52 Schlüsselwörter – eine Filmchallenge

Als ich von Hotarus 52-Schlüsselwörter-Filmchallenge erfuhr, dachte ich mir, das könnte direkt was für mich sein, zumal Einsteiger willkommen sind. Weil das Jahr 52 Wochen hat, gibt es 52 Schlüsselwörter, zu denen man die passenden Filme finden soll. Fallen einem mehrere ein, so kann man sich für den entscheiden, der einem am besten gefallen hat. Die ersten sieben Monate sind spurlos an mir vorbeigegangen, aber für den August werden nun vier Schlüsselwörter zur Verfügung gestellt, zu denen mir auch prompt einige Filme einfallen: #32 Spiel— #33 Tür — #34 Haus — #35 Schriftsteller/in.

Nummer 34 und 35 könnte ich sogar mit dem gleichen Film, nämlich „The Shining“ abdecken (Schriftsteller versucht sich während der Wintermonate als Hausmeister für ein Hotel, in der Hoffnung, dort in Ruhe schreiben zu können und dreht so nach und nach durch), aber da es ja pro Wort ein Film sein soll, habe ich eine viel größere Auswahl bzw. Bandbreite. Und damit auch die Qual der Wahl.

Pro Wort kann man auch die Zusatzfragen von Hotaru beantworten, aber das muss man nicht, da sie nur als Anregung dienen sollen – und auch die Reihenfolge ist wurscht. Ob ich die Wörter wöchentlich abarbeite oder alle vier auf einmal, bleibt ebenfalls mir überlassen. Na, das ist doch mal eine Challenge nach meinem Gusto.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Am besten fange ich mit der Tür an. Als erstes sind mir die seufzenden Türen und der depressive Roboter Marvin im Film „Per Anhalter durch die Galaxis“ eingefallen, aber die Türen sind hier wirklich nur minimales Beiwerk und für einen Lacher gut. Anders sieht es in den „Herr der Ringe“-Filmen aus, wenn Orks versuchen, in eine Festung einzudringen, aber auch das war nicht das, wonach ich gesucht habe. Die Türen tatsächlich auch im Filmtitel zu erwähnen, ist m.E. in dem Film Sliding Doors von 1998 gelungen; und den fand ich nun wirklich mal interessant. Er dreht sich um die PR-Frau Helen Quilley, die wegen Diebstahls entlassen wird und deren Geschichte sich auf dem Nachhauseweg an der U-Bahn-Tür teilt. Mit der Szene an der Schiebetür (Sliding Door) teilt sich der Film in zwei parallele, ineinandergeschnittene Handlungsstränge auf – diese Idee fand ich so toll, auch wenn Gwyneth Paltrow (Helen) nicht unbedingt zu meinen Lieblingsschauspielerinnen zählt. Und um zu den Zusatzfragen zu kommen: Um was für eine Tür es geht (Frage 1) und wo sie sich befindet (Frage 2), beantwortet meine Minizusammenfassung; aber auf die Frage, was sich hinter der Tür befindet (Frage 3), könnte ich mir folgende Antwort vorstellen: Zwei Möglichkeiten, wie das Leben verlaufen könnte.

Das „Was-wäre-wenn“-Spiel gibt es auch in der Variante „Smoking/No smoking“ von Alain Resnais, aber ich finde diesen Film von 1993 nicht annähernd so spannend oder unterhaltsam wie „Sliding Doors“. Und bevor dieser Text zu lang wird, beende ich Teil eins der Filmchallenge. Die anderen Schlüsselwörter werden in Extrabeiträgen ihre Würdigung erhalten.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

PS: Das Beitragsbild mit dem Filmstreifen und dem Titel „52 Schlüsselwörter – eine Film-Challenge“ stammt von Hotarus Blog (Bildquelle: http://i787.photobucket.com/albums/yy157/AliceMika/Hitodama/P52-Keywords_zpsotsexqq8.png)

Grünes Geheimnis

00 grünes geheimnis 2

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Haben wir noch Sommer oder doch schon Herbst? Mir persönlich wäre ja ein warmer Herbst lieber als ein kühler Sommer, und vielleicht bekommen wir dieses Jahr mal wieder einen goldenen Oktober… jedenfalls bin ich schon fleißig am Stricken; eine Tätigkeit, die noch viele Wochen in Anspruch nehmen wird, denn geplant sind neben einem Dreieckstuch mit Totenköpfen auch ein supersofter Schal für meinen Mann. Der hat nämlich beim letzten Mal, als wir den Wolladen meines Vertrauens aufsuchten, Gefallen an einem Garn gefunden, das aus Seide und Wolle aus Yak besteht. Vermutlich wird mich diesese Projekt ein Vermögen kosten, aber an seinen Hals soll nur das Beste kommen.

Zur Zeit jedoch habe ich etwas ganz anderes auf den Nadeln: das „Grüne Geheimnis“. Gesehen habe ich es in einem Strickmagazin, in dem echt coole Sachen zu finden sind; anders als so manche am Kiosk erhältlichen Hefte, in denen ich meistens für meinen Geschmack echt schnarchlangweilige Modelle sehe, bei denen ich mich frage, wer so etwas freiwillig anzieht.

Aber zurück zum Heft. Leider haben die meisten Modelle in diesem Heft einen Schönheitsfehler, der darin besteht, dass mir die Anleitungen zu kompliziert sind oder, noch schlimmer, für die ich entweder ultrafeines Garn oder eine Engelsgeduld bräuchte; kommt also für eine Neueinsteigerin wie mich nicht in Frage – bis auf dieses: Originalaufnahme gefunden im Magazin „Knit the Cat #7“ und auf ravelry

 

Wer Schwierigkeiten damit hat, auf dem verlinkten Foto etwas zu erkennen (zugegeben, es ist vielleicht nicht ganz so clever, ein grünes Cape vor einem grünen Hintergrund zu fotografieren): das Cape ist aus blattgrüner Schurwolle mit dem sommerlichen Namen „Reggae“ kraus rechts gestrickt und am Kragen mit Kunstfell besetzt. Zwar weiß ich noch nicht, wo ich ein Kunstfell herbekomme, von dem sich mir nicht gleich sämtliche Nackenhaare aufstellen, aber darüber kann ich mir Gedanken machen, wenn das Cape fast fertig ist.

Der Hersteller rechnet 300 Gramm Wolle für das Cape, also sechs Knäuel zu je 50 Gramm. Nach zwölf Zentimeter Höhe (auf einer Breite von 60 cm) war das erste Knäuel verbraucht. Es könnte also gut sein, dass ich mit den sechs Knäueln gerade so hinkomme. Hauptsache, ich muss nichts nachkaufen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

00 grünes geheimnis 3