12. Ketteler Lauf, 30. Mai 2015 : Lauf dem Krebs davon

Ende April hatte ich mich für den Ketteler-Lauf angemeldet, der zum 12. Mal unter dem Motto „Lauf dem Krebs davon“ steht – und gestern nachmittag war es dann endlich soweit. Fünf Minuten nach drei fiel der Startschuß für die Walker, die eine Strecke von fünf Kilometern vor sich hatten. Fünf Kilometer Joggen hätte ich mir als völlig untrainierte Couch-Potato auch nicht zugetraut, aber fünf Kilometer Walken – das hatte ich doch bestimmt noch drauf. Irgendwie ist es schon ein tolles Gefühl, dass die Straßen nur für uns vierhundert gesperrt sind, obwohl Laufen auf Asphalt angeblich ja nicht so gut für die Gelenke sein soll. Ehrlich gesagt, waren mir die Teilstücke auf Asphalt sogar lieber als die mit groben Steinen übersäten Wege im Wald.

Von Anfang an ließ ich mich ein wenig zurückfallen, um den anderen Läufern mit den Stöcken nicht ins Gehege zu kommen und mit meinen Kräften zu haushalten. Mir war nur eines wichtig: Nicht als letzte im Ziel anzukommen. Dass ich ankommen würde, war mir von vornherein klar. Während des Laufens aber entwickelte ich einen ganz anderen Ehrgeiz. Nur einfach nicht die Letzte sein? Hm, das klingt ja alles gut und schön – aber ist es nicht viel schöner, das Feld von hinten aufzurollen? Streckenweise glaubte ich nicht wirklich an mein Glück, weil mich im Wald immer mal wieder der eine oder andere überholte, und kurz vor der Hälfte der Strecke begann ich an meinem Verstand zu zweifeln.

Dann aber kam der Tisch mit Wasser und Schokoriegeln in Sicht, den der Lion’s Club aufgestellt hatte, um die Durstigen und Entkräfteten zu versorgen – und schwupps ging es mit meiner Laune nach einem Becher Wasser sprunghaft nach oben. Ach, da vorne sind ein paar Walker gemütlich am Schwätzen? Hach, die überhole ich doch glatt! Aber aufgepaßt, dass kein Joggen draus wird, denn sonst werde ich disqualifiziert. Ich habe jetzt nicht gezählt, an wie vielen Walkern ich vorbeigezogen bin, aber ein gutes halbes Dutzend wird’s schon gewesen sein.

Kurz vorm Ziel gab ich noch ein letztes Mal alles an Reserven, die ich noch hatte und stolperte zum Kuchenstand, wo schon reger Andrang herrschte. Der Erdbeerkuchen, auf den ich schon zu Beginn der Veranstaltung ein Auge geworfen hatte, war zwar schon alle, als ich endlich an die Reihe kam; aber den Blaubeerkuchen hatten die meisten wohl verschmäht, was ich so gar nicht verstehen konnte. Nichts mundet mir besser bei einem Kuchenjieper als Blaubeerkuchen. Yummy! Das war lecker. Doch leider musste ich gehen, weil ich noch etwas vorhatte, das nicht warten konnte; weshalb ich von der Siegerehrung nichts mitbekommen habe. Die Ergebnisse konnte ich schließlich auch später noch im Internet nachlesen. Fragt sich nur wann, denn bis jetzt sind sie noch nicht online.

PS: Die Erlöse aus dem Kuchenverkauf kommen dem Hospiz beim Ketteler-Krankenhaus zugute – die eingenommenen Startgelder gehen an Projekte für Krebspatienten.

 

PPS / update vom 02.06.2015: Am 1. Juni waren sie dann endlich online, die Ergebnisse… Von 122 Walkern bin ich als neunzigste im Ziel angekommen, und in meiner Altersklasse war ich die dreizehnte von siebzehn. Auch kein schlechtes Ergebnis, wenn auch durchaus verbesserungswürdig.

