NaBloPoMo #4 : 4.Juli —„Aus dem Bauch heraus“

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Und heute wieder im Sonderangebot – ein neuer Tag beim NaBloPoMo (National Blog Posting Month), und gefragt wird: Wann hast du das letzte Mal wirklich herzhaft aus dem Bauch heraus gelacht? — Uhrenvergleich: es ist jetzt 6:25 Uhr.

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Komisch, dass ich mich im Moment so gar nicht daran erinnern kann. Vielleicht im Karneval, als ich mir ganz gegen meine Gewohnheit eine aus Köln übertragene Sitzung angeschaut habe… oder vielleicht doch noch früher… Ich weiß nur eins: So ein Lachflash kann bei mir lange anhalten und dafür sorgen, dass mir hinterher alles, aber auch wirklich alles wehtut. Es ist ja auch nicht so, dass ich wenig zu lachen hätte. Aber wer mich genauer kennt, weiß, dass ich mich bei Komödien blendend amüsiere, auch wenn es danach aussieht. Das ist dann eher so ein in-mich-hinein-Lachen oder Schmunzeln, so wie gestern, als ich beim Blättern in einer Zeitschrift einen Cartoon von Peter Gaymann las.

Bild eins: Kind fragt „Mama, darf ich bei euch im Bett schlafen?“ Mama antwortet: „Aber nur, wenn du Papa nicht aufweckst“ Papa liegt derweil schlummernd daneben.  —   Bild zwei: Kind springt mit ohrenbetäubendem „JAAAAAAAAAAAAAA“ ins Bett. Papa reißt entsetzt die Augen auf. Kurz vorm Herzkasper.

Oft finde ich vieles witzig, was anderen nicht mal ein Zucken mit der Augenbraue entlockt. Oder schwarzer Humor. Monty Python. Oder Witze, die nur Insider verstehen können. Ist nicht ganz fair, ich weiß, geht mir aber bei anderen genauso. Oder es dauert ein wenig, bis der Groschen fällt Sagte doch gestern abend mein Schatz zu mir: „Mein Handy funktioniert bei der Hitze nicht mehr so richtig. Gerade eben ist das Display eingefroren.“ Fällt für mich in die gleiche Kategorie wie: „Vor vollen Schüsseln muss ich hungers sterben, am heißen Ofen frier‘ ich mich zutod“ – Vor vollen Schränken steh‘ ich und muß nackert gehen, im vollen Eisschrank such ich mir nen Wolf. Ha ha – Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Lange hab ich gar nicht kapiert, was mit dem „trotzdem“ gemeint sein könnte. Nach dem, wie das Jahr bisher gelaufen ist, komme ich so langsam dahinter. Nein, keine Angst, dies wird nicht die Ouvertüre zu einer Oper des Jammerns. Ich stelle nur fest: Zum Klagen haben andere mehr Grund als ich – bei mir ist es ja nur ein Bewerbungsmarathon, der in den nächsten Monaten auf mich zukommen könnte, und da ich schon ein bißchen auf der Übung bin, finde ich das jetzt nicht sehr komisch (auch wenn ein Weltuntergang anders aussieht). Den Mann durch eine dämliche Krankheit, die keiner braucht, zu verlieren, wäre für mich tausendmal schlimmer. Und daher kann ich es auch gar nicht komisch finden, wenn eine Person aus meiner Verwandtschaft, den nur ein kleines Zipperlein plagt, herumstöhnt, warum denn nur sie immer so leiden müsste.

Das war selbst für mich, die schwarzen Humor liebt, doch zu starker Tobak, für den ich ihr wahrscheinlich die Goldene Himbeere oder den Goldenen Zwicki verliehen hätte.

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Zwicki

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Den Not-Funny-Award. Nun, wo die Zeit für diesen Beitrag fast vorbei ist, wünsche ich mir, dass ich bald wieder herzhaft loslachen kann.

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