# 12 letters of handmade fashion im August : „Summer in the city“

02 August 1

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Als bei fairylikes das

                                                        S

als Buchstabe für den Monat August gezogen wurde, hatte ich bereits mit dem Zuschnitt für ein Kleid begonnen; dank des mit Hochhäusern bedruckten dünnen Stoffs und der Wandelbarkeit des Fertigschnitts #7221 von burdastyle, aus dem man wahlweise ein Shirt, ein Trägerkleid oder ein Kleid mit Ärmeln zaubern kann, hätte ich Material für gleich vier Fashionbuchstaben gehabt: C wie City, H wie Hochhäuser, G wie Großstadt, oder S wie Skyline. Nun ist es also das S, und so wird es ein Sommerkleid, dem ich den klangvollen Namen „Summer in the City“ gebe… an dieser Stelle bitte in Gedanken den gleichnamigen Song von Joe Cocker abspielen – oder für die Älteren unter uns, das Original von The Lovin‘ Spoonful (auf vimeo gibt’s dazu sogar ein Video).

01 August Startbild

Heute geht’s aber nicht um die Musik der 60er Jahre, sondern um mein Kleid, das während des Nähens einige Änderungen erfahren hat. Diese fingen schon bei der Auswahl des Modells an, denn ich wollte keine Shirts nähen, sondern ein Kleid – und dieses ohne Ärmel. Bevor ich auf jede einzelne Änderung zu sprechen komme, präsentiere ich vorab das heute fertig gewordene Resultat:

 

 

Die nächste Änderung betrifft das Oberteil:

Laut Anleitung sollten die einzelnen Teile gefaltet, gebügelt, links auf links zusammengeheftet und wie eine Stoffbahn weiterverarbeitet werden. Das hätte aber an den Armlöchern zu offenen Kanten geführt und äußerst bescheiden ausgesehen. Also habe ich die Teile in der Mitte gefaltet, umgebügelt, rechts auf rechts an den Kanten mit Zickzackstich zusammengenäht und dadurch die Teile auch gleich versäubert (und somit vorm Ausfransen bewahrt). Dann musste ich sie nur noch wenden, et voilà: Jetzt sind die beiden Hälften des Oberteils an den Armausschnitten verstürzt. An den Seiten habe ich die Stofflagen jeweils links auf links an den Kanten mit Zickzackstich versäubert.

PS: Die Teile vor dem Zusammennähen zu versäubern, habe ich mir bei stark fusselnden und ausfransenden Stoffen angewöhnt.

Der Änderung Nummer drei ist die Weite zum Opfer gefallen:

Zwar habe ich 1,5 cm als Nahtzugabe zugegeben, habe dann aber die Nähte je 1 cm von den Kanten entfernt gesetzt. Dadurch hat das Kleid insgesamt 1 cm an Weite gewonnen, und ich kann es bequem über den Kopf ziehen. Einen Reißverschluss verträgt der dünne, fließende Stoff nicht – er würde an dieser Stelle seitlich steif abstehen und kratzen, was ich hasse wie die Pest. Damit das Kleid aber nicht wie ein Sack an mir hängt, habe ich einen Bindegürtel dazu genäht: Fürs Büro ist der ungemein praktisch, denn an ihn kann ich meinen Betriebsausweis hängen anstatt um den Hals. Für die Fotosession habe ich ihn allerdings weggelassen.

Bei der vierten und letzten Änderung habe ich die Träger verlänger und verbreitert:

Hätte ich sie so kurz gelassen, wie es das Schnittmuster vorsieht, wäre die Naht zwischen Oberteil und Rockteil (auf dem Foto nicht sehr gut zu erkennen) zu weit nach oben gerutscht …

04 August Ansatz

… jetzt sind sie 25 cm lang, und die Passform des Kleides erinnert nun eher an eine Empirelinie.

Und wer da nun spottet, daß das ja wohl kein richtiger Sommer war und der ohnehin schon vorbei ist, wird jetzt mit der Tatsache schockiert, daß es dort, wo ich arbeite, sommers wie winters knackige 25 bis 26°C hat. Außerdem kann für mich Sommer auch noch bei 18°C Außentemperatur sein. Oder mit anderen Worten gesprochen bzw. gesungen: „Sommer ist das, was in deinem Kopf passiert“ (Zitat: Wise Guys).

Mit diesen Worten gebe ich zurück an die aktuelle Gastgeberin, bei der am letzten Tag des Monats die Galerie mit den Werken all jener erscheint, die bei dieser spannenden Aktion mitgemacht haben.                                                

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PS: Was ich vergessen hatte, zu erwähnen: Der Stoff könnte mit größter Wahrscheinlichkeit ein Satin sein – von daher wäre dann das S doppelt erfüllt.

 

 

 

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