Picture of the day : the penultimate & last day of the year

Getting rewarded on Christmas with lots of cherry blossoms for having put a few cherry twigs into a vase on the 4th December (St.Barbara) is the best Christmas gift ever.

 

Today, almost one week later, they are still in full bloom.

 

What a nice way to end 2015. Hope that 2016 gets better.

— and now for something completely special, moving back to German language: the day after —

Mein Glotzophon und ich : Happy New Year

Der 1. Januar war bisher immer mein Lieblingstag im Jahr gewesen. Unvergessen die Tage, an denen ich schon wieder wach war, als noch alles schlief. Aus dem Fenster durch die tiefhängenden Schwaden hindurch schauen und beim ersten Spaziergang des Jahres noch den in der Luft hängenden Schwefelduft lang verpuffter Silvesterkracher wahrzunehmen. Alles Geschichte, denn wir haben eine neue Tradition: Um ein Uhr nach unserer Zeit noch einmal auf das neue Jahr anstoßen, denn in Edinburgh feiert man Hogmanay.

Diesmal erwarteten wir den Jahreswechsel im Hochtaunus und ließen es in Ruhe angehen, denn mein Schatz war erst kurz zuvor operiert worden, und da ich es im Rücken hatte, glich der Wohnbereich eher einer Krankenstube denn einer Partyhöhle. Mu-ha-ha! Yepp, wir hatten trozdem ein klein wenig Glanz in unserer bescheidenen Hütte in Form eines leckeren Essens und einer Flasche Champagner, frisch aus dem Angebot einer namhaften Kaufhauskette.

Es gab Lammkoteletts mit selbstgemachter Minzsauce (very british, auch ohne „Dinner for one“) und Nudeln, und danach eine Runde – eine sehr, sehr lange Runde – zünftiger Musik aus der Konserve von Manowar und Rammstein; dann war es auch schon Zeit, zu den Klängen von dem unvergleichlichen „Happy New Year“ von ABBA mit französischem Schaumwein anzustoßen, bevor wir uns die Tüte mit den Krachern von 2006 schnappten und alles verpulverten, was darin war.

Bis auf eine Sonne und zwei Päckchen Knallteufel war nach einer halben Stunde dann tatsächlich alles weg. Wer behauptet, von Feuerwerkskörpern hat man nicht viel, dem sei gesagt: Das stimmt nur bedingt. Manche verballern 1100 Euro in einer Nacht, andere gehen zu einem öffentlichen Feuerwerk (so denn eins stattfindet), andere schauen lieber den Nachbarn zu und heben die Knallfrösche für später auf…

trödel 01-01-16

Ach ja, später. Wir trafen uns dann noch auf einen Sprung mit Freunden, spielten mit dem Hund und wünschten uns ein glücklicheres Jahr als das vergangene, da auch hier die Gesundheit der Dreh- und Angelpunkt ist. Gegen ein Uhr waren wir dann wieder zurück und schalteten BBC One Scotland ein – genau rechtzeitig, um mit den Schotten auf das neue Jahr anzustoßen. Wenn auch nur vor dem Glotzophon. What a huge fireworks! My goodness, my stars! Wo in anderen Hauptstädten Europas die Silvesterfeiern wegen Terrorwarnung abgesagt worden waren, ließen es die Schotten in ihrer Hauptstadt so richtig krachen. Aber sowas von. Was für ein gigantisches Feuerwerk. Das aus der Vogelperspektive zu erleben, das hatte definitiv was.

Und so kam es, dass  das erste Lied, das ich im neuen Jahr hören durfte, von einer Band stammt, die ich noch nicht kenne, aber jetzt schon richtig gut finde: Biffy Clyro. Die traten live und open air in den Princes Street Gardens auf und rissen ihr Publikum mit. Später gab es noch viel mitreißenderen Folk von einer Band, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, und einenAuftritt der – Achtung, Tusch !!! – Bay City Rollers. Die Band der 70er, um die der Hype so groß war, dass er an mir vorbeigezogen ist; aber nach diesem Auftritt bekam ich eine Ahnung, warum das so gewesen sein muss.

Leider forderte der Champagner seinen Tribut in der Form, dass ich den halben Tag verschlief und kein Verlangen mehr nach anderen anregenden Getränken hatte. Ouch! Trotzdem gönnte ich mir beim Italiener um die Ecke einen Martini Bianco.

martini 01-01-16

Nach dieser Großaufnahme eines Aperitivs konnten wir dann auch schon wieder Pläne für einen Urlaub im Sommer schmieden; ursprünglich wollten wir auf die Isle of Skye, aber nachdem auch noch andere, nicht ganz so weit entfernte Ziele im Raum standen (Oberbayern, Taunus), träumten wir davon, wie es denn wäre, wenn wir für eine Woche nach Glasgow flögen…  Ob was draus wird, steht noch in den Sternen. Schau’n wir mal, wie es weitergeht.

PS: Gerade sehe ich, dass es die Rubrik „Getrödelt, gefunden, gefreut“ bei beswingtesallerlei nicht mehr gibt. Schade, denn zu gern hätte ich die Gläser, aus denen wir unseren Champagner genossen haben, und die noch aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen (wenn sie nicht sogar noch viel älter sind), dort noch einmal gezeigt. Ach ja, wenn eine Ära zu Ende geht, fühlt sich das noch viel komischer an als wenn ein Jahr endet. Denn bei dem Jahr weiß ich, was darauf folgt – richtig, ein neues. Was auf „Getrödelt, gefunden, gefreut“ folgt, vermag ich nicht zu sagen. Aber wer weiß: schon länger spukt mir eine Idee im Kopf herum; nämlich, Dinge aus dem Alltag mit der Kamera festzuhalten und zu archivieren, bevor sie ganz verschwunden sind.

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