloß nicht übermütig werden. Wir haben ein neues Jahr, und das möchte ich diesmal mit Bedacht und in Ruhe angehen lassen. Die erste Inspriation habe ich nämlich auch schon hinter mir.

Thisyeariwantto.com – Get inspired. War auf dem zweiten Blatt meines „Flow“-Kalenders. Na ja, was steht denn an für dieses Jahr? Mal überlegen. Also als erstes, sich mehr um Haus und Garten kümmern, denn wenn es aussieht wie in einer Messiebude, ist das ein Grund, davonzulaufen, weil es keinen Spaß macht, sich dort aufzuhalten. Und bei der Gelegenheit, kann ich dann gleich auch meine Nähecke in Ordnung bringen. Sieht echt schlimm aus, dort. Und seitdem die neue Schneiderbüste dort auch noch herumsteht, wird diese Neuorganisation zu einer wahren Herausforderung.

Was ist dazu nötig? Ich fürchte, ich muss über meinen eigenen Schatten springen und meinen Hintern früher hochkriegen, sonst türmen sich die Hindernisse auf und machen ein Vorankommen unmöglich. Andere würden sagen, daß der innere Schweinehund überwinden werden muß, wenn es zum Beispiel darum geht, sich wieder ins Fitneßstudio oder zu anderen Arten von Sport zu bewegen. Denn Bewegung kann nie schaden. Also wäre das dann schon mein zweiter Vorsatz. Im Urlaub damit anfangen, denn der steht schon bald vor der Tür. Obwohl ich heute schon die erste Bewegung hatte, indem ich die Winterreifen aufgezogen habe.

Drittens: meine sozialen Kontakte besser zu pflegen, denn die sind im vergangenen Jahr arg ins Hintertreffen geraten. Rückzug kann ja manchmal ganz gut sein, nur darf es nicht im Hikkomori enden. Das wäre fatal bzw. der kommunikative und gesellschaftliche Super-GAU.

Viertens: Schluß mit den Spontankäufen, ob es sich nun um Haushaltsartikel (die nie genutzt werden), DVDs (die wir doppelt haben und im Chaos verlorengegangen sind) oder Kleidung, die mangels sorgfältiger Planung überhastet gekauft wurde. Beispiel: „We will rock you“ am 23. Dezember. Ich hatte so einen schönen Plan. Nach der Arbeit nach Hause fahren, einen Happen essen und mich in Ruhe umziehen. Leider wurde daraus nichts, denn dank Trubel im Büro konnte ich nicht rechtzeitig gehen, und der Plan fiell wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Telefonisch sprachen mein Mann und ich uns ab, dass er mit den Karten losfährt und wir uns eine Stunde vor Beginn der Vorstellung draußen vor der Oper treffen und noch was trinken gehen.

So konnte ich noch schnell eine Prepaidkarte für mein natürlich leergequatschtes Handy kaufen, damit ich ihn unterwegs noch erreichen konnte, sollte etwas unvorhergesehenes passieren. Im Einkaufszentrum merkte ich dann, dass es doch außergewöhnlich warm war und ich mich in meinen Klamotten (Socken, Stiefel, Strickpulli) während der Vorstellung eventuell doch wie in einer Sauna fühlen könnte. Und da ich keine geeignete Kleidung zum Wechseln dabei hatte, blieb mir nur noch eins: Mir im nächstbesten Geschäft für Damenoberbekleidung ein dünnes Top oder eine dünne Bluse zu kaufen. Das gekaufte Kleidungsstück war zwar in diesem Augenblick und auch am nächsten Tag noch die Rettung, aber letztendlich war es dann doch wieder eine Notlösung – und davon hatte ich im vergangenen Jahr zu viele.

Das führt mich zu meinem letzten Vorsatz – fünftens: Nähen mit Plan. Hosen werden vorerst von der Wunschliste gestrichen, obwohl ich da so eine im Hinterkopf hatte und diese gleich mal auf einem Pinterest-Board festgehalten habe. Also versuche ich mein Glück zunächst mit Röcken, Blusen und Mänteln, denn damit liege ich nie verkehrt. Allerdings sollte alles schön zueinander passen (vor allem mit meiner gekauften Garderobe) und von guter Qualität sein, damit mir das Tragen noch lange Freude bereitet. Dummerweise mag ich gerne auch mal etwas ausgefalleneres.

Rein zufällig habe ich auf dem Blog von sewinggalaxy ein Kleid entdeckt, das mir schon länger im Hinterkopf herumspukt. („112_04/2014, ein total verrücktes Kleid,was ich eigentlich für mich selbst nähen wollte“) – auch dieses befindet sich auf einem von mehreren Moodboards – und das wird nicht das letzte bleiben, denn nachdem ich einmal entdeckt habe, wie einfach das ist, habe ich so richtig Spaß daran gefunden. Und davon hatte ich im letzten Jahr eindeutig zu wenig. Ich glaube, ich habe gute Chancen, daß sich das ändert. In welcher Beziehung auch immer.

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