Mein Glotzophon und ich : Torchwood

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Was ich schon ewig nicht mehr gesehen habe, ist Torchwood. Die DVDs schlummern friedlich im Schrank vor sich hin, und erst dank „Channel This!“ habe ich wieder an das Spin-Off von Dr.Who denken müssen. Dabei sind es nicht mal die Hauptpersonen, also das Torchwood-Team, sondern die Nebenfiguren, die für mich den Reiz dieser Serie ausmachen, egal ob Mensch oder Alien.

In der Folge „Out of Time“ (dt. „Die Gestrandeten), die zehnte der ersten Staffel, wird ein Flugzeug mit drei Personen darin durch einen Zeitsprung aus den Fünfziger Jahren gerissen und landet im Cardiff von heute. Zeitreisen sind im Science-Fiction-Genre nun wirklich nichts neues mehr; aber hier habe ich tatsächlich Rotz und Wasser geheult, weil jeder der drei aus der Zeit Gerissenen unterschiedlich mit der aussichtslosen Lage umgeht.

Während Passagier Nummer eins, ein älterer Herr namens John Ellis, mit der Aussicht, nie wieder in seine Zeit zurückkehren zu können, nicht zurechtkommt und nur noch den Wunsch hat, zu sterben, arrangiert sich Passagierin Nummer zwei, eine junges Mädchen namens Emma, überraschend schnell mit der neuen Situation. Unterstützt wird sie von Gwen Cooper von Torchwood, die deswegen gewaltigen Ärger mit ihrem Freund bekommt). Die dritte dieser Gruppe, die Pilotin Diane Holmes, fühlt sich gefangen zwischen den Welten und setzt alles daran, um einen weiteren Riß im Zeit- und Raumgefüge zu finden, durch den sie in ihre Zeit zurückzukehren hofft. Die Liebschaft, die sie in der Zwischenzeit mit Dr.Owen Harper von Torchwood anfängt, kann sie jedoch nicht von diesem Wunsch abbringen, und so endet diese Doppelfolge für die beiden ziemlich unglücklich.

Jedes der drei Schicksale ging mir sehr zu Herzen, und am Ende war ich erleichtert, dass es wenigstens für Emma eine aufregende Zukunft in London zu geben scheint; die Episode mit John, der beim Sterben von Torchwood-Chef Jack Harkness begleitet wird, konnte ich fast überhaupt nicht ertragen, und das ungewisse Schicksal von Diane Holmes ließ mich befürchten, dass es auch für sie kein Happy End geben würde.

Aber auch wenn diese Folge eine der traurigeren ist, zählt sie mit zu denen, die ich am liebsten mag – was nicht zuletzt an der großen Prise Nostalgie liegt, u.a. auch an dem Flugzeug. Oldtimer (Autos und Motorräder) und alte Flugzeuge haben mich schon immer fasziniert, und darum lade ich mir zum Schluß nochmal die Bilder des Spitfire Memorials hoch, die ich Oktober 2013 am Flughafen von Edinburgh aufgenommen habe.

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Channel This ! – Mystery Edition, Mai 2015

Channel this! – Der Stylepate für den Mai – Choose your Own

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Such dir selbst was aus? Yes, we can (beim Anklicken des Fettgedruckten oben gelangt man zu den anderen, die diesmal wieder mitgemacht haben):

Für unser Mai-Treffen am 29.05.2015 sucht sich jede ihre eigene Stylepatin / ihren eigenen Stylepaten aus. Überlegt, welcher Style Euch nachhaltig beeindruckt, Euch aber auch herausfordert, weil er jenseits der eigenen Komfortzone liegt. — Nicht ganz so weit, wie Dita außerhalb unserer kollektiven Komfortzone lag, aber eben doch eine Herausforderung. Und versucht den umzusetzen. — Und: Verratet es uns nicht gleich am Anfang Eures posts am 29. Lasst uns erst mal auf Grund Eures Stylings raten, wer die Paten sein könnten. Also Channel this im Mai mit ganz vielen Blind Dates.“

