NaBloPoMo #24 … 24.Juli „Museal“

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Drei Beiträge zum National Blog Posting Month (NaBloPoMo), innerhalb von zwanzig Minuten geschrieben, haben bisher noch gefehlt – und zwar die für den 24., 25. und 26. Juli – ich muß gestehen, ich war zum einen noch nicht so weit, und zum andern war am Freitag ein kulturelles Programm angesagt; über dieses habe ich heute ohne Internetzugang geschrieben und außerdem meinen Beitrag für den 27. Juli vorbereitet.

Nun folgen die übersprungenen Beiträge, und mit dem, der für den letzten Freitag vorgesehen war, fange ich an – wie passend, denn genau an jenem Tag waren mein Mann und ich bei einer Veranstaltung im Rahmen der „Tage der Industriekultur Rhein-Main“

Der Schreibimpuls stellt mir unter dem Motto „Museal“ die folgende Aufgabe: „Im Jahr 2115 wirst du von einem Museum gefragt, ob du die Einführung zu einem Katalog über Leben & Kultur im Jahr 2015 schreiben möchtest. Was schreibst du?

(17:27 Uhr)
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Hektik und Stillstand, alt und neu, Fortschritt und Rückschritt, Kommunikation und Schweigen – mit unserer Ausstellung „Infinity Loop : Offene und verborgene Gegensätze“ möchten wir eine Zeit herausgreifen, die nun hundert Jahre zurückliegt. In einer Welt, die sich immer rasanter drehte, bildeten sich kleine Inseln und Nischen, in denen man Atem schöpfen und einen Kontrapunkt zu all der Hektik und dem „Jede-Woche-eine-neue-Welt-Prinzip“ setzen wollte. Mutige Menschen, die den Glauben an ein Leben ohne das allgegenwärtige Ex und Hopp noch nicht verloren hatten, suchten nach Wegen, um beispielsweise dem sich immer schneller drehenden Modekarussell zu entkommen und auf Schonung der Ressourcen zu setzen. Sie mixten altes mit neuem und schufen einen Stil, der Modernität und Wertigkeit in einem verkörperte.

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Copyright : Ulrike Sextro

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Charakteristisch für 2015 war jedoch auch die Verwischung von Grenzen zwischen beruflichem und privatem bis teilweise hin zu ihrer Auflösung: immer auf dem Sprung und ständig erreichbar sein zu müssen. Die Art der Kommunikationsmittel: modernste Technik, gekleidet in nostalgische Optik und Klangfarben. Wie Menschen miteinander kommunizieren: Der Blick in mobile Geräte ersetzt den Blick in die Augen des Gegenübers, nach Restaurants fragt man nicht mehr Menschen auf der Straße, sondern eine Applikation auf dem mobilen Kommunikator…

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Copyright : Ulrike Sextro

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Elektronik war allgegenwärtig. Auch in der Musik bediente man sich gerne der allerneuesten Technik, trachtete aber danach, so zu klingen wie Jahrzehnte zuvor. Der herkömmliche, hausgemachte Song nach dem Schema „Strophe, Refrain, Strophe“ schien ausgedient zu haben. Erfolgreich waren jene, die einzelne Passagen herausgriffen, um diese sich in scheinbar endloser Abfolge wiederholen zu lassen – Endlosloops zu wahlweise entspannten oder schnellen Beats“; Versatzstücke der Vergangenheit, aufpoliert und zu neuem Glanze verholfen…

Mit unserer Ausstellung haben wir einen kurzen Querschnitt durch Mode, Musik, Technik und Kommunikation im Jahre 2015 zusammengestellt und laden Sie herzlich zu einer Reise in die nicht all zu ferne Vergangenheit und wünschen Ihnen erhellende Einblicke in das Lebensgefühl von 2015 .“

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(17:47 Uhr)

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