Unsortierte Gedanken : FUSSA 2016 und mehr

 

Zwei Wochen Urlaub sind vergangen, und die Nähmaschine habe ich an exakt einem Tag anwerfen können. An den restlichen Tagen war ich meistens im Freien und habe mit dem Häkeln begonnen. Was ich halt so tue, wenn ich nur begrenzt Strom habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich es zwar immer noch kann, aber doch noch etwas unsicher bin und lange, lange brauche. Am meisten zu schaffen aber macht mir das viele Zählen bei komplizierten Mustern, und schon die Häkelschrift für einen Traumfänger in der Juli-Burda hat mir arges Kopfzerbrechen bereitet, so dass ich die als cool empfundene Idee, mir ein Dreieckstuch mit Totenköpfen erst mal ganz, ganz weit nach hinten gelegt habe. Vielleicht im Winter oder wenn mir der Sinn weniger nach Nähen steht.

Bei dem momentan schönen Wetter verspüre ich nämlich wenig Lust, mich drinnen aufzuhalten. Schon geschlossene Fenster sind mir ein Graus. Dabei empfiehlt sich genau das angesichts nachts umherstreifender Tiere oder auf der Straße hupenden Vollh**ks nach einem gewonnenen Match, wobei fauchende Katzen, schnaufende Igel oder müllbeutelzerwühlende Waschbären für mich noch das geringere Übel sind. Was bin ich froh, dass ich mich zeitweilig dahin verziehen konnte, wo ich von der EM nix mitbekomme. Wenn ich an das ganze Pressegedöns und den Hype wochenlang vor dem Beginn der Europameisterschaft denke und beinahe jeden Tag im Radio hören muss, welche „Fans“ diesmal wieder irgendwo randaliert haben, dann vergeht mir komplett die Lust, diese Meisterschaft bis zum Ende zu verfolgen.

Ein Lichtblick war deshalb für mich die Meldung, dass deutsche und nordirische Fans gemeinsam und in schönster Eintracht, ganz und gar friedlich miteinander gefeiert haben… In solchen Momenten frage ich mich, warum das nicht überwiegend so sein kann, und dann beschließe ich, meinem Glauben an die Menschheit doch noch eine weitere Chance zu geben. Den ich übrigens fast verloren hätte, als ich von dem Mord an der britischen Politikerin Jo Cox hörte. Überall nur noch sinnlose Gewalt gegenüber Menschen, die eine andere Meinung haben oder einer anderen Partei, Mannschaft, etc. angehören… Ich. Fasse. Es. Nicht. ………………….. Punkt!

Und mehr sage ich dazu nicht, denn es würde mich viel zu sehr aufregen. Und bevor das passiert, gehe ich doch lieber in Klausur und beschäftige mich mit Dingen, die gänzlich unspektakulär sind, wie z.B. meiner Häkeltunika in drei Farben. Der Rock, an dem ich zuletzt gearbeitet habe, hat mich nämlich ein paar Nerven gekostet. So ein Gefussel! Dabei sollte Gefussel nichts mit FUSSA zu tun haben. Gnarf! Dagegen ist so ein einfaches Muster aus Luftmaschen und einfachen Stäbchen geradezu entspannend, auch wenn jede Reihe in einer anderen Farbe gehäkelt wird, doch da die Reihenfolge immer die gleiche ist, komme ich schon recht flott vorwärts. Mittlerweile bin ich sogar schon soweit, einige in Frage kommenden Kombinationsmöglichkeiten mit diesem Oberteil in Gedanken durchzuspielen, wobei mir spontan ein Outfit aus dem Prada-SewAlong eingefallen ist: ein Rock, kombiniert mit einem Oberteil aus Granny Squares. Ich stelle mir übrigens die folgende Kombination ganz apart vor, auch wenn sie weder mit Prada oder Stella Jean zu tun hat (Brigitte schreibt auf  http://www.brigitte.de/mode/accessoires/guertel-1257023/  :  „Geknoteter Gürtel zu Maxikleid und Pullunder bei Bluegirl“

Quelle: https://i1.wp.com/img1.brigitte.de/asset/Image/mode/accessoires/guertel/bluegirl.jpg

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Mir schwebt jedoch etwas ganz anderes vor: Wie wäre es mit einer Kombination aus der Häkeltunika (wenn sie denn mal fertig ist) mit einem Rock aus blauem Schwalbenprint, ähnlich dem in der aktuellen Ausgabe von „Fashion Style“? In dem Heft waren neben vieler Retrolooks eben auch jener blaue „Schwalbenstoff“ von Stella Jean zu sehen (ähnlich dem am rechten Mannequin – Quelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/5f/41/90/5f4190697df97f039f1c52fa8e1b14de.jpg

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Und weil in dieser Zeitschrift ein Gutschein über 20% Ermäßigung drin war, habe ich in einem Anfall von Größenwahn gleich mal fünf Meter davon geordert. Stoffqualität, Anordnung und Größe des Musters waren frei wählbar; der einzige Wermutstropfen für mich war, dass einige Zahlungsmodalitäten nur in niederländischer Sprache beschrieben waren. Logisch, die Firma, die die Stoffe bedruckt, sitzt ja auch in den Niederlanden, und nach ca. 15 Tagen hatte ich die ersehnte Lieferung. Aber dass es länger dauern kann, wusste ich ja auch schon, als ich die Bestellung aufgab.

Mir tat nur unsere Nachbarin leid, die eine riesige, gutverpackte Rolle für mich entgegengenommen hat; ich glaube, bei Gelegenheit ist mal ein gemeinsames Piccolöchen fällig, so oft, wie sie schon Pakete und Päckchen für uns angenommen hat. Aber bloß nicht blau dabei werden – blau ist doch schon mein Stoff, bei dem ich jetzt, ehrlich gesagt, noch nicht mal genau weiß, was ich daraus alles machen möchte. Mein Mann wäre ja spontan für ein Kleid mit weißem Bubikragen mit weitschwingendem Rock (hauptsache nicht schon wieder ein Etuikleid oder Bleistiftrock).

In der aktuellen Burda habe ich ein Kleid mit Rock in A-Linie und Cut-Outs am Hals gesehen, aber das besteht aus 11 Teilen, und das würde dem schönen Muster nicht gerecht… Bleibt also wahrscheinlich erst mal ein A-Linien-Rock – der besteht immerhin nur aus drei Teilen, wodurch das Muster besser zur Geltung käme. Und dazu vielleicht eine Kimonojacke aus einer älteren Ausgabe von „La Maison Victor“? Die müsste dann aber gefüttert werden.

Oder läuft am Ende gar alles auf einen Stella-Jean- oder Lena-Hoschek-SewAlong hinaus? Das Dumme ist nur, im Organisieren von SewAlongs habe ich so gar keine Erfahrung. Aber vielleicht kommt mit der Zeit ein guter Rat. Ich würde mich jedenfalls unendlich über brauchbare Tips freuen.

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