Bevor sie ganz verschwunden sind

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In der Vergangenheit hatte ich sporadisch immer wieder mal an jedem Monatsersten im Rahmen der Mitmachaktion „Getrödelt Gefunden Gefreut“ antike Schätzchen gezeigt, die in unserem Haushalt wieder aufgetaucht sind; leider gibt es die Aktion nicht mehr. Aber soll mich das davon abhalten, diese liebgewonnene Angewohnheit gänzlich aufzugeben? Und noch während ich so darüber nachdenke, diese Tradition für mich in unregelmäßigen Abständen und in loser Folge fortzuführen, verweilen meine Augen in einem Online-Forum bei einem Strang mit dem Titel „Verschwundene Dinge der Alltagskultur“. My stars – das ist es! Warum bin ich da nicht schon längst von selbst drauf gekommen? „Bevor sie ganz verschwunden sind“ wäre doch ein sinniger Name für eine neue Rubrik in meinem Blog.

Bevor sie ganz verschwunden sind“, das könnte alles sein. Angefangen von selbstgemachten Leckereien (irgendein Leckermaul futtert sie ratzekahl weg) und Dingen im Haushalt, die heutzutage eher seltener benuzt werden, über Gebäude in meiner Stadt, die kurz vor dem Abriß und Flächen, die kurz vor der Bebauung stehen, bis hin – ganz profan – zu Verkehrsschildern, deren Motive von früher durch Piktogramme ersetzt werden. „Alles ändert sich, und auch Verkehrszeichen sollten sich den modernen Zeiten anpassen“. Wenn es der besseren Lesbar- oder Erkennbarkeit dient, gerne; dennoch haben die Bilder von früher für mich ihren Reiz, und noch gibt es sie.

Darum endet an dieser Stelle die lange Vorrede, und ich halte den eigentlichen Text bewusst kurz: Den Auftakt macht das Zeichen für den Wandererparkplatz, von mir fotografiert in Hitzacker. Das sieht heute fast nirgendwo mehr so aus, sondern so:

160px-zeichen_317_-_wandererparkplatz2c_stvo_1992-svg   Zeichen 317 – Wandererparkplatz (von 1992 bis 2013)

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Was ich fotografiert habe, ist die von 1971 bis 1992 gültige Fassung (damals bekannt als Zeichen 329.

160px-zeichen_329_-_wandererparkplatz2c_stvo_1970-svg

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Das Schild „Wandererparkplatz“ gibt es erst seit 1967 (mein Geburtsjahr). Wer es genauer wissen will, schlage bei Wikipedia nach:

Aus einem Wettbewerb, den der Verband deutscher Wandervereine 1965 ausgeschrieben hatte, ging ein neues Verkehrszeichen hervor, das ein „frisches Wanderpaar“ zeigte und auf Bild 32 beruhte. Das Hinweisschild „Wanderparkplatz“ wurde erstmals am 7. April 1967 im Verkehrsblatt des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht.Darauf ging auch der Erlaß des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten (Nr. V 794.4–342 vom 6. September 1967) ein.Bei der Vorstellung der StVO von 1970 wurde das Zeichen jedoch nicht gezeigt, war jedoch leicht modifiziert weiter gültig.“

 

160px-bild_-_wanderparkplatz2c_stvo_1967-svg   Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildtafel_der_Verkehrszeichen_in_der_Bundesrepublik_Deutschland_von_1956_bis_1971

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Mit diesem Ausflug in die Geschichte möchte ich es für heute auf sich beruhen lassen und setze die Fotosafari ein andermal fort.

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2 Kommentare zu “Bevor sie ganz verschwunden sind

  1. Oh ja,das erinnert mich an meine Kindheit! Im Sauerland, wo ich groß geworden bin gab es die auch. Wie schön, das Schild noch mal zu sehen.
    LG, Stefanie

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