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Das ist ja eine Spitzenidee! Und ich wußte auch schon, wie ich mich diesmal gewanden würde, denn ich habe eine neue Lieblingshose, die so richtig schön verwaschen aussieht. Um die herum wollte ich mir mein Styling aufbauen, frei nach dem Prinzip „Was altes, was neues, was geborgtes und was blaues“:

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Neu: Hose (Buena Vista) und Gürtel (Einzelanfertigung von einer Täschnerin) / Alt: Die Stiefel – sie stammen noch aus den 80er Jahren / Blau: Bluse (Seidensticker) / Geborgt: Sonnenbrille (Ray Ban – die gehört meinem Mann)

 

Und jetzt nochmal das ganze ohne die Brille – die hab ich nämlich gleich nach dem Selfie an ihn zurückgegeben:

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Übrigens hatte ich in den 90er Jahren schon einmal eine Hose aus einem ähnlichen Stoff; diie fand ich damals so toll, weil sie so aussah, als hätte sie die Rallye Paris-Dakar hinter sich. Na klar, in meiner Freizeit robbe ich gerne mal Hunderte von Meilen durch die Wüste. Und wahrscheinlich war ich beim Kauf innerlich beeinflußt von Filmen wie „Gesprengte Ketten“ oder „Der Flug des Phönix“. Da lag für ich zunächst mal nahe, Marlon Brando oder Steve McQueen auf dem Motorrad nachzuahmen.

Taugte aber alles nix, denn das Fliegen fand ich für die Mai-Challenge viel spannender; aber diesmal war es nicht Charles Lindbergh in seiner Spirit of St.Louis, sondern eine Nebenfigur aus der Fernsehserie „Torchwood“ (ein Ableger des noch erfolgreicheren TV-Dauerbrenners „Dr Who“, den es im britischen Fernsehen schon seit 60 Jahren gibt. In Erinnerung an die Flugpionierinnen Amelia Earhart, Amy Johnson-Mollison und Elly Beinhorn, habe ich mich für die Fliegerin Diane Holmes entschieden. Darf ich vorstellen? Hier sind die Bilder dazu…

Torchwood – Spitfire Girl & die Frau in der Mitte.

 

Biopics über echte Fliegerinnen, z.B. Elly Beinhorn, hat auch das ZDF, und auch weitere historische Vorbilder dürfen natürlich nicht fehlen, wie z.B. hier.

 

Ich hätte mir ja auch ein anderes Torchwood-Teammitglied aussuchen können, zum Beispiel die energische Gwen Cooper. Aber warum? Weil ich schon immer mal gerne so sportlich durch die Gegend rennen und Aliens jagen würde? Och nö, die Nebendarsteller fand ich generell schon immer interessanter – bei Torchwood ist es die Pilotin Diane Holmes, die zusammen mit zwei Passagieren durch einen Zeitsprung aus den Fünfziger Jahren im Cardiff von heute landet. Aus der Zeit gerissen zu werden und plötzlich mehrere Jahrzehnte in der Zukunft zu landen, das ist starker Tobak und gewiß kein neues Thema für eine Science-Fiction-Serie. Ich fand diese Doppelfolge dennoch sehr berührend, weil jeder der drei aus der Zeit Gerissenen anders auf diese mißliche Lage reagiert. Auf welche Weise, das ist eine andere Geschichte, die ich mir für die Kategorie „Mein Glotzophon und ich“ aufspare.

Nur noch ein paar Notizen, warum mich die Figur der Diane Holmes so fasziniert: Sich einfach auf die Socken machen – also ohne lange Planung auf die Reise gehen, das hatte ich bisher nur selten in meinem Leben. Einmal eine 50-Kilometer-Radtour zu einer Ausstellung in Mainz oder mein Urlaub 1999 in Cornwall (da waren das einzige, was ich vorab fest gebucht hatte, der Flug und der Mietwagen, und das eine Woche vor den großen Ferien der Briten). Ob ich das heute aber noch mal brauche? Da bin ich skeptisch, obwohl ich ab und an doch noch mal davon träume, wie es denn wäre, ohne langes Nachdenken und ohne Masterplan einfach loszulegen.

So, das waren noch ein paar kurze Gedanken zu dem Thema „Channel This!“ – und auch diesmal hat es mir wieder großen Spaß gemacht.