Finale – Ü40

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Tusch! Tusch! Prosit! – Endlich ein Finale, bei dem ich auch einmal dabei sein kann. Um ein Haar hätte es nicht geklappt (über die Gründe schweige ich mich lieber aus)… aber alle zusammen treffen wir uns bei Sylvia von frauenoberbekleidung. 

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Die Schlagworte für das Finale lauteten:

Es ist toll, nie hätte ich gedacht, dass ich in einem schwarzen Kleid so gut aussehen kann — Mein Kleid ist der Held in meinem Kleiderschrank. Es passt zu allen Schuhen und Taschen und trotzdem fehlen mir Schuhe in rot, gelb, grün,lila. — Zeigt her eure Kleider und wer mag, zeigt sie mit tollen Accessoires dazu (Schuhe Ketten, Taschen, Hüte).

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In wieweit dies auf meins zutrifft, wird sich zeigen. Nächster Einsatzort wird der kommende MeMadeMittwoch – dann kann ich es auch im Arbeitsalltag (Büro) erproben. Schließlich soll sich all die Mühe, die ich auf mich genommen habe, auch lohnen. Denn: Der Weg zu meinem Kleid war zum Schluss dann doch steiniger und schwerer, als ich gedacht hatte (vor allem an unerwarteten Stellen). Einer meiner Stolpersteine war die von mir gewählte Größe. Quel Malheur – und dabei hatten wir doch so gut gemessen!

Wenn italienische Größen nur ein schöner Traum sind und mit burda-Größen so überhaupt nichts zu tun haben, dann sind wir in zurück in der Realität. Wenn ich gewußt hätte, dass 1,5 cm Nahtzugabe nicht reichen, dann hätte ich den Stoff gleich in Größe 42 zugeschnitten. Dann passt es vielleicht zwar obenrum, dafür wäre der Rock dann aber wohl eher ein Sack. Ich wollte aber ein Kleid – und zwar Das Kleine Schwarze, das sich nicht entscheiden konnte, welches Modell es eigentlich sein wollte.

112, 113 oder 114? Der Grundschnitt ist zwar bei allen drei Modellen derselbe, aber die Unterschiede liegen in den Details. Doch wo bliebe der Spaß beim Nähen, wenn wir nicht mit Materialien und Farben herumspielen könnten, wie wir wollen? Bei meinem Kleid gibt’s keine unterschiedlichen Farb- oder Materialflächen und auch keinen überflüssigen Schnickschnack.

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Na ja, nicht ganz. Was so simpel und schlicht aussieht (und auf den Fotos kaum zu erkennen ist), setzt sich aus dreizehn Einzelteilen zusammen und hat dementsprechend viele senkrechte und waagerechte Nähte, denen der von mir ausgesuchte Stoff ungeahnte Tücken verlieh. Weil ich zunächst einen ungeeigneten Stich gewählt hatte, ließen sie sich nicht auseinanderbügeln. Das hatte ich mir irgendwie einfacher vorgestellt. Und da ich mit der Zeit eh schon im Verzug war, kam Auftrennen an dieser Stelle für mich nicht in Frage. Dass ich es später dann doch tun musste, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Erst, als ich die Schulternähte fertiggestellt hatte, kam das böse Erwachen, das mich zwang,mir bezüglich Gewinnung zusätzlicher Weite Gedanken zu machen.

So biß ich denn in den sauren Apfel und trennte ich die Schulternähte wieder auf um die viel zu breite Nahtzugabe um gut einen Zentimeter zu verschmälern. Nach dieser spontanen Aktion, die auch hätte schiefgehen können, hatten die Träger endlich eine akzeptable Länge. Mit den Seitennähten tat ich dann kurzerhand das Gleiche. Noch nie zuvor habe ich so knapp genäht: einen halben Zentimeter im Zickzackstich von den Stoffkanten entfernt. Aber jetzt passt das Kleid wenigstens. Allerdings muss das Futter draußen bleiben – dafür ist unterm Kleid nun definitiv kein Platz mehr.  Und so sah es noch vor dem Säumen und endgültigem Finish aus:

