For the birds : der große Vogelflugtag – Fortsetzung

Wie ich am vergangenen Montag schrieb, versammelten mein Mann, ich und einige Vogelfreunde aus Obertshausen und Weiskirchen mit einer Haushaltsleiter um acht Uhr abends auf einem freien Feld im Rodgau, um dort acht aufgepäppelte Mauersegler, die ihr Idealgewicht von 43 bis 50 Gramm erreicht hatten, in die Freiheit zu entlassen.

Einen nach dem anderen nahmen wir aus den Behältnissen, in denen sie untergebracht waren und setzten sie auf die flache Hand. Einige von ihnen konnten es gar nicht erwarten, endlich losfliegen zu dürfen. Andere zögerten noch etwas; also ließen wir ihnen so viel Zeit wie sie brauchten, damit sie sich an die Höhe gewöhnen und sich mit der Umgebung vertraut machen konnten. Frau M. nahm zwischendurch immer mal so einen Zögerlichen an sich und bracjte ihn dazu, mit den Flügeln zu schlagen. Das half ihm dann, sich beim erneuten Versuch ein Herz zu fassen und den Flug zu wagen.

Zwei von ihnen benötigten dann auch noch eine Zwischenlandung, bevor sie es beim zweiten Anlauf dann tatsächlich schafften, abzuheben. Mit „meinen“ Seglern hatte ich da mehr Glück. Zwar ließ sich Segler Nummer eins ziemlich lange Zeit; als Frau M. dann ankündigte, ihn doch wieder mitnehmen zu wollen, da sprang er mir von der Hand und startete durch – in einen Himmel voller Segler. Als ob er nur gewartet hätte, bis genügend andere Segler ihre Kreise zogen. Segler Nummer zwei dagegen brauchte nur ganz kurze Zeit – dann preschte er in der Gegenrichtung davon und schraubte sich immer höher in den Himmel.

Letztendlich haben wir von acht Seglern sieben auf den Weg gebracht;von nun an werden sie für die kommenden zwei Jahre nichts anderes machen als fliegen, ohne sich irgendwo niederzulassen. Ach ja, was mit dem achten geschah: Er war leider noch zu klein, eben noch so ein richtiges, immer hungriges Baby. Die noch sichtbaren Federspulen waren der Beweis. Frau M. erbot sich, den kleinen „Bettelfritzen“ Frau W. abzunehmen und ihn bei den anderen Tieren, die sie noch zu Hause hat, unterzubringen. Es sind ja auch nur noch einundzwanzig Stück, und mit dem achten von acht sind es jetzt zweiundzwanzig.

Alles in allem war es ein sehr berührendes Erlebnis das einen freien Tag abrundete.

NaBloPomMo #22 … 22.Juli „Statistik“

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Heute liefert der Schreibimpuls des National Blog Posting Month (NaBoPoMo) folgendes Thema: „Welches waren deine 3-5 erfolgreichsten Posts in diesem Jahr? Warum denkst du, dass gerade sie erfolgreich waren? Gibt es eine Verbindung zwischen ihnen? – Hier mein 20-Minuten-Statement (17:16)

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Definiere „erfolgreich“; was macht einen oder mehrere Posts erfolgreich? Die Anzahl derer, die ihn nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert haben? Oder denen er gar gefallen hat. Ich gebe zu, ich habe zwar am Ende des vergangenen Jahres eine Statistik von WordPress bekommen, in der alles mögliche gestanden hat (u.a. auch die meistgelesenen Beiträge). Aber irgendwie muss ich diese Aufstellung vollständig verdrängt haben, denn ich habe keinen blassen Schimmer mehr, wie diese Statistik ausgesehen hat.

Überhaupt habe ich es nicht so mit Statistiken; sie haben mich schon nicht interessiert, als ich mich ehrenamtlich als Wahlhelfer betätigt habe. Ganz ehrlich? Was bringt es mir, zu wissen, wie hoch die Wahlbeteiligung sonntags um acht, neun, zehn oder vierzehn Uhr war? Mich interessiert diese Zahl frühestens so ungefähr eine Stunde, bevor das Wahllokal schließt – damit ich mir ungefähr ausrechnen kann, wie hoch sie sein wird, wenn wir die erste Schnellmeldung ans Wahlamt durchgeben. Und selbst dann ist diese Zahl für mich nicht von Belang, weil ich weiß, dass in der Nacht alles noch einmal gründlich nachgeprüft wird und das Ergebnis dann wesentlich genauer feststeht. Das endgültige Ergebnis reicht mir dann auch noch am nächsten Tag.

Nach diesem kurzen Abstecher zu Statistiken anderer Art, schaue ich jetzt doch mal in meine WordPress-Statistik… aus der ich nicht schlau werde. Ich sehe zwar haufenweise Besucher, aber darin ein Muster oder einen Zusammenhang zu erkennen, fällt mir schwer. Ich weiß nur, dass die Beiträge, die ich im Rahmen des MeMadeMittwoch oder zu SewAlongs veröffentliche, am häufigsten angeklickt werden, auch wenn dort nicht immer Kommentare zu finden sind. Aber wie auch immer, das beste am Bloggen für mich ist nicht, eine supertolle Statistik hinzubekommen, sondern um den Spaß am Schreiben, Fotografieren und den Hobbys, über die ich blogge.

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(17:36 Uhr)