Film- und Serien-SewAlong (FUSSA) – Finale

Und schneller ist sie da als gedacht, die letzte Runde bzw. das Finale des Film- und Fernsehserien-SewAlongs von yacurama (minimale extravaganz), der mir irre viel Spaß gemacht hat, auch wenn ich nicht so weit gekommen bin, wie ich mir vorgenommen hatte. Merci beaucoup! Nach diesen kurzen Dankesworten geht es hier zu dem Treffen.

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Nun aber zu dem, was ich wirklich geschafft habe. Und das ist mein Rock, dessen Abbildung in der burda mich spontan an die unzähligen Agatha-Chistie-Verfilmungen erinnerte, die ich früher mit Spannung im Fernsehen verfolgt habe.

 

 

Was dabei herausgekommen ist, könnte man auch unter dem Motto „Der Tag, als Chanel auf Prada traf“ laufen lassen, nachdem alle Versuche, den Saum am Ausfransen zu hindern, fehlgeschlagen sind. Ein angenähtes Schrägband brachte es auch nicht; im Gegenteil – der Saum stand nach der Prozedur ab wie bei Olive Oil von Popeye, und dabei sollte der Stoff doch locker fließend herabhängen… Ich habe dann einfach das Schrägband wieder abgetrennt und am Saum mit meinem im Einsatz bewährten Rautenstich #22 entlanggenäht und ein paar Fäden dekorativ heraushängen lassen. Obwohl FUSSA nicht von Fusseln kommen sollte, ist Fusseln nun eben ein Designelement meines Rocks, Basta. Allerdings ist dieses Kleidungsstück wohl eher etwas für kühlere Tage und sitzt noch nicht optimal (besonders am Bund und am Reißverschluss).

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So, und weil ich in der letzten Woche vor dem Finale nur zweimal bis 16 Uhr arbeiten musste, habe ich mir dann noch einmal das Schnittmuster meines Mantels vorgenommen – das bedurfte nämlich einer Änderung an der Ärmelkugel, weil die Schulterpartie viel zu breit und der Ärmel viel zu kurz geraten war. Herauszufinden, ob meine Methode der Änderung Hand und Fuß hat, war wie der Sprung ins kalte Wasser. Was, wenn die nach dem geänderten Muster Mantelteile nicht zusammenpassen würden? Lieber nicht so genau darüber nachzudenken und einfach loszuschneiden, erwies sich als goldrichtig, denn nun sitzen sie so, wie sie von Anfang an sollten.

Dass ich an den Taschen nochmal nacharbeiten muss und ich weder Gürtelschlaufen noch Gürtel fertig habe – geschenkt! Aber dafür stand ich kurz davor, den Beleg anzunähen, und das nach drei Tagen. So weit wie in den letzten Tagen bin ich mit meinem Rock über einen Zeitraum von drei Wochen nicht gekommen. Vielleicht lag es auch daran, dass bei dem pastellgrünen Mantelstoff nichts ausfranste – Wollwalk sei Dank; aber dafür stank es beim Bügeln teilweise nach nassem Schaf. Yammi. Im Grunde genommen, ist er genauso wenig fertig geworden wie mein Rock, bei dem ich am Bund nochmal nacharbeiten muss, wie ich heute zu meinem Leidwesen feststellen musste. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die sich leicht beheben lassen.

 

Beim Anblick dieser Aufnahmen habe ich das Gefühl, dass sich eine perspektivische Verzerrung eingeschlichen hat und der Mantel so aussieht, als wäre er mir drei Nummern zu groß. Aber das ist nicht der Fall *schwör* … Die Schultern haben die richtige Breite und die Ärmel die richtige Länge. Einzig die Gesamtlänge des Mantels werde ich noch verkürzen, logisch: habe ich den 4 cm breiten Saum ja noch gar nicht umgenäht. Und mit einem Gürtel erscheint er dann wohl auch noch nicht ganz so formlos. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich mich in diesem Outfit als Komparsin für Downton Abbey bewerben könnte, wäre da nicht die Tatsache, dass mit der bereits ausgestrahlten sechsten Staffel die Serie beendet worden ist.

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Das Oberteil im Stil von Star Trek Voyager habe ich gar nicht erst angefangen, genauso wenig wie die Umarbeitung meines zu eng gewordenen Kleinen Schwarzen.

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Warum ich nicht öfter zum Nähen gekommen bin? Zum einen war der Mangel an geeigneten Stromquellen während meines zweiwöchigen Urlaubs Mitte Juni schuld daran – zum andern habe ich an den übrigen Wochenenden die Nähmaschine ruhen lassen, weil ich meinen Mann in der Reha besucht habe – und dafür dann an den anderen Abenden genäht, auch wenn ich teilweise erst gegen 20 Uhr damit beginnen konnte. Das Ergebnis sind zwei unfertige Kleidungsstücke, die ich nach endgültiger Fertigstellung auf meinem Blog auf jedem Fall noch zeigen werde.

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7 Kommentare zu “Film- und Serien-SewAlong (FUSSA) – Finale

  1. Hallihallo! Zunächst Dankeschön für deinen netten Kommentar!
    Tatsächlich haben sich die Nähte nach der Wäsche wunderbar gelegt 😉
    Deinen Rock finde ich ganz hinreißend. Den Ärger sieht man ihm garnicht an. Auch mein erster Gedanke war agatha Christie. Mir fiel spontan eine Doctor Who Folge ein 😉 Der Mantel scheint tatsächlich etwas groß, aber es wird doch sicherlich noch zu anderer Gelegenheit Tragefotos geben!?! Dein selbstgestelltes Motto ist jedenfalls super getroffen. Auf nach Downton. Das Anwesen steht ja noch ^^
    Liebe Grüße, Sylvie

    • Hallo Sylvie,
      vielen Dank für die Rückmeldung. Wusste ich es doch. Manchmal sind es so Kleiningkeiten, die man ganz leicht korrigieren kann…

      Oh ja, an die Dr.Who-Folge kann ich mich noch gut erinnern, weil ich die Riesenwespe so schaurig fand; und w/dem Rock und dem Mantel; Agatha Christie war auch meine ursprüngliche Idee, dass ich aber nach dem Gucken von zwei Staffeln DowntonAbbey am Ende dort gelandet bin,konnte ich zu Beginn des FUSSA noch nicht ahnen.

      Der Mantel wird noch ein ganzes Stück kürzer- es sind die großen Saumzugaben, die ihn länger erscheinen lassen als er eigentlich sein soll.

      LG
      Ulrike

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