Unsortierte Gedanken : der Kanzelgruß …

… als mein „Wort zum Sonntag“ – nicht zu verwechseln mit dem Kanzlergruß, also dem Gruß des Kanzlers/der Kanzlerin oder dem Gruß an den Kanzler/die Kanzlerin (je nachdem) – enthält eine Triggerwarnung für die Menschen, die evenutell mit religiösen oder spirituellen Themen nichts oder nur wenig anfangen können.


Nach diesem zugegebenermaßen etwas umständlichen Vorwort möchte ich auf die Quelle Kanzelgruß verlinken, bei der ich eine Kyrie entdeckt habe, die die Gedanken, die mich zur Zeit beschäftigen, in weiten Teilen widerspiegeln…

Kanzelgruß

Bildquelle: eigenes Foto / Textquelle: http://kanzelgruss.de/2014/06/08/kyrie-1132/


Wahre  Worte, denn auch ich ertappe mich oft dabei, dass mir vieles in meinem Leben wie selbstverständlich erscheint- gerade, wenn es um die Gesundheit geht. Und dann, binnen kürzester Zeit, stirbt im Urlaub an der See plötzlich und unerwartet eine Nachbarin, zu der ich zwar nie großen Kontakt hatte, aber jetzt, da sie unwiederbringlich fort ist, oder ganz einfach: nicht mehr ist, dieser Umstand ein seltsames Gefühl bei mir hinterlässt.

Und dann, kaum zwei Wochen später, stirbt eine Kusine, die ich schon seit längerem aus den Augen verloren habe, an Krebs. „Austherapiert“, m.E. ein beschönigendes Wort dafür, dass man nun nichts mehr für sie tun könne, und sie die letzten Wochen ihres noch nicht einmal 50 Jahre währenden Lebens in einem Hospiz verbringen durfte. Irgendwie war es abzusehen, aber als es dann endgültig geschah, traf es mich dann doch und fühlte sich „seltsam und irgendwie unerwartet“ an.


Wie damit umgehen und das ausdrücken, was in mir vorgeht? Ich fürchte, alles, was ich dazu denke, würde sich auf dem Papier hohl und leer anfühlen und jedes zusätzliche Wort geheuchelt klingen. Es ist nicht einfach, die eigenen Worte zu finden – mit fremden Worten wie eben diesem oben genannten Gruß fällt es mir um so vieles leichter. Dankbar sein für das, was mir so selbstverständlich scheint. Dazu bedarf es, mich bewusst hinzusetzen, beobachten und Vergangenes Revue passieren zu lassen. Und wenn ich so darüber nachdenke, so fällt mir jetzt auf, dass ich schon seit Tagen meine geliebten Mauersegler nicht mehr gesehen habe. Fast schon glaube ich, dass sie nun weg sind – fortgezogen, wie sie es jedes Jahr gegen Ende des Monats Juli tun. Womit ich zu den profanen oder kleinen Dingen des Alltags zurückkehre.

Ein letzter Gruß und Dank an dieser Stelle dafür, dass sie auch dieses Jahr wieder zu Gast bei uns waren und ich mich an ihrem Dasein, ihren Flugkünsten und dem Umstand, dass sie unter unserem Dach eine neue Generation ausbrüteten, erfreuen durfte und mir Abend für Abend das Herz aufging. Ach, hätte ich sie doch nur einmal so sehen können, wie auf diesem Bild… —– Die Fotografien dieses Künstlers, die Vögel und ihre Flugspuren zum Thema haben, faszinieren mich so, dass ich mich des öfteren auf seine Seite verirre, wenn ich mal wieder spektakuläre Aufnahmen aus der Natur sehen und dabei zur Ruhe kommen möchte.   —   Ruhe ist dieser Tage schwer zu finden, und die kommenden Wochen läuten für mich den Abschied vom Sommer ein; denn auch wenn es dem Wetter und dem Kalender nach noch Sommer ist, so hält doch schon der Herbst Einzug in mein Herz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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