Mein Glotzophon und ich : Torchwood

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Was ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, ist Torchwood. Die DVDs schlummern friedlich im Schrank vor sich hin, und erst dank „Channel This!“ habe ich wieder an das Spin-Off von Dr.Who denken müssen. Dabei sind es nicht mal die Hauptpersonen, also das Torchwood-Team, sondern die Nebenfiguren, die für mich den Reiz dieser Serie ausmachen, egal ob Mensch oder Alien.

In der Folge „Out of Time“ (dt. „Die Gestrandeten), die zehnte der ersten Staffel, wird ein Flugzeug mit drei Personen darin durch einen Zeitsprung aus den Fünfziger Jahren gerissen und landet im Cardiff von heute. Zeitreisen sind im Science-Fiction-Genre nun wirklich nichts neues mehr; aber hier habe ich tatsächlich Rotz und Wasser geheult, weil jeder der drei aus der Zeit Gerissenen unterschiedlich mit der aussichtslosen Lage umgeht.

Während Passagier Nummer eins, ein älterer Herr namens John Ellis, mit der Aussicht, nie wieder in seine Zeit zurückkehren zu können, nicht zurechtkommt und nur noch den Wunsch hat, zu sterben, arrangiert sich Passagierin Nummer zwei, eine junges Mädchen namens Emma, überraschend schnell mit der neuen Situation. Unterstützt wird sie von Gwen Cooper von Torchwood, die deswegen gewaltigen Ärger mit ihrem Freund bekommt). Die dritte dieser Gruppe, die Pilotin Diane Holmes, fühlt sich gefangen zwischen den Welten und setzt alles daran, um einen weiteren Riß im Zeit- und Raumgefüge zu finden, durch den sie in ihre Zeit zurückzukehren hofft. Die Liebschaft, die sie in der Zwischenzeit mit Dr.Owen Harper von Torchwood anfängt, kann sie jedoch nicht von diesem Wunsch abbringen, und so endet diese Doppelfolge für die beiden ziemlich unglücklich.

Jedes der drei Schicksale ging mir sehr zu Herzen, und am Ende war ich erleichtert, dass es wenigstens für Emma eine aufregende Zukunft in London zu geben scheint; die Episode mit John, der beim Sterben von Torchwood-Chef Jack Harkness begleitet wird, konnte ich fast überhaupt nicht ertragen, und das ungewisse Schicksal von Diane Holmes ließ mich befürchten, dass es auch für sie kein Happy End geben würde.

Aber auch wenn diese Folge eine der traurigeren ist, zählt sie mit zu denen, die ich am liebsten mag – was nicht zuletzt an der großen Prise Nostalgie liegt, u.a. auch an dem Flugzeug. Oldtimer (Autos und Motorräder) und alte Flugzeuge haben mich schon immer fasziniert, und darum lade ich mir zum Schluß nochmal die Bilder des Spitfire Memorials hoch, die ich Oktober 2013 am Flughafen von Edinburgh aufgenommen habe.

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Channel This ! – Mystery Edition, Mai 2015

Channel this! – Der Stylepate für den Mai – Choose your Own

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Such dir selbst was aus? Yes, we can (beim Anklicken des Fettgedruckten oben gelangt man zu den anderen, die diesmal wieder mitgemacht haben):

Für unser Mai-Treffen am 29.05.2015 sucht sich jede ihre eigene Stylepatin / ihren eigenen Stylepaten aus. Überlegt, welcher Style Euch nachhaltig beeindruckt, Euch aber auch herausfordert, weil er jenseits der eigenen Komfortzone liegt. — Nicht ganz so weit, wie Dita außerhalb unserer kollektiven Komfortzone lag, aber eben doch eine Herausforderung. Und versucht den umzusetzen. — Und: Verratet es uns nicht gleich am Anfang Eures posts am 29. Lasst uns erst mal auf Grund Eures Stylings raten, wer die Paten sein könnten. Also Channel this im Mai mit ganz vielen Blind Dates.“

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Das ist ja eine Spitzenidee! Und ich wußte auch schon, wie ich mich diesmal gewanden würde, denn ich habe eine neue Lieblingshose, die so richtig schön verwaschen aussieht. Um die herum wollte ich mir mein Styling aufbauen, frei nach dem Prinzip „Was altes, was neues, was geborgtes und was blaues“:

