Luminaletagebuch : 13. bis 18. März 2016

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02 Einlass

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Zu früh! Am vergangenen Samstag war unser „Zu früh!“-Tag. Wie bei jeder Luminale gibt es zum Auftakt eine Modenschau, die von der Schule für ModeGrafikDesign unter dem Motto „Leuchstoff“ veranstaltet wird. Obwohl ich in den vergangenen Jahren immer erst eine Eintrittskarte an der Abendkasse erstanden hatte, wollte ich dieses Jahr auf Nummer sichergehen und organisierte zwei Tickets zu 7,– Euro im Vorverkauf, wobei es uns anheimgestellt war, welche der beiden Shows wir damit besuchen wollten – die um 19 Uhr oder die um 20:30 Uhr. Da wir aber bereits kurz nach halb sieben dort waren, entschieden wir uns für die erste, die dann mir einiger Verspätung anfing. Fünfzig verschiedene Kostüme sollten wir zu sehen bekommen, präsentiert zu Klängen elektronischer Musik und beleuchtet von Schwarzlicht. Eine Herausforderung für jeden Fotografen. Ich kann ja nicht einmal beim Blick in eine solche Lichtquelle die Lichtquelle als solche erkennen – wie soll ich dann mit simplem Equipment bewegliche Motive in diffusem Licht so aufnehmen, dass man halbwegs noch etwas erkennen kann?

01 Modenschau

Diese Frage stelle ich mir alle zwei Jahre bei der Biennale der Lichtkultur und probiere die unterschiedlichsten Kameratypen aus. Ich hatte schon ein einfaches Schiebehandy, eine digitale Spiegelreflexkamera und eine digitale Kompaktkamera, bei der man überhaupt nichts einstellen kann, benutzt. Diesmal kamen eine Bridgekamera und ein Smartphone zum Einsatz. Natürlich hingen meine Augen nicht ununterbrochen am Display, sondern ich genoß noch ausgiebig genug die dargebotene Kunst. Zumal irgendwann im Dunkeln das Smartphone nicht mehr so funktionierte, wie ich wollte. Erst nach der eindrucksvollen Show stellten wir draußen fest, dass ich nicht nur versehentlich die Videofunktion aktiviert hatte, sondern dass das Gerät nach dem Wiedereinschalten der Fotofunktion nur noch Selfies schießen würde, was bei Dunkelheit natürlich zu keinem Ergebnis führen würde. So wurde mein Ausflug in die Experimentalfotografie leider zu früh beendet.

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Zu früh waren wir auch für das eigentliche Programm, das erst am Sonntag anfing, was uns aber zunächst gar nicht auffiel, da der EVO-Turm bereits in den leuchtendsten Farben illuminiert war. Erst, als wir vor der völlig verdunkelten Heyne-Fabrik standen, erkannten wir unseren Irrtum. Schade, so war es nichts mit dem Sammeln von ersten Eindrücken.

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00 Hafen2

Zu früh war es diesmal auch noch, um draußen sitzen zu können, wie vor zwei Jahren. Ach, war das lauschig unter freiem Himmel. Allerdings war es da auch schon April, und wir hatten bereits Sommerzeit, was natürlich auch bedeutete, dass es später dunkel wurde und wir entsprechend lange unterwegs waren. Vielleicht war man ja deswegen diesmal schlauer und hat diese Luminale auf einen Zeitpunkt vor der Umstellung auf Sommerzeit verlegt. Das bietet uns glücklicherweise Gelegenheit, die illuminierten Gebäude und Objekte diesmal früher am Abend bewundern zu können.

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Zu früh waren wir übrigens auch am Morgen für den Besuch eines Eiscafés, das einer Verkaufsstelle für Schokolade, Pralinés und Negerküsse angeschlossen ist – in einem kleinen Ort im Landkreis, der von unserer Heimatstadt knapp 20 Kilometer entfernt liegt. Als wir mit dem Motorroller ankamen, staunten wir nicht schlecht über die herabgelassenen Jalousien und waren beruhigt, als wir erfuhren, dass wir 20 Minuten zu früh waren.

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Alles in allem war es dennoch ein gelungener Tag, der mit sogar noch ein kleines Zeitfenster zum Umarbeiten meines Rocks und Zusammennähen eines Probeteils für das nächste geplante Projekt öffnete. Wie es mit der Luminale weitergeht, folgt in einem Extrabeitrag.

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