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Weil ich morgen nicht dazu kommen werde, habe ich mich heute schon dekoriert – äh – geschmückt für das Foto. Viele Accessoires sind dazu nicht notwendig: kupferfarbene Plateausandalen und eine gülden schimmernde Kette, die allerdings nicht echt ist. Schließlich schwor selbst Coco Chanel schon ihrerzeit auf Modeschmuck anstatt echten Geschmeides. Und hier zum Abschluß noch die Rückenansicht, endlich mal mit gut sitzendem Reißverschluss, auch wenn man den kaum erkennen kann (schwarz auf schwarz – was will man da erwarten?):

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Den Cocktail spare ich mir – lieber bedanke ich mich zum Schluß noch bei Monika und Sylvia für diesen tollen Sew-Along, zu dessen Finale ich es beinahe nicht mehr geschafft hätte.

Mamma Mia! : Aus dreizehn mach‘ drei

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Wie das geht? Ganz einfach: Zuerst die unteren und seitlichen Teile (Vorder- und Rückenteile), die in die Mitte gehören, zu „Bändern“ zusammensetzen. Aus sieben Teilen werden ein vorderes Band und zwei hintere Bänder (zwischen denen der Reißverschluß senkrecht verläuft); bleiben noch sechs Teile übrig.Die werden so verarbeitet: Zuerst das obere Vorderteil an das vordere Band nähen, dann die beiden Hälften des Rückenteils an die beiden hinteren Bänder nähen. Bleiben noch die drei Rockteile, die nach demselben Schema an den vorderen Teil und die beiden Hälften des Rückenteils genäht werden. Das klingt kompliziert? Nö – eigentlich ist es ganz einfach, vorausgesetzt, man markiert die Anschlußstellen, an denen die einzelnen Teile aufeinandertreffen sollen, mit einer vernünftigen Methode – und versucht es nicht so wie ich, durch ständiges Vergleichen mit dem Schnittmuster auf die richtige Lösung zu kommen. Letztendlich habe ich es geschafft, die Teile richtig herum und in der richtigen Reihenfolge zusammenzufügen. Es dauerte halt nur so wahnsinnig lange.

Als nächstes stand Einnähen eines 60 cm langen Nahtreißverschlusses auf dem Plan, und zwar noch vor dem Nähen des Gehschlitzes. Davor graut mir übrigens jedesmal, weil ich es noch nie geschafft habe, einerseits den Zipper beulen- und faltenfrei einzunähen, und andererseits, weil ich mich mit Gehschlitzen, die einen Untertritt haben, noch immer schwertue; ich habe den Gehschlitz erst einmal so genäht, nämlich bei meinem Mantel. Als letztes sollte ich dann Schulter- und Seitennähte schließen. Ich fragte mich zu Recht, ob die Nahtzugabe nicht doch etwas schmaler ausfallen sollte, denn das Kleid erschien mir selbst in Größe 40 doch etwas knapp bemessen. Normalerweise bewege ich mich ja irgendwo zwischen Größe 36 und 38 und hoffte deshalb, dass mir bei Größe 40 nach obenhin noch eine Menge Luft bleiben würde. Ich beschloß sogar in meiner grenzenlosen Naivität, dass es eine gute Idee sei, so zu tun, als wäre das eine italienische Größe …

die dann trotzdem nicht reichte. Hmpf!

Living in another time zone ???

It’s strange. Just five minutes ago, I wrote a comment in another blog and noticed that the time shown above my comment was: „27. Juni 2015 at 19:00„, so my first thought was that something might be wrong with the blog where I left my comment.

Now I notice a similar thing with my blog. Didn’t it say „18:54“ ?  — this seems very strange to me. Another update later; It still shows current time & date. In fact the „18:54“ I was talking about is referring to my last post about the Royal Week (or something like that).

So there is no need to worry – everything is okay with my computer. I am not living in another time zone. Guess, the person I’ve written to is living far far away from here.