MMM am 8. Juli 2015 : African Dream – oder African Nightmare?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

080715 - 1 080715 - 2

Es war hier wie in Afrika; wer konnte, machte FKK, ein Schaf war damals froh, wenn man es schor…“ (Quelle: ‚wann wird’s mal wieder richtig Sommer‘ von Rudi Carrell) – jetzt haben wir den Salat. Am Samstag 40°C, am Sonntag 41°C. Dafür gibt mein Kleiderschrank nicht viel brauchbares her. Das einzige, was ich für den MeMadeMittwoch der neuen Hitzewelle entgegensetzen kann, ist die Bluse, die ich mir für den Spring Style Along nähen wollte.

Sie stammt aus der Burda-Serie „African Dream“ und schaffte es zunächst nur zu einem Probeteil aus ausrangierter weißer Bettwäsche. Letzte Woche ist dann endlich auch die Originalbluse fertig geworden. Für die AfricanDream-Bluse fiel meine Wahl auf einen gestreiften Stoff in Erdtönen, den ich zusammen mit einigen anderen Stoffen im März bei Fashion for Designers aus Krefeld gekauft habe: elastische Stoffe, Webware, dezent gemustert, auffällig gemustert… Angeschnitten hatte ich von dieser Sammlung bisher noch nichts. Entschieden hatte ich mich nun für diesen, weil er von den Farben und vom Muster her der Vorlage am nähesten kam.

005 Muster  Quelle: http://www.burdastyle.de/chameleon/mediapool/thumbs/3/33/124-15-05_300x400-ID349669-a61c571b99b2880c1afb82fafddd20be.jpg

Das Material fühlt sich super an, ließ sich leicht waschen, musste kaum gebügelt werden und ist für Kleidung, die ich bei dieser Höllenglut tragen kann, eigentlich wie gemacht; wenn nicht das Problem in der Verarbeitung läge. Schon beim Zuschneiden hatte ich das Gefühl, durch Wackelpudding zu schneiden – ständig rutschte mir der Stoff weg, und am Ende trat das ein, was ich befürchtet hatte: Die vordere Passe hatte auf einer Seite eine Welle, wo keine hingehörte; was ich allerdings erst merkte, als die Passe mit dem unteren Teil zusammengenäht war. Auftrennen, das Ding gerade bügeln und neu zusammenähen, war die einzige Maßnahme, die hier weiterhalf.

Auch das Nähen mit diesem Stoff war kein Vergügen. Ständig verrutschte er mir, keine Nadel schien an ihrem Platz bleiben zu wollen, und ich mußte höllisch aufpassen, daß die Nahtzugabe an allen Stellen gleich breit blieb. Auftrennen und neu einnähen mußte ich dann auch noch den einen Ärmel. Der saß äußerst bescheiden, weil ich beim Einnähen einen Teil des Stoffs mit eingeklemmt hatte, und er nun förmlich danach schrie, herausgenommen und wiedereingesetzt zu werden. Die Hals- und Ausschnittblende hielt auch nicht sofort bzw. glänzte duch sich auflösende Nähte, so dass nachträglich noch einiges an Handarbeit notwendig war. Dafür aber hat sie den ersten wirklich heißen Tag und ihre erste Maschinenwäsche überstanden und flattert nun völlig heil und fröhlich auf der Wäschespinne im Wind.

Advertisements

3 Kommentare zu “MMM am 8. Juli 2015 : African Dream – oder African Nightmare?

  1. Ein lässiges Shirt aus sehr hübschem Stoff-gefällt mir sehr und ist genau richtig bei der Hitze.
    Das gelungene Shirt entschädigt dich jetzt dafür, dass der Stoff sich so unangenehm verarbeiten ließ.
    LG von Susanne

  2. Gefällt mir! Wenn sich das Top angenehm tragen lässt und dabei gut aussieht, entschädigt das doch für die Mühen bei der Produktion.Diesen kleinen Gucklochausschnitt finde ich ein sehr hübsches Detail! Viel Spaß beim Tragen!
    Gruß
    Petra

    • Vielen Dank. Ich finde den Stoff trotz seiner Flutschigkeit sogar so schön auf der Haut, dass ich noch ein Kleid daraus machen möchte. Schließlich soll es am Wochenende nochmal so richtig heiß werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s