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Neu: Hose (Buena Vista) und Gürtel (Einzelanfertigung von einer Täschnerin) / Alt: Die Stiefel – sie stammen noch aus den 80er Jahren / Blau: Bluse (Seidensticker) / Geborgt: Sonnenbrille (Ray Ban – die gehört meinem Mann)

 

Und jetzt nochmal das ganze ohne die Brille – die hab ich nämlich gleich nach dem Selfie an ihn zurückgegeben:

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Übrigens hatte ich in den 90er Jahren schon einmal eine Hose aus einem ähnlichen Stoff; diie fand ich damals so toll, weil sie so aussah, als hätte sie die Rallye Paris-Dakar hinter sich. Na klar, in meiner Freizeit robbe ich gerne mal Hunderte von Meilen durch die Wüste. Und wahrscheinlich war ich beim Kauf innerlich beeinflußt von Filmen wie „Gesprengte Ketten“ oder „Der Flug des Phönix“. Da lag für ich zunächst mal nahe, Marlon Brando oder Steve McQueen auf dem Motorrad nachzuahmen.

Taugte aber alles nix, denn das Fliegen fand ich für die Mai-Challenge viel spannender; aber diesmal war es nicht Charles Lindbergh in seiner Spirit of St.Louis, sondern eine Nebenfigur aus der Fernsehserie „Torchwood“ (ein Ableger des noch erfolgreicheren TV-Dauerbrenners „Dr Who“, den es im britischen Fernsehen schon seit 60 Jahren gibt. In Erinnerung an die Flugpionierinnen Amelia Earhart, Amy Johnson-Mollison und Elly Beinhorn, habe ich mich für die Fliegerin Diane Holmes entschieden. Darf ich vorstellen? Hier sind die Bilder dazu…

Torchwood – Spitfire Girl & die Frau in der Mitte.

 

Biopics über echte Fliegerinnen, z.B. Elly Beinhorn, hat auch das ZDF, und auch weitere historische Vorbilder dürfen natürlich nicht fehlen, wie z.B. hier.

 

Ich hätte mir ja auch ein anderes Torchwood-Teammitglied aussuchen können, zum Beispiel die energische Gwen Cooper. Aber warum? Weil ich schon immer mal gerne so sportlich durch die Gegend rennen und Aliens jagen würde? Och nö, die Nebendarsteller fand ich generell schon immer interessanter – bei Torchwood ist es die Pilotin Diane Holmes, die zusammen mit zwei Passagieren durch einen Zeitsprung aus den Fünfziger Jahren im Cardiff von heute landet. Aus der Zeit gerissen zu werden und plötzlich mehrere Jahrzehnte in der Zukunft zu landen, das ist starker Tobak und gewiß kein neues Thema für eine Science-Fiction-Serie. Ich fand diese Doppelfolge dennoch sehr berührend, weil jeder der drei aus der Zeit Gerissenen anders auf diese mißliche Lage reagiert. Auf welche Weise, das ist eine andere Geschichte, die ich mir für die Kategorie „Mein Glotzophon und ich“ aufspare.

Nur noch ein paar Notizen, warum mich die Figur der Diane Holmes so fasziniert: Sich einfach auf die Socken machen – also ohne lange Planung auf die Reise gehen, das hatte ich bisher nur selten in meinem Leben. Einmal eine 50-Kilometer-Radtour zu einer Ausstellung in Mainz oder mein Urlaub 1999 in Cornwall (da waren das einzige, was ich vorab fest gebucht hatte, der Flug und der Mietwagen, und das eine Woche vor den großen Ferien der Briten). Ob ich das heute aber noch mal brauche? Da bin ich skeptisch, obwohl ich ab und an doch noch mal davon träume, wie es denn wäre, ohne langes Nachdenken und ohne Masterplan einfach loszulegen.

So, das waren noch ein paar kurze Gedanken zu dem Thema „Channel This!“ – und auch diesmal hat es mir wieder großen Spaß gemacht.

