When it’s itchy & scratchy…

… dann war’s mit Sicherheit die Brennnessel. Gartentipp Nr. 2 lautet deshalb:

Wenn’s gar schauerlich beißt, man am besten zu Lauge greift.

Seifenlauge: Egal, ob Spüli oder Kernseife – den Arm in Seifenlauge gebadet, lindert den Schmerz recht schnell. Diesen Tip gab mir vorgestern eine Freundin, die bei uns vorbeischaute, als ich gerade den Arm in der Regentonne hatte – war ich doch kurz zuvor beim Entfernen lästigen Schilfs per Motorsense dummerweise volle Kanne mit beiden Armen ins mannshoch wuchernde Brennesseln geraten.

Fließendes Wasser haben wir dort nicht (zu Hause natürlich schon – aber eben nicht da), also rieb ich mir die nassen Arme mit Gallseife ein und verrieb die dadurch entstandene „Lauge“ großflächig auf den betroffenen Stellen. Anschließend tauchte ich sie erneut in die volle Tonne. Herrlich! Was für eine Wohltat! Das ätzende Brennen ließ sofort spürbar nach. Eine Abreibung mit einer handgefertigten Patschuliseife, die wir vor Jahren von einer Bekanntschaft aus der Gothic-Szene gekauft hatten, zeigte dagegen keine so gute Wirkung. Dafür riecht jetzt der Inhalt der Tonne nach Patschuli. Und wir haben keine Ahnung, ob das den Pflanzen schadet.

Das Kleine Schwarze : Teil 2 – update ohne Fotos.

Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter mir. Rasenmähen und Entrümpeln waren angesagt, und so konnte ich mich im Rahmen des SewAlongs „Das Kleine Schwarze“ auch nur auf das Wesentliche beschränken. Hinzu kam, dass wir erst spät in der Nacht zurückkamen und ich deshalb weder fotografieren noch schreiben musste. Deshalb geht’s bei mir auch mit Verspätung weiter mit meinem Nachtrag zu Sonntag, dem 14. Juni, an dem bei Sylvia (frauenoberbekleidung) die Schnitt- und Stoffvorstellung stattfand, mit folgenden Überlegungen:

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Ich habe einen tollen Schnitt aber noch nicht den passenden Stoff. — Ich habe einen tollen Stoff, aber noch nicht den passenden Schnitt. — Ich habe Stoffe in hellschwarz, mittelschwarz und dunkelschwarz und nähe mir einfach mehrere. — Stoff und Schnitt sind gefunden und ich sehe mich mit langen schwarzen Handschuhen, Zigarettenspitze und großem Hut auf einer tollen Cocktailparty.

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Den Schnitt habe ich am Sonntag davor bereits präsentiert, nur den Stoff nicht – das hole ich nun hiermit nach. Zur Auswahl stehen eine relativ feste Stoffbahn, die einst ein Herrenrock werden sollte, aber mangels Menge in der Kiste für unvollendete Werke landete und ein Kleid aus Satin, das ich zerschnippeln könnte, weil es zwar rein theoretisch einen neuen Reißverschluß bräuchte, praktisch aber nicht mehr passt. Und bevor es in der Tonne landet… Wie die Stoffe aussehen? Äh, nun ja – mit Fotos ist das so eine Sache. Farben können sie ganz wunderbar rüberbringen (meistens jedenfalls), aber Schwarz? Besonders dehnbar fühlen sie sich nicht an, aber dafür das Futter. Leider muss ich schweren Herzens auf Fotos verzichten. Die liefere ich nächstes Mal hinterher.

Aber dafür habe ich den Schnitt meiner Wahl auf Folie abgepaust, obwohl ich mich eigentlich ganz dringend um mein berufliches Weiterkommen kümmern müsste – und auch wenn ich damit schon angefangen habe, breite ich hier lieber doch den Mantel des Schweigens über Aktivitäten in dieser Richtung. Dann lieber doch zurück zum SewAlong: Ich hoffe nur, dass die Teile auch passen, denn zu meinem Entsetzen ergab eine Messung, dass ich den Stoff in Größe 40 zuschneiden müsste statt wie bisher in Größe 38. Burda-Größen, wohlgemerkt – keine italienischen! Wahrscheinlich liegt das Idealmaß bei mir irgendwo zwischen 38 und 40, aber das gibt der Burdaschnitt anscheinend nicht her. Deshalb habe ich die acht Teile vorsichtshalber in 40 zugeschnitten; falls das zu groß sein sollte, kann ich immer noch verkleinern. Umgekehrt wäre das schwieriger. Und noch eine Überraschung erwartete mich bei dem von mir ausgesuchten Schnitt.

Außer den acht Teilen (oberes Vorderteil, oberes Rückenteil, zwei mittlere Vorderteile, zwei mittlere Rückenteile, vorderes Rockteil, hinteres Rockteil) verlangt der Schnitt auch noch acht Bindebänder (pro Schulter je zwei aus Oberstoff und Futterstoff) – das ist mir viel zu viel Gedöns. Schließlich möchte ich später auch noch ein Jackett oder eine Stola darüber tragen können, da stört jedes überflüssige Stück Stoff und jeder Knoten auf der Schulter. Also lasse ich die Bindebänder weg und halte mich an das „baugleiche“ Modell 112, dessen Teile übrigens auch für Modell 113 verwendet werden können.

And now for something completely different: Der Master Plan. Für mehrere Kleider fehlt mir im Moment erstens die Lust und auch zweitens die Verwendung. Aber vielleicht überlege ich mir das nochmal im Winter, wenn es auf Silvester zugeht – festliche Mode in dunkelgrün-metallic-schwarz fände ich auch mal ganz schick. Vorerst aber muss es die einfache Variante tun, die sich für höhere Temperaturen eignen soll. Und was die Accessoires angeht: Als Nichtraucherin kann ich locker auf die Zigarettenspitze verzichten – die ersetze ich lieber durch auffälligen Schmuck.

Noch ist es aber nicht soweit. Kommenden Sonntag soll bereits bei Monika (wollixundstoffix) der Zwischenstand präsentiert werden (Es läuft, das Kleid näht sich wie von selbst. — Ich bin schon fertig und so begeistert vom kleinen Schwarzen, ich werde mir sofort noch eins nähen. — Nichts klappt hier, der Stoff macht zicken oder der Schnitt will einfach nicht passen aber ich beiße mich durch). Futrer und Nahtreißverschluß habe ich jetzt auch; mit dem Zuschneiden und Nähen kann es losgehen.