Soll ich es wagen?

Ich hatte es mir so schön gedacht: Heute nehme ich mir zwei Schnittmuster vor und kopiere sie ab, hefte sie an die Puppe, ob festzustellen, ob die zugeschnittenen Teile auch passen und zum Schluß schiebe ich sie so lange auf dem Stoff herum, den ich für mein Cocktailoutfit reserviert habe und der die Maße 100 x 186 cm hat. Als Oberteil habe ich mir das Top „Fauve“ aus der ersten Ausgabe von „La Maison Victor“


ausgesucht, und als Rock #112 aus der Burda 08/2012:

Beides in klassischem Schwarz; und bei dem Rock hätte ich dann sogar schon ein Modell, das sich auch gut für den Film-und-Fernsehserien-Sewalong (#FUSSA15) von „mein wunderbarer Kleiderschrank“ und „dreikah“ eignen würde. Aber soll ich es wagen, jetzt schon zu spoilern? Oder ist das gar kein Spoilern? Schließlich weiß ich jetzt noch gar nicht, ob ich es rechzeitig zum 15. März schaffe, meine Ideen zu präsentieren, denn an diesem Tag werde ich vom Dressmaker’s Ball in Schwerte zurückkommen. Und wer weiß, ob ich dann so richtig fit sein werde…

Okay, zurück auf Anfang. Mit dem Abpausen der fünf Schnittteile bin ich soweit fertig, nur grübele ich noch über den scheinbar fehlenden Bund. Aber vielleicht habe ich im Moment auch nur Tomaten auf den Augen oder einen Knoten in den Hirnwindungen. Konzentrieren kann ich mich nämlich gerade mal ganz schlecht. Bei Burda-Schnitten muss ich immer aufpassen wie ein Luchs, damit mir auch ja nicht die kleinste Markierung entgeht, das kann manchmal so richtig anstrengend sein. Nun aber zu dem Top. Laut Beschreibung im Heft befinden sich die Teile auf Seite 7 und 8 des Bogens. Na toll! Dazu darf ich alle vier Bögen aus dem Heft herauslösen und finde die genannten Seiten nicht auf dem selben Bogen, nein – sie befinden sich auch noch auf verschiedenen Bögen. Na gut, hantiere ich halt mit zwei Bögen herum. Zum Glück sind diese sehr übersichtlich gehalten. Nur drei Modelle auf jeder Seite, und dann farblich hübsch voneinander getrennt. Das nenne ich mal benutzerfreundlich. Ich glaube, dieses Magazin und ich werden noch ganz dicke Freunde.

Ob der Rock und ich Freunde werden, weiß ich noch nicht. Ich hoffe nur inständig, er funktioniert als Teil meines Cocktailoutfits und als Kandidat für den Film- und Fernsehserien-Sewalon :Dieser Sewalong (#FUSSA15) soll am 15. März mit der Vorstellung unserer Inspirationen beginnen. Eigentlich war vorgesehen, daß wir uns von Filmen und Fernsehserien inspirieren lassen, unsere Ideen den anderen präsentieren und dann erst Stoff- und Schnittauswahl zeigen. Was aber, wenn ich diese Schritte gar nicht so sauber voneinander trennen kann, weil alles ineinander zu fließen scheint? Oder wenn es sich anscheinend anders herum verhält als gedacht (eine Vorstellung ist vorhanden, und jetzt durchsuche ich meine Filme und Serien so lange, bis ich ein dazu passendes Kostüm finde – ob das der richtige Weg ist?). Oder sogar noch schlimmer:

Dass ich in den letzten Tagen so viele interessante Kostüme gesehen habe, die ich am liebsten sofort alle nachgenäht hätte (aber so, dass kein Faschingskostüm draus wird, also alltagstauglich)? Was die Alltagstauglichkeit angeht, so hätte ich schon einen Schnitt in petto samt dem dazu passenden Stoff, den ich mir bei einem Outlet in Verl gekauft habe. Wer im Januar in Bielefeld dabei war, weiß auch, wo das war. Der Rock meiner Wahl würde, so wie er auf dem Foto aussieht, wunderbar in den Film „Bonnie & Clyde“ oder in die Miss-Marple-Fernsehfilme mit Joan Hickson passen. Eher vielleicht sogar in letzteres: very british – Mord auf dem Golflplatz. Das passende Oberteil dazu müsste jedoch erst noch gestrickt werden. Und das kann dauern.

Wenn ich allerdings meinen aktuellen Fernseh- bzw. DVD-Konsum unter die Lupe nehme, so bietet gerade Star Trek TNG kostümtechnisch ungeahnte Möglichkeiten, und damit meine ich nicht die Uniformen der Enterprisebesatzung (Whoopie Goldberg als Guinan einmal ausgenommen), sondern die unzähligen Nebenfiguren wie z.B. Datas Tochter oder Tasha Yars Schwester, um nur zwei Beispiele zu nennen. Im Moment schauen wir eine Staffel nach der anderen auf DVD, und es warten schon Star Trek Voyager, Deep Space Nine und Babylon 5 darauf, von uns auch noch angeschaut zu werden.

Den dazu passenden Stoff hätte ich nämlich auch schon: Ein tüllartiges Gewebe, auf das schwarze, mattglänzende Kreise aus Lederimitat aufgenäht sind. Das ganze hat, je nachdem wie man es einsetzt, etwas sci-fi- oder fantasymäßiges. Herr der Ringe meets StarTrek oder so ähnlich. Obwohl das gar nicht so abwegig wäre. Ich bin sogar schon am überlegen, ob ich versuchen soll, mehrere Ideen parallel zueinander zu verwirklichen oder einen Mix aus mehreren Themen zu kreieren. Fragen über Fragen… das wird eine harte Nuß.

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Ein Kommentar zu “Soll ich es wagen?

  1. Ist ja lustig. Guinan hätte ich auch auf der Liste für den Sewalong. Allein die Kopfbedeckung 🙂 Allerdings bietet Deep Space Nine auch schöne Kostüme. Viel Spaß beim Gucken!

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