MMM am 27. Mai 2015 in Rot-Weiß

Mit meinem Kleid (Modell 126 aus Burda 8/2011), das ich letzten Sommer für den von mamamachtsachen initiierten SewAlong „Nix für Lemminge – Mustermix“ genäht habe (aus einer selten getragenen Bluse und einem gestreiften Stoff vom schwedischen Möbelhaus, für dessen Verwendung mir lange Zeit die Inspiration gefehlt hat) …

kann ich den sommerlichen Temperaturen trotzen – oder unsere Offenbacher Kickers unterstützen. Vielleicht verhilft’s denen ja zum Aufstieg in die dritte Liga. Ha ha ha… als ob ich so ein großer Fußballfan wäre! Fußball gibt’s bei uns nur in kleinen Dosen, alle vier Jahre zur WM. In wöchentlichen Dosen gibt es dagegen den MMM, wo sich jeden Mittwoch HobbyschneiderInnen zum Zeigen ihrer Kreationen treffen.

Da schau‘ ich mich immer gerne um.

Wenn’s beim Finish hapert

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When you want to finish first, you have to finish first“ – diesen Spruch habe ich gestern nachmittag beim Grand Prix von Monaco gehört, und irgendwie scheint er auch für mein Finish zu passen; dazu gehört nämlich das Anfertigen von Schrägstreifen, von mir auch respektlos „Zurechtbasteln von Stoffwürstchen“ genannt, denn mit dem Wenden von Stoffschläuchen beim Anfertigen von Bindegürteln hatte ich schon immer meine Schwierigkeiten, weshalb ich mir eine Alternativlösung überlegt hatte. Die kann ich hier jedoch nicht anwenden. Nachdem ich mir dank Nackenschmerzen einen Boxenstopp vor dem Fertigstellen meines Probeteils für die Bluse 124 aus der Mai-Burda 2015 verordnet habe, möchte ich diese Zwangspause nun zum nochmaligen Studieren der Nähanleitung nutzen. Was ich laut Burda brauche, sind

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Georgette, 145 cm breit: 1,05 Meter sowie Vlieseline-Formband, Lurexpaspelband und einen kleinen Knopf.“

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Aber brauche ich das wirklich? Mit Lurex stehe ich auf Kriegsfuß, weil meine Haut dieses Material nicht verträgt. Vielleicht tut es ja auch gewöhnliches Paspelband in Erdtönen. Welche Teile zu den Teilen 1 bis 5 (zwei fürs Vorderteil, zwei fürs Rückenteil und eines für die Ärmel) soll ich noch drei Schrägstreifen ohne Nahtzugaben zuschneiden: a) für den Halsausschnitt (65 cm lang, 3 cm breit), b) für den tropfenförmigen Ausschnitt (30 cm lang, 3 cm breit) und c) für die Schlinge (6 cm lang, 2 cm breit). So, und nun zu den Arbeitsschritten, für die ich die oben beschriebenen Teile zu benötigen scheine.

Das Paspelband soll bei Vorder- und Rückenteil jeweils als horizontale Trennlinie zwischen unterer Hälfte und Passe fungieren. Ob ich diesen Verlauf im Brustbereich wirklich brauche, bezweifle ich noch stark. Ich glaube, an dieser Stelle wäre weniger tatsächlich mehr.

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Schrägstreifen für die Schlinge längs falten, rechte Seite innen, in 3 mm Abstand zur Bruchkante steppen. Die Fadenenden in eine Stopfnadel einfädeln und fest verknoten. Zum Wenden die Nadeln mit dem Öhr voran durch das Stoffröllchen schieben. Das gewendete Röllchen nicht flach bügeln. Röllchen zur Schlinge legen. Schlinge unterhalb der Ausschnittecke auf die rechte Kante des tropfenförmigen Ausschnitts heften.“

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Klingt nach viel Fummelarbeit und soll gemacht werden, bevor es der Bluse an den Kragen geht, und zwar noch bevor die Seitennähte gesteppt und die Ärmel eingesetzt werden:

