52 Schlüsselwörter Filmchallenge – Oktober, 3/5

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Für den Oktober hat Hotaru in ihrem Beitrag die folgenden fünf Wörter gezogen, zu denen ich nun den passenden Film suche:

Koffer, Tanz, Behinderung, Angst und Familie.

Ob Kinofilm, Fernsehfilm oder Direct-to-DVD, alles ist erlaubt; und so kommt nun das zweite Schlüsselwort „Tanz“ im Doppelpack daher, weil ich mich mal wieder überhaupt nicht entscheiden kann, obwohl der Gedankensprung von Behinderung zu Tanz manch einem vielleicht etwas gewagt erscheinen mag (aber zu Koffer und Familie suche ich noch).

Tanzfilme gibt es schon ewig; angefangen bei etlichen Revue- und Tanzfilmen (u.a. mit Rita Hayworth oder Fred Astaire), über die „West Side Story“ aus den sechziger Jahren, bis hin zu der Tanzfilmschwemme der 80er Jahre (Footloose, Fame – der Weg zum Ruhm, Flashdance) und last but not least „Dirty Dancing“ von 1987, überall wird getanzt. In manchen mehr, in manchen weniger. Manche sind einfach nur Kult – andere wiederum finde ich, im Nachhinein betrachtet, einfach nur grottig. Was für ein Hype, die unzähligen Bollywood-Produktionen noch nicht mit eingerechnet; teilweise bestechen sie mehr durch ausgefeilte Choreografien als durch ihre Handlungen. Ausnahmen gibt es immer, wenn z.B. das Ballett eine tragende Rolle spielt, so 1948 mit der britischen Produktion „Die roten Schuhe“ und „Black Swan“ von 2010.

Mit denen soll sich mein Beitrag zum Thema „Tanz“ jedoch nicht befassen, sondern um leichte Unterhaltung für die ganze Familie:

Tanzfilm #1: Happy Feet ***** Tanzfilm #2: Strictly Ballroom – die gegen alle Regeln tanzen

Beides sind Filme aus Australien mit Altersfreigabe FSK 0, und damