Unsortierte Gedanken : Plädoyer für mehr Bewegungsfreiheit

Schon lange war ich nicht mehr so kreativ wie in den letzten Wochen, denn die Ideen schienen nur so zu sprudeln, ohne groß nachzudenken, wobei in mir die Erkenntnis reifte, dass ich mehr und mehr zu locker und lässig fallender bzw. oversized geschnittener Kleidung tendiere.

3s4cep1

Vermutlich hat der Satz eine andere Bedeutung, als das, was ich hineininterpretiere, aber sind nicht die Gedanken frei? — Quelle des Bildes (gefunden über Google images): http://i.imgur.com/3s4cep1.jpg

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Dress for the body you have“- aha! Figurbetonte oder besser gesagt, figurnahe Schnitte? Kann ich machen, muss ich aber nicht, und bevor es auf die Frage „Kleid oder Wurstpelle?“ hinausläuft, lasse ich doch lieber fünfe gerade sein. Brauche ich wirklich Kleidung, die kein einziges Fältchen wirft? Ist es wirklich so schlimm, wenn das neue Top am Rücken in manchen Augenblicken ein wenig zu bollern scheint oder gar zu blusig fällt? – Vor dieser Frage stand ich nämlich gestern Abend beim Betrachten meines Spiegelbildes – und: Soll ich die Schneiderpuppe wirklich auf den Millimeter genau an meine Maße anpassen? Maße, die nach Tagesform innerhalb eines Spielraums von mehreren Zentimetern variieren können?

Hinzu kommt, dass ich nicht in einer Pose à la Homer Simpson regungslos verharren kann und möchte, sondern ständig in Bewegung bin und mit mir meine Kleidung.

00 Homer

Ist da ein spontan entstehender Faltenwurf nicht geradezu natürlich? Damit kein Mißverständnis aufkommt: Sichtbare Fehler wie schief eingenähte Reißverschlüsse oder deutlich sichtbarer Versatz am Bund oder im Muster sind nicht gemeint, sondern die Unzufriedenheit, wenn das neue Stück nicht so fällt bzw. aussieht wie auf der Abbildung. Bei denen habe ich sowieso das Gefühl, dass bei den Aufnahmen mit Tricks gearbeitet wird. Also pfeif‘ ich auf die Perfektion und mach‘ die Dinge so, wie sie mir gefallen. Frei nach Pippi Langstrumpf.

The body I have“ vs. “The body I want” ? – Ich glaube, ich möchte gar keinen anderen als den, den ich habe. Sicher habe ich mich schon gefragt, ob ausgewogenere Proportionen, eine kleinere, geradere Nase oder ein Teint, dem Schwarz schmeichelt, nicht vielleicht doch schöner wären. Aber da das Wünschen noch nie geholfen hat außer im Märchen, kann ich entweder nach der ultimativen Schmeichelklamotte suchen und dabei eine Menge Gehirnschmalz investieren oder mir Beats me“ sagen – und genau das anziehen, was für mich angeblich nicht so schmeichelhaft ist.

Und wenn mir danach ist, flache Sandalen zu Bleistiftrock oder Overall zu tragen, dann tu‘ ich das einfach; kein Grund, in Schnappatmung zu verfallen. Und wenn mir das graue/dunkelblaue/schwarze Einerlei im Büro zu trist wird, was hindert mich daran, den (zumeist auch noch ausgeblichenen) Einheitsbrei mit hellen oder leuchtenden Farben zu unterwandern? Wenn das übrige Erscheinungsbild sauber, gepflegt und ordentlich damit einhergeht – where’s the problem?

Wer stellt eigentlich diese ganzen Dress Codes auf und bestimmt, was geht und was nicht? Müssen es im Berufsalltag es immer weiße Bluse, schwarzer Pencil Skirt und farblich passende High Heels sein? Warum nicht eine helle Marlenehose mit passendem Blazer und einem Seidentop drunter, zusammen mit Schuhen mit moderater Absatzhöhe? Warum nicht mal etwas weiter und luftiger?

Die Frage beschäftigt mich des öfteren, und so plädiere ich für mehr Bewegungsfreiheit. Sowohl kleidungstechnisch als auch geistig.

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2 Kommentare zu “Unsortierte Gedanken : Plädoyer für mehr Bewegungsfreiheit

  1. Stimmt! Bleistiftröcke sind eh völlig überschätzt. Verteidige dich mal selbst in einem Bleistiftrock mit High-Heels! Da ist jeder Gedanke an Flucht ( und sei es nur vor dem grabschenden Kollegen oder der Lästerclique, der man heute nicht begegnen will) von vornerherein ein Witz. Und schwarz-weiß ist was für Pinguine.
    Rebellische Grüße, Stefanie

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