Film- und Serien-SewAlong (FUSSA) – Zwischenstand zum 26. Juni

Und da ist sie wieder, die vorletzte Runde des Film- und Serien-SewAlongs von yacurama (minimale extravaganz), bei der es um den Zwischenstand geht, also die Frage, wie weit wir gekommen sind mit dem Verwirklichen unserer am 5. Juni vorgestellten Pläne. Zu sehen gibt es die vorläufigen Ergebnisse hier.

Die letzten beiden Wochen war ich im Urlaub und bin daher nicht zu dem gekommen, was ich mir vorgenommen hatte, aber immerhin habe ich es geschafft, von dem Rock ein Probemodell anzufertigen.

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Und weil er so gut passte, habe ich in der zweiten Urlaubswoche zu Hause einen Zwischenstopp eingelegt, um endlich die Teile aus dem Originalstoff zuzuschneiden und zusammenzunähen. Dass ich den Stoff vorwaschen musste, machte mir einen Strich durch die Zeitplanung, und auch der Zuschnitt entpuppte sich als ein schwieriges Unterfangen, weil die Stoffbahn anfing, auszufransen. Und weil ich auch nicht sofort zum Heften, Bügeln und Nähen kam, habe ich jedes zugeschnittene Teil (2 rückwärtige Rockhälften sowie ein breites linkes und ein schmales rechtes Vorderteil) vorsichtig an den Kanten in Frotteetücher gepackt und bis zur weiteren Verarbeitung zur Seite gelegt. Mit dem Godet und dem Bund habe ich gar nicht erst begonnen; beides nehme ich dann in Angriff, wenn die bereits vorhandenen Rockteile mit Zickzack- oder Rautenstich versäubert worden sind – das Risiko, dass sich beides vorzeitig auflöst, möchte ich nicht eingehen.

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Wenn alle Stricke reißen, starte ich einen neuen Versuch mit Hahnentritt oder dem eigentlich für das Top vorgesehenen blauen Stoff, in Kombination mit der Borte vom Mittelaltermarkt – dann wäre zumindest das „Vikings“-Element in die Kreation eingeflossen.

Oh je, was sich so gut anließ, läuft gerade in eine Sackgasse, denn auch mit dem Mantel bin ich noch nicht weit gekommen, denn eigentlich hängt das Probemodell dafür schon seit Wochen auf der Puppe. Hier sind die Ärmel bzw. Schultern das Problem: Fällt der Mantel ohnehin schon weiter als üblich aus, so sieht nach dem ersten Versuch die Schulterpartie extrem überschnitten aus, und die Ärmel sind zu kurz. Zugegeben, laut burda sollen sie eine 7/8-Länge haben, aber zusammen mit der Oversized-Silhouette sieht das ganze aus wie ein beim Waschen eingelaufener Arztkittel; und „Private Practice“, und aussehen wie in „Grey’s Anatom“ oder wie die Pathologin aus den Münsteraner Tatort-Folgen möchte ich nun wirklich nicht! Warum habe ich an dieser Stelle nicht sofort weitergemacht?

Nun, zwischendurch mussten wir den Keller gründlich ausmisten und so umräumen, dass mein Mann und ich ihn beide als Nähwerkstatt nutzen können. So wie er war, hatte man hinten und vorne keinen Platz, und spontan kommt mir da folgende Beschreibung eines Hotelzimmers in den Sinn, die ich vor ein paar Jahren im Internet gelesen habe: The room was so small, you could not even swing a cat. Aber lassen wir das, der Keller war nicht die einzige Baustelle.

Draußen wartete noch der Garten, der danach schrie, vom garstigen Unkraut und nervigen Stinkmorcheln befreit zu werden. Okay, das mit den Stinkmorcheln hat sich dann dank des Starkregens von selbst erledigt, dafür sahen die armen Rosensträucher aus wie Hund und bedurften des Hochbindens einzelner Äste und Zweige.

Außerdem muss noch der Wohnwagen zum TÜV und benötigte daher einen Austausch der maroden Bodenplatte, aber mit wasserfestem Sperrholz läßt sich das Problem leicht lösen. Hieraus folgt: „Holidays at home“ fühlen sich teilweise gar nicht so wie Ferien an, aber morgens länger als üblich in der Heia herumzuschlumpfen, sich mal nicht bürotauglich zu stylen und Zeit zu haben, um bei schönem Wetter mal draußen zu essen und dabei das Aufwachsen der kleinen Kohlmeisen und Hausrotschwänze miterleben zu dürfen, sind genau die Erholung, die mir so lange gefehlt hat. Und Spaziergänge zwischen 22 und 23 Uhr sind auch so übel nicht.

So, momentan ist das ein ziemliches Gepiepse und Geflatter hier, und ich hoffe, dass ich in den kommenden drei Wochen wenigstens den Rock fertig bekomme, denn am 17. Juli ist bereits das große Finale. PS: Die Nähmaschine habe ich an exakt einem Tag anwerfen können, an den restlichen Tagen war ich meistens im Freien und habe gehäkelt.

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