Channel this! – Der Stylepate für den März – Cowgirls of the 40’s

Als die Stylepatinnen für März feststanden, hatte ich auch schon eine Idee, mit welchen Stücken aus meinem Fundus ich mich in ein Cowgirl der 40s verwandeln könnte, ohne Klamotten zuzukaufen, denn laut mamamachtsachen (wo es die ganzen anderen Teilnehmer an dieser Aktion zu sehen gibt) ist das Ziel, „den Spirit einer Stilvorlage herauszufiltern und mit Bestandteilen der eigenen Garderobe eine alltagsfähige Variante zu bauen. Dafür darf natürlich was Neues genäht werden, muß aber nicht. Die Absicht ist ja, die Kleidung, die man schon hat, mit neuen Augen zu sehen, aus den ewig gleichen 3 Kombinationen auszubrechen und die eigene Stil-Routine zu durchbrechen.“

Im Januar war es Jack Sparrow, im Februar die weiblichen Teds der 50er Jahre, und nun Cowgirls der 40er Jahre. Tat ich mich mit dem Februarmotto noch etwas schwer, so kam mir das aktuelle Thema sehr entgegen, denn was gehört unabdingbar zu Cowboys und -girls, also zum Wilden Westen an sich? Na? Richtig: der Hut!

03 hut

Seit ich mal an irgendeinem Silvesterabend verkündet hatte, dass ich im neuen Jahr fast nur noch Hut tragen wolle, liegt er griffbereit auf dem Hutbrett. Was aus dem in Sektlaune gefaßten Vorsatz geworden ist? Ein paar Tage lang habe ich das tatsächlich durchgezogen, dann kamen die ersten Lästerzungen mit Assoziationen zu Clint Eastwood oder Sergio Leone um die Ecke, und über den Vorsatz wurde der Mantel des Schweigens ausgebreitet.

So liegt der Hut nun dort – als Mahnmal für mißglückte gute Vorsätze. Zwischendurch, als es mal richtig kalt war, hat ihn meine Mutter requiriert, aber die meiste Zeit darf er auf dem Hutbrett unserer Garderobe thronen, und daran laufe ich morgens und abends vorbei. So viel zum Hut, der heute zu neuen Ehren kommen durfte. Aber was trägt ein Cowgirl denn noch? Inspirationen habe ich hier und hier gefunden.

Den Kleiderschrank zu erforschen, war im übrigen leicht, da ich zweimal jährlich die Winter- gegen die Sommergarderobe austausche. Schließlich hat ja nicht alles Platz in meinem Schrank mit einem Meter Breite und zwei Metern Höhe. Für den rustikalen Look wählte ich also eine braune Röhrenhose, die ich vor Jahren mal in einem Outlet gekauft hatte und ein romantsiches Top mit Miniärmelchen, vertikal velaufender Stickerei und perlmuttfarbenen Knöpfchen.

03 Top

Den dazu passenden braunen Gürtel mit silberner Schnalle hatte ich sowieso im Schrank an gut sichtbarer Stelle positioniert, und ich habe keine Ahnung, wie lange ich den schon habe, da sich dort auch so manch von meinem Vater geerbtes Stück befindet. Man hebt halt doch vieles um der Erinnerung willen auf.

03 gürtel

Was nun noch drüberziehen? Und welche Accessoires könnte ich noch dazu tragen? Auf keinen Fall Schmuck. Den trage ich nämlich schon so gut wie nie im Alltag, und er paßt meiner Meinung nach auch nicht zu Arbeit im Freien (die ich auch ab und zu habe, wenn z.B. demnächst wieder mal der Stall für meinen Drahtesel gestrichen werden muss).

03 hinten

Auf den von mir auf oben bewunderten Links konnte ich sehr oft Hemden mit und ohne Stickerei und Jeansjacken erblicken. Leider besitze ich weder das eine noch das andere, daher hatte ich mir überlegt, über dem luftigen Top ein ausrangiertes Hemd meines Mannes offen zu tragen oder es vor der Brust zu knoten. Diese Idee habe ich übrigens beim Anprobieren gleich wieder verworfen, da mir die Hemden schlicht und einfach zu groß waren. Statt dessen habe ich mich für einen Poncho entschieden, der zu meinen Lieblingsstücken gehört. Warum nicht ein wenig südamerikanisches Flair hineinbringen? Außerdem ist er auch braun und würde farblich dazu passen.

Fehlen nur noch die Stiefel. Für mich sind Schuhe keine Accessoires, sondern unentbehrliche Basiskleidung. Ohne Schuhe fröre ich mir ’nen Wolf oder schlösse Bekanntschaft mit unliebsamen Dingen auf dem Gehweg (in Scherben oder in Bellos Hinterlassenschaften zu latschen, kann nicht gut für die Gesundheit sein). Aber Cowboystiefel, stilistisch passende Turnschuhe oder zweifarbiges Schuhwerk finden sich nicht in meinem Schuschrank – dafür aber eines meiner der ältesten Schuhe: braune Schnürstiefeletten, die so herrlich antik und robust wirken und die ich mir für die unterschiedlichsten Looks vorstellen kann.

03 front

Mit dem Lied „I bin a bayrisches Cowgirl“ von Nicki im Hinterkopf, wollte ich zwar auch noch ein Halstuch dazu tragen, das ich von einer Freundin aus Bayern habe (eben echt bayrisch, mit weiß-blauen Rauten); passt aber dann doch nicht, dachte ich mir, und habe es bei der Fotosession außen vor gelassen.

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4 Kommentare zu “Channel this! – Der Stylepate für den März – Cowgirls of the 40’s

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