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Am Halsausschnitt und am tropfenförmigen Ausschnitt die Nahtzugabe auf 5 mm Breite zurückschneiden. Schrägstreifen für die Ausschnittkanten längs falten und bügeln. Rechte Seite außen. Den doppelten Schrägstreifen b so auf den tropfenförmigen Ausschnitt stecken, dass die offenen Kanten auf der Nahtzugabenkante liegen, die Schlinge wird zwischengefasst. Entlang der markierten Nahtlinie steppen. Nahtzugaben zurückschneiden, an den Rundungen mehrfach einschneiden. Schrägstreifen nach innen legen, Schlinge nach vorn legen, Kante bügeln. Ausschnitt 7 mm breit absteppen, Halsausschnitt genauso mit dem Schrägstreifen a verstürzen. Die Enden des Schrägstreifens einschlagen. Halsausschnitt absteppen.“

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Okay, dieses Verstürzen klingt kompliziert beschrieben, müsste aber machbar sein; warum dies aber vor dem Schließen der Seitennähte und dem Einsetzen der Ärmel getan werden soll, hat sich mir noch nicht erschlossen, genauso wenig wie die Anweisung, dass das Einschlagen und Feststeppen der Saumzugaben an Vorder- und Rückenteil als erstes erfolgen soll.

Beim Probenähen war dies ja auch zweitrangig, denn da ging es für mich in erster Linie darum, dass mir die Bluse nach dem Schließen aller Nähte in der von mir errechneten Größe passt. Und das tut sie.

Unsortierte Gedanken : Outlander vs Grey’s Anatomy

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Wenn die Hex‘ mal wieder schießt, dann ist das Sofa der bequemste Platz, auch wenn die Nähmaschine jammert, dass sich keiner um sie kümmert. Armes Ding! Aber im Moment schau‘ ich lieber fern. TV, TV, TV – ich glotz‘ TV… und das am liebsten in Serie.

In dieser Hinsicht ist der Sender sixx eine wahre Fundgrube für mich, denn da kann ich jetzt wieder jeden Abend alte Folgen der Serien „Desperate Housewives“ und „Grey’s Anatomy“ gucken. Eigentlich hatte ich mit Grey’s Anatomy schon längst abgeschlossen, nachdem die für mich interessanteste Person ausgeschieden war, und daher war ich auch bereit, der nächsten Staffel – wenn sie denn mal kommen sollte – keine weitere Chance zu geben. Folglich hatte ich diese Serie so gut wie aus meinem Gedächtnis gestrichen. Durch einen Zufall kam mir jedoch neulich zu Ohren, dass es mit einer neuen Staffel weitergehen würde, und zwar genau an dem Tag, für den der Sender „vox“ den Beginn einer neuen Serie vorgesehen hatte: „Outlander“, eine Verfilmung der Highland-Saga von Diana Gabaldon.

Vielleicht ist es ja ganz gut, dass mein Versuch, diese Bücher zu lesen, schon ewig zurückliegt – aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass recht schnell die Luft für mich raus war. Der anfangs noch im Vordergrund stehende  Handlungsstrang der Zeitreise wurde für mein Empfinden zugunsten ausufernder erotischer Darstellungen stark in den Hintergrund gedrängt, so dass ich das Gefühl hatte, in einem Softporno gelandet zu sein. Ein Eindruck, den auch mein Mann hatte (Zitat: „ich habe es entnervt zur Seite gelegt, weil es mich nicht interessiert, wie und in welcher Stellung ständig gepoppt wird. Da kann man sich auch einen Groschenroman zu Gemüte führen“) – das ist nun schon sechs Jahre her.

Damals hatte ich jemandem geschrieben, dass ich bei einer Stelle, die mir mein Mann aus einem der Bände vorgelesen hatte, vor Lachen bald aus dem Bett gefallen wäre: „Sie tranken eine Flasche feinsten Glenfiddich“. Yepp – die Dame war definitiv nie in Schottland, denn sonst wüsste sie, dass es weitaus edlere Whiskysorten gibt, die sich für ein Festmahl besser eignen würden. Wer übrigens diesen Whisky im Buch genossen hat, weiß ich nicht mehr; aber es kann unmöglich im Schottland des 18. Jahrhunderts gewesen sein, denn diese Destillerie wurde erst im 19. Jahrhundert gegründet.

