NaBloPoMo #17 … 17.Juli „Fremde“

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In den letzten Tagen war viel von Reisen die Rede, und nun gibt es eine weitere Frage, die den Schreibimpuls für den 17. Tag im NaBloPoMo (National Blog Posting Month) liefern soll: „Was magst du am Liebsten, wenn du fremde Orte besuchst? Essen, Architektur, die Menschen?“ – Schau’n wir mal, wie weit ich heute in 20 Minuten komme (18:03 Uhr)

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Wenn ich fremde Orte besuche, sind das nicht zwangsläufig Städte. Meistens geht meine Reise in ländliche Gegenden, ob im Norden (Ostsee- oder Nordseeküste)

oder im Süden (Alpen, Schwarzwald), im Osten (Spreewald) oder Westen (Eifel, Luxemburg) – überall war es in den von mir besuchten Regionen schön – und da bin ich am liebsten erst mal in der Natur. Gebt mir ein kuscheliges, gemütliches Gasthaus zum Übernachten und eine Auswahl von Wanderwegen, und ich bin dabei.

Gasthäuser haben für mich gegenüber Frühstückspensionen oder Hotels den Vorteil, dass es dort eine Gaststube gibt, in der man in gemütliche Runde bei einem Schoppen Bier  oder Wein zusammensitzen kann und man es nicht mehr weit zu seinem Zimmer hat, wenn der Abend schon zu weit fortgeschritten ist. Natürlich ist auch das Essen wichtig, aber wo sonst kommt man besser in Kontakt mit fremden Leuten, als in der Kneipe – in England und Schottland, wo ich auch sehr oft schon war, im Pub?

Wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann ist für mich die Architektur nur vordergründig interessant. Klar, natürlich möchte ich auch die  Sehenswürdigkeiten mancher Städte sehen,  aber wenn ich einen Ort bereits mehrere Male besucht habe, interessieren die mich kaum noch. Als Beispiel fällt mir da Windsor ein. Wir haben dort dreimal privat gewohnt, und da Windsor nicht gerade groß ist, waren auch die architektonischen Highlights innerhalb kürzester Zeit abgehakt. Anstatt uns das zweite Mal Windsor Castle anzuschauen, haben wir lieber die Pubs und Cafés erkundet und sind an der Themse entlang flaniert. Desgleichen in Husum.

Woran ich mich heute noch nach Jahren sehr lebhaft erinnere, ist nicht das, was der Reiseführer empfiehlt, sondern die Begegnung mit Husumern in ihrer Kneipe, die uns bei ihrem privaten Dartsturnier dabeihaben wollten, uns aber dann außer Konkurrenz mitspielen ließen – einfach so, aus Spaß an der Freud‘. Und da sage noch einer, Nordlichter seien reserviert und wortkarg.

Auch schön waren die Tage, an denen ich an fremden Orten ganz zwanglos mit mir völlig unbekannten Menschen ins Gespräch kam – und derer gab es viele – mir die

Lebensgeschichten fremder Leute anzuhören und ihnen etwas von mir zu erzählen, haben meine Aufenthalte in Gegenden, weit weg von zu Hause, unglaublich bereichert, und ich bin ganz sicher, dass ich mich an sie noch in Zukunft erinnern werde.

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(18:23)

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