Unsortierte Gedanken : MMM meets AnNäherung

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Schon seit langem ist für mich der Mittwoch etwas besonderes, denn er ist die Chance für mich, Selbstgenähtes einem größeren Kreis zu zeigen, wenn mir danach ist. Manchmal ist es ein Klassiker, der sich für mich schon ausgiebig bewährt hat; manchmal aber auch Brandneues, das ich noch nie getragen habe – je nach Lust und Laune. Schon morgens nach der ersten Tasse Kaffee sitze ich dann vor meinem Laptop und verpasse dem Beitrag, der sich um mein selbstgemachtes Kleidungsstück dreht, den letzten Schliff und fiebere dem Moment entgegen, in dem der Startschuss zum Verlinken auf memademittwoch fällt. Dieser Moment birgt für mich immer wieder eine gewisse Aufregung in sich, und mindestens genauso gespannt wie ich auf das Hochladen meines Beitrags dort, bin ich auf die anderen Beiträge, unter denen ich den ein oder anderen interessanten neuen Blog entdecke. Leider macht es mir die Fülle der Beiträge unmöglich, sie alle zu lesen, geschweige denn zu kommentieren – und das tut mir leid, denn jede/r hat Zeit, Mühe und Liebe investiert und hätte gerne ein wertschätzendes Feedback, freue ich mich doch auch immer über kurze Kommentare, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht immer schmeichelhaft formuliert sind. Aufregend aber ist es allemal, eine Reaktion hervorzukitzeln, das liebe ich so am Bloggen.

Genauso aufregend war für mich, in das Podcast Special 2 zur AnNäherung Bielefeld von nahtzugabe 5cm reinzuhören, das aus dreizehn Einzelinterviews besteht, die Chrissy von Chrissys Nähkästchen während dieses unvergeßlichen Wochendendes mit zwölf Teilnehmerinnen und mir geführt hat. Es ist eine Sache, sich bei einem Interview halbwegs eloquent auszudrücken und dabei mehr oder weniger ruhig und gelassen zu bleiben und wieder eine ganz andere, sich das Ergebnis mit eigenen Ohren anzuhören. Ich kann mich noch gut an eine Situation vor vielen Jahren erinnern, als ich just for fun am Zweiten Weihnachtsfeiertag beim Hessischen Rundfunk angerufen und eine Frage, die der Moderator zu den Feiertagsaktivitäten der hr-Hörer hatte, so zu beantworten, dass einem beim Hören nicht sofort die Füße einschlafen. Meine über den Äther gehende Stimme hörte sich in meinen Ohren an wie Mickymaus auf der Flucht im Hamsterrad – einfach viel zu hoch und schmerzhaft schrill… welcome to the Verona-Feldbusch-Contest.

Deshalb habe ich mich im Gespräch mit Chrissy auch sehr bemüht, langsam und mit tieferer Stimme als sonst zu sprechen und dabei keine störenden Geräusche zu verursachen. An der Kleidung zu nesteln oder mit den Händen durchs Haar zu fahren, wird nämlich sehr wohl vom Mikrofon mit aufgenommen und kann jede Aufnahme verhunzen; zum Glück kann ich sagen, dass mir diese Vermeidungstaktik gelungen ist. Dennoch war es irritierend, festzustellen, wie fremd sich meine Stimme anhört. Als würde nicht ich, sondern eine andere Person antworten, die seltsam abgehackt und emotionsarm spricht, (obwohl die Tonlage okay ist), dabei hatten wir doch scheinbar alle Zeit der Welt, und niemand hetzte mich. Vielleicht war auch schon eine Erkältung im Anflug, denn schon am Freitagabend hatte ich das Gefühl, komplett neben mir zu stehen; dabei hatte ich mich so auf das lange Nähwochenende gefreut… und jetzt fehlte mir jeglicher Antrieb. Trotzdem – auch wenn es vielleicht nicht so rüberkam: Es war ein sehr schönes Wochenende, und das Interview mit Chrissy hat mir großen Spaß gemacht. Vielen Dank für diese außergewöhnlichen Momente.

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