Als ich nun hörte, dass Diana Gabaldons Romanreihe (von mir auch despektierlich „Schwarten“ genannt) verfilmt werden würde, gruselte es mich dementsprechend. Darum war ich umso erstaunter, als ich vor einigen Wochen einen Werbetrailer auf vox für „Outlander“ sah, der mich angenehm überraschte. Hm, vielleicht ist diese Verfilmung doch nicht so übel? Und da ich mich nicht klonen kann, nahm ich Outlander auf, um parallel dazu in aller Ruhe Grey’s Anatomy zu sehen. Doch irgendwie war an diesem Abend der Wurm drin.

Zunehmend merkte ich, wie wenig ich die zickige Art von Meredith Grey und das Gemecker von ihrem „Mr.McDreamy“ ertragen konnte. Das kenne ich doch sonst nicht. Irgendwie war der Reiz früherer Staffeln dahin; ja, schlimmer noch: Mich nervte die nur im Schneckentempo in Gang kommende Handlung einfach nur noch; vielleicht war ich an diesem Abend einfach nicht in Stimmung für dramatische Krankenhausgeschichten, die mit meiner Realität und mit der meines Mannes kaum etwas zu tun haben.

Und so schaltete ich um zu „Outlander“, mitten hinein in eine Szene, in der die aus dem 20. ins 18. Jahrhundert zurückversetzte Claire Randall einem verletzten Schotten die ausgekugelte Schulter wieder einkugelt. Na, supi! Auf der einen Seite gestreßte Ärzte in Seattle – auf der anderen Seite gegen Engländer rebellierende Schotten, denen die Kugeln um die Ohren pfeifen und ab und zu ärztliche Hilfe brauchen. Aber spannend war’s; besser als ich erwartet hatte. Und das allerwunderlichste daran: Die Schotten sprachen über lange Strecken hinweg ausschließlich Gälisch – ganz ohne Untertitel. Ich gebe zu, das Prinzip hat was: Wenn Claire als Engländerin diese Kämpfer schon nicht verstehen kann, dann sollen es auch die Zuschauer nicht. Wohin diese Reise führt, weiß ich jetzt noch nicht, aber ich glaube, ich werde nicht damit anfangen, Gälisch zu lernen, sondern mich damit abfinden nicht alles zu verstehen und auf einen Dolmetscher aus den Reihen der Schotten vertrauen.

24.05.2015 : Being on the needle III

Und weiter geht’s im wöchentlichen Wechsel beim Spring Style Along, nun wieder bei mamamachtsachen (wo alle Teilnehmerinnen sich versammeln) mit den letzten Schritten auf dem Weg zum Endspurt:

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Nur noch die Biesen, ich brauche nur noch die Biesen! Es ist nur ein kleines Detail, aber ich will es perfekt! Nach zwei Röcken und fünf Oberteilen geht mir langsam die Puste aus. Mit Nähen bin ich durch – nun widme ich mich noch kleineren Projekten.“

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Ich muß gestehen, inzwischen ist mir nicht nur nähtechnisch, sondern auch gesundheitlich die Puste ausgegangen, denn die letzten Tage hat mir ein eingeklemmter Nerv im Nackenbereich das Leben ziemlich sauer gemacht, und über ein Probeteil für meine Bluse aus der Fotostrecke „African Dream“ in der Mai-Burda dieses Jahres bin ich nicht hinaus gekommen:

In Weiß sieht das Teil wirklich todschick aus und paßt auch – o Wunder! Aber beim Finish hapert es jetzt.

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Da sollen nämlich für die Ausschnittlösung noch irgendwelche Stoffwürstchen zurechtgebastelt werden – und die fand ich schon doof, wenn es ans Gürtelnähen ging. Von wegen Stoffschläuche wenden sei ja so einfach! Ha ha. Aber bevor ich jetzt den kostbaren Stoff von Fashion for Desginers zerschnippele, setze ich mich nochmal auf den Hosenboden und versuche mich mit dem Probestoff an den gewünschten Teilen. Folie für weitere Projekte habe ich jedenfalls gestern im Baumarkt gekauft; wenigstens in der Hinsicht bin ich jetzt wieder versorgt und hoffe, dass ich bis zum Finale am 7. Juni bei Marjakatz mit Präsentation und Sektempfang mit der Bluse fertig bin.

Kleinere Projekte? Ich hatte ja mal so eine Idee, aber die habe ich erst mal zu den Akten gelegt.

Unsortierte Gedanken : and the countdown continues

Noch zwei Tage, bis ich meinen geliebten Schatz wiedersehe; uns steht ein Gespräch mit der Therapeutin bevor, die sich mit uns über das Leben nach der Reha unterhalten möchte. Ein komisches Gefühl macht sich breit. Ein Gefühl, das ich noch gar nicht so richtig einordnen kann. Nur eins weiß ich: Wenn mein Schatz am Samstag über Pfingsten nach Hause darf, bevor es am Montagabend für zwei letzte Tage dort zurück ins Funkloch Odenwald geht, dann muss zu Hause alles picobello sein.

Gar nicht so einfach, wenn das Chaos Einzug gehalten und fünf Wochen lang regiert hat. Sei’s drum. Das Wohnzimmer ist halbwegs präsentabel, die Pflanzen versorgt, und den Tieren geht’s gut. Frühjahrszickig, wie in jedem Jahr. Nix neues eben. Als nächstes habe ich mir heute meine Hälfte unseres Kleiderschranks vorgenommen, da er dank Bestückung mit Sommer- und Winterkleidung kurz vorm Überquellen steht. Nun sind sie jedenfalls draußen, die dicken Plünnen, und mit ihnen auch gleich alles Schwarze, Graue und Braune sowie langärmelige weiße Blusen, Wollröcke und -kleider. Auch ein Lederkleid, das ich schon ewig nicht mehr anhatte, aber von dem ich mich nicht trennen möchte. Auch die umzuarbeitenden Klamotten sind rausgewandert. Was geblieben ist, sind Hosenanzüge, Röcke, luftige Oberteile und zwei leichte Wollmäntel, die ich morgens bei den frösteligen Temperaturen und der allgemein feuchten Witterung wohl doch noch zu brauchen scheine.

Leider muss ich ja nun wegen des Bahnstreiks auf die Regionalbahn ausweichen, und dazu muss ich zu Fuß zum Bahnhof, der nun nicht grade um die Ecke liegt. Und wenn dann noch so „tolles“ Wetter ist wie heute morgen, macht das riesigen Spaß. Ha ha. Na, dann nimm doch einen Schirm mit! Och nö – ich habe lieber die Hände frei, und da gibt es für mich als alternative Schutzmaßnahme nur noch eins: einen Wollmantel mit Kapuze. Der hält die Nässe ganz gut fern von mir.

Nun aber zurück zur Organisation des Kleiderschranks. Ganz oben lagern noch diverse Pullover, die zu dick sind für Frühjahr und Sommer. Die wandern als nächstes auf den Stapel, den ich am Freitag ordentlich verpacken und auf dem Speicher verstauen werde – in der Hoffnung, dass ich dann endlich den Platz für meine neu zu nähende Frühjahrs- und Sommergarderobe bekomme.

Jetzt brauche ich nur noch einen guten Tip, wie ich meine Gürtelsammlung am platzsparendsten verstaue, denn so wie sie jetzt untergebracht ist (mehrere Gürtel, nach Farben sortiert, an einem Kleiderbügel senkrecht hängend), verschenke ich zu viel Raum. Schleßlich habe ich nur einen Meter in der Breite Platz, und nach oben ist auch nicht mehr viel Luft.

Aber mit ein bißchen cleverer Organisation müsste sich auch dieses Problem lösen lassen.

MMM am 20. Mai 2015 : Blau total

Und täglich grüßt das Murmeltier – nochmal das gleiche Shirt von letzter Woche. Diesmal mit einem Hosenanzug, der eigentlich aus zwei einzeln gekauften Teilen besteht.

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Bei den Schuhen bin ich mir noch unschlüssig – für meine heißgeliebten dunkelblauen Kunsthufe ist es mittlerweile zu warm, und in Ballerinas fühle ich mich momentan nicht wohl. Bleiben nur noch meine dunkelgrauen Schleifchenpumps mit Kittenheels. Ich glaube, ich brauche blaue Pumps. Und neue Oberteile. Aber an denen bin ich schon fleißig dran. Das nächste wartet schon in der Pole Position darauf, dass es endlich losgeht.

Aber zuerst geht’s hinüber zum Me Made Mittwoch – schau’n wir mal, wieviele heute wieder dabei sind.

Channel this! – Der Stylepate für den Mai : Choose your own.

Seit Jahresanfang läuft bei mamamachtsachen das Projekt „Channel This!“, bei dem pro Monat eine Stilvorlage präsentiert wird, „deren Spirit herausgefiltert werden solldamit man damit dann aus Bestandteilen der eignen Garderobe eine alltagsfählige Variante bauen kann. Hinzukaufen sollte vermieden werden, denn das Ziel ist ja unter Umständen, Sachen, die man schon ewig nicht mehr getragen hat, mal mit neuen Augen zu sehen.“

Man könnte auch sagen, wir spielen verkleiden, denn die Stylepaten waren in dieser Reihenfolge: Piratenkäpt’n Jack Sparrow im Januar, Teddy Girls im Februar, Cowgirls der Vierziger Jahre im März und Burlesque-Queen Dita von Teese im April. Tatsächlich kamen bei diesen Themen für die Fotos am Monatsende mal wieder Accessoires zu neuen Ehren, die ich nur selten trage, nämlich Hüte. Diese Challenge finde ich persönlich sehr spannend, nur schien nach dem Aprilthema vorerst Schluß zu sein. Fragt nicht, warum ich dachte, dass „Channel This!“ im Mai ausfallen würde (schließlich ist der Monat schon zur Hälfte vorbei); und ich habe keine Ahnung, warum mich der Gedanke beschlich, dass mir kein vernünftiger Grund einfällt, mir zur Abwechslung mal selber einen Stylepaten zu suchen… Aber man soll niemals nie sagen, denn heute hat Alex das neue Motto für den Mai bekanntgegeben, das da lautet: „Channel This! Choose your own!“

 

Such dir selbst eins aus? Yes, we can: Für unser Mai-Treffen am 29.05.2015 sucht sich jede ihre eigene Stylepatin / ihren eigenen Stylepaten aus. Überlegt, welcher Style Euch nachhaltig beeindruckt, Euch aber auch herausfordert, weil er jenseits der eigenen Komfortzone liegt. — Nicht ganz so weit, wie Dita außerhalb unserer kollektiven Komfortzone lag, aber eben doch eine Herausforderung. Und versucht den umzusetzen. — Und: Verratet es uns nicht gleich am Anfang eures Posts am 29. Lasst uns erst mal aufgrund Eures Stylings raten, wer die Paten sein könnten. Also Channel This im Mai mit ganz vielen Blind Dates.“

Ist doch eine super Idee; wäre ja gelacht, wenn mir dazu nichts einfiele. An den vergangenen Wochen hatte ich öfters mal ein bestimmtes Outfit an, für das ich jetzt den oder die Stylepaten suchen gehen werde. Also das ganze mal anders herum. Und während die Klamotten in der Waschmaschine rotieren, sammle ich schon mal fleißig Impressionen ein, bevor es von mir die Präsentation am 29. Mai gibt. Auf dieses Ratespiel freue ich mich jetzt schon. Meine Auflösung gibt’s dann am 30. oder 31. Mai, je nachdem, wie fit ich am Samstag abend nach dem Ketteler-Lauf noch bin. Fünf Kilometer Nordic Walking ohne größere Vorbereitung oder Trainingseinheiten? Das Fitness-Studio ruft mich mit Macht, denn ich habe ein Ziel: Nicht als Letzte am Ziel anzukommen.