NaBloPoMo #23 … 23.Juli „Ich bin ein Sandwich“

~~~~~~~~~~~~~

Heute liefert der Schreibimpuls des National Blog Posting Month (NaBoPoMo) folgendes Thema: Wenn ein Restaurant ein Gericht nach dir benennt, welches wäre es? (Bonus Punkte für ein Rezept..“ – Zwanzig Minuten dürften dafür reichen (18:23 Uhr):

~~~~~~~~~~~~~

Wassermelone

~~~~~~~~~~~~~ Huch! Wieso ist denn die Schrift auf einmal so klein? Egal, vergößern werde ich den Text jetzt nicht.

Uff. Essenszeit: „Feeeedeeeriiiiicoooo! Miraaaacoooooliiiii!“ Äh, nein doch lieber nicht. Ich habe, ehrlich gesagt, lange gegrübelt, welches Essen zu mir passt. Vielleicht sollte ich in Zukunft darauf verzichten, parallel dazu mein Gehör der Lieferheld- oder Miracoli-Werbung zu schenken,während mein Magen knurrt. Ein Gericht nach mir zu benennen, dürfte nicht einfach sein, weil ich niemand bin, der gerne lange und ausgiebig in der Küche steht und mit Hingabe die Zubereitung raffinierter Speisen zelebriert. Kurz und knackig, mit guten Zutaten, pur und unverfälscht, schnell und unkompliziert – so sollte mein idealer Snack aussehen. Und in der Tat habe ich da so einige Zwischengerichte für den kleinen Hunger, der mit dem Inhalt des Kühlschranks gestillt werden kann, auf Lager.

Weichgekochtes Ei mit Salz und frischgemahlenem Pfeffer obendrauf, als Topping für eine schöne Scheibe Butterbrot – Butterbrot, bestreut mit Schnittlauch und/oder Kresse – reifen Camembert, direkt vom Laib abgeschnitten – Crème Fraiche gemixt mit dreifach konzentriertem Tomatenmark… das sind selbstgemachte Schweinereien, die man wohl kaum in einem Restaurant bestellen kann.

Das erinnert mich vage an den Film „Lemony Snicket“, in dem der böse Count Olaf (gespielt von Jim Carrey) von den Beaudelaire-Geschwistern die Zubereitung eines deliziösen Dinners verlangt, und den Kindern nur „Spaghetti Puttanesca“einfallen. Spaghetti mit allem, was im Haus ist.

Wenn es stimmt, was Wikipedia zu diesem Gericht ausspuckt, dann könnte dieses Gericht auch von Nerds erfunden worden sein, die nur selten zum Einkaufen können. Ich kenne auch jede Menge Bloggerinnen, die sich selbst als Nähnerds bezeichnen. Ich sehe mich zwar nicht als Nähnerd, aber wenn ich für das Gericht Fadennudeln in Überlänge verwende, könnte man das Gericht auch „Blaupauses Spaghettini No.7 @ Nähnerd-Style auf schottische Art“ nennen. Für die schottischen Momente nehme ich statt Hackfleisch einfach Haggis und lösche die Soße mit einem kräftigen Schluck getorften Single Malt ab. Erinnert mich an die uralte Werbung für Sechsämter-Tropfen, in der ein gezeichnetes Männlein ganz viele Kräuter und Heidelbeeren reintun möchte und sich auf den unnachahmlichen Geschmack freut, mit den Worten „Das wird schmecken!“ — und dann zu der Erkenntnis kommt, dass dies ein Griff in die Porzellanschüssel war. „Brrr!“

Bleibt nur zu hoffen, dass mir das mit meinem hippen Nudelgericht nicht passiert; und wenn doch, dann ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und ich bin auch gar nicht böse, wenn das Restaurant auf eine Ehrung meiner Person mittels Nennung auf der Speisekarte verzichtet.

~~~~~~~~~~~~~

(18:43 Uhr)