NaBloPoMo #8 …………. 8.Juli „Tauschhandel“

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Der heutige Tag im National Blog Posting Month (NaBloPoMo) beschäftigt sich mit dem Thema „Tauschhandel“: „Wenn die Welt nur noch aus Tauschgeschäften bestehen würde, wie würde es dir damit gehen? Was hättest du anzubieten? Wärest du erfolgreich?“ Uff. Schwieriges Thema, und wieder bleiben mir 20 Minuten für meine Gedanken…

Uhr-Stopp: 17:55 Uhr

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Tauschhandel gab es schon vor der Erfindung des Geldes. „Tausche 1 Schaf gegen 10 Sack Kartoffeln“ und galt lange Zeit als praktisch ausgestorben. Oder? Stimmt das, was wir in de Schule über die Erfindung des Geldes gelernt haben, am Ende vielleicht doch nicht so ganz? Wie sonst soll ich mir Annoncen wie diese erklären? „Suche jemanden, der mir den Rasen mäht – biete Holzhacken als Gegenleistung“; oder auch so: „Ich geb‘ deinem Junior Nachhilfe, wenn Du mir mein Auto wäschst.“ In eine ähnliche Richtung ging das, was mein Mann und ich mit einem befreundeten Paar ausgemacht hatten: Während die Männer draußen im Garten gemeinsam einen maroden Baum fällten, nähten wir Frauen gemeinsam eine Tunika aus Fleece. Auch Tauschbörsen erfreuen sich großer Beliebtheit und oft auch gepriesen als eine Methode, überflüssigem Konsum entgegenzuwirken. Ich verstehe sehr wohl das Prinzip, das dahintersteht: „Die Welt ist groß, und wenn du in deinem direkten Umfeld keine Möglichkeit hast, Sachen, die du nicht mehr brauchst, loszuwerden – dann versuch es bei unserem Tauschkreisel, da finden sich garantiert noch Interessenten, die deine Sachen gerne hätten. Denn wozu soll man Dinge, die noch gut sind, einfach wegwerfen?“ Die Welt ist groß. Das ist das Zauberwort. Im kleinen Dorf, wo sich alle kennen, könnte unter Umständen das Tauschen von Ware gegen Ware oder Dienstleistung gegen Dienstleistung funktionieren. Aber über größere Distanzen hinweg oder bei einer unüberschaubaren Anzahl von Leuten?

suche Brezel   biete Obst

Ob Tauschbörsen im Internet die Lösung sind?

So löblich ich diese auch finde (schließlich bin ich über sie auch schon ausgelesene Bücher losgeworden), funktionieren sie für mich nur bedingt. Kleidung konnte ich noch so sehr anbieten, wie ich wollte – niemand interessierte sich dafür. Mich beschlich das Gefühl, das klassiche Basics einfach nicht gefragt sind und die anderen Mitglieder der Tauschbörse lieber an hipper Fast Fashion aus dem irischen oder schwedischen Plünnendiscounter interessiert sind. Und die Tauschbörse damit überfluten. Moment mal: Bei X kaufen, die Sachen nur kurze Zeit tragen, bei der Tauschbörse anbieten, damit bei X Nachschub geholt werden kann… Da wird mir gleich schwindelig und ziehe die Notbremse. Okay. Klamotten. Das klappt nicht.

Doch wie sieht es mit den wirklich notwendigen Dingen aus? Nahrung? Obst aus eigenem Anbau? Dazu muss man kräftig die Werbetrommel rühren. Und ob sich für die fünf Kilo Kirschen und zehn Kilo Weintrauben der ganze Aufwand lohnt? Ich fürchte, dieses Konzept würde sich für mich nicht auszahlen, weil ich am Ende mehr hineinstecke als ich herausbekomme. Und damit meine ich noch nicht mal die Zeit und Arbeit, die ich in mein Produkt stecke. Ich muss ja auch irgendwie mit dem Interessenten zusammenkommen, und da habe ich das Problem, dass ich nicht weiß, wie man Transportkosten per Tauschhandel fair und sicher abgelten kann. Der Tankstellenbetreiber wird sich wohl schwerlich auf den Deal „Sprit gegen selbstgebackenen Schokoladenkuchen“ einlassen. Da ist Geld für mich dann doch die sicherere Bank.

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Uhr-Stopp: 18:15 Uhr

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