Have a nice stay …. or day…

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(ein Kreuzfahrtschiff ist gestrandet… nein, kleiner Scherz: das ist nicht das Hotel, sondern ein Gebäude nebenan)

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Wie zuvor schon berichtet, sind mein Mann und ich zum Nähbloggerinnentreffen mit dem ICE nach Stuttgart gefahren und hatten über eine Hotelplattform ein Doppelzimmer in einem Designhotel gebucht, fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Solche Entfernungsangaben sind ja immer relativ, auch wenn es sich um eine zentrale Lage handelt, und wenn ich dann noch sehe, dass das Hotel direkt an einer stark befahrenen Hauptstraße liegt, dann stelle ich mir schon die Frage, ob man dort auch nachts zum Schlafen kommt. Dank leidvoller Erfahrungen in anderen Städten rechne ich inzwischen mit dem schlimmsten, auch wenn ich mir inzwischen erfolgreich einreden kann, dass es nichts macht, weil es ja nur für eine Nacht ist.

Langer Rede kurzer Sinn: Da ich vage in Erinnerung hatte, dass das Hotel mit schalldichten Fenstern ausgestattet ist, hatte ich noch Hoffnung auf eine erholsame Nacht nach einem anstrengenden Tag; und als wir dann beim Näherkommen erkannten, dass es sich um ein Vier-Sterne-Hotel handelte, glaubte ich, meinem Glück kaum zu trauen. In einem Hotel mit vier Sternen hatten wir bis dato noch nicht gewohnt. Das Zimmer selbst war noch nicht bezugsfertig, als wir gegen halb zehn eincheckten, aber einen Teil unseres Gepäcks konnten wir bei dem netten Herrn an der Rezeption zum Aufbewahren abgeben und wir konnten unbeschwert das Treffen genießen. Danach bekamen wir an der Rezeption Zimmerschlüssel und unser aufbewahrtes Gepäck ausgehändigt. Eigentlich ist „Zimmerschlüssel“ der falsche Begriff, denn hierbei handelt es sich um eine Karte, die für den Aufzug, die Zimmertür und das Einschalten der Elektrik gebraucht wird. High-Tech in alten Gemäuern, in denen sich überall dezente Hinweise auf den Jakobsweg finden, denn dieser stand anscheinend Pate für die Namensgebung des Hotels, das Arcotel Camino.

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Folglich sollte die Wandmalerei eine Gruppe Pilger darstellen und nicht, wie ich zunächst fäschlicherweise angenommen hatte, steinzeitliche Jäger (diese erinnerte mich auf Anhieb nämlich an die „Höhlenmalerei“ in unserer Lieblingscocktailbar). Als Seifenschale im Badezimmer diente eine Jakobsmuschel, das Wanderabzeichen der Pilger auf dem Jakobsweg (Jakobsweg = Camino).

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Noch besser aber als die Seifenjakobsmuschelschale gefiel mir die Infrarotwärmelampe an der Badezimmerdecke.Auch die Minibar, die mit dem Kleiderschrank eine Einheit bildet, fand ich designtechnisch sehr ansprechend.

 

Das absolute Highlight in unserem Zimmer aber war, neben der hochmodernen Lichttechnik, die schnuckelige Wanddekoration: Zwei frische Äpfel, die in einer Halterung aus Metall darauf warten, dass die Gäste ganz fest zubeißen – nimmt man die Äpfel aus der Halterung, so enthüllt sich ein in das Metall eingravierter Spruch (siehe Beitragsbild).

Weitere Pluspunkte, die das Hotel bei mir sammeln konnte, waren das seniorenfreundliche Bett mit überbreiten Matratzen, das hoch genug war, um komfortabel darauf Platz zu nehmen, das sensationell gute Frühstücksbüffet und die Möglichkeit des späten Aus-Checkens (bis 12 Uhr). Da wir spät dran waren, konnten wir an einem gedeckten Tischchen in der Nähe der Bar Platz nehmen, und da die Bar auch schon geöffnet war, tranken wir vor der Abreise beide noch einen Cocktail zum Abschied.

Zum Schluß noch ein paar Impressionen von unserem Hotelaufhalt, von dem ich mir gut vorstellen kann, ihn bald wiederholen zu können.

(was man nicht vielleicht nicht so gut erkennen kann, ist das Symbol für den Jakobsweg auf dem Fußboden im Gang. Auch schick: Die Reling, über die wir zu unserem Zimmertrakt gelangten, befindet sich genau über der Rezeption, also quasi über den Köpfen des Personals am Empfang entlang).

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PS: Statt „stay“ und „day“ habe ich zunächt „St Day“ gelesen – dabei handelt es sich um einen Ort in Cornwall (UK), der zwischen dem Dorf Chacewater und der Stadt Redruth liegt. Nur für den Fall, dass es jemanden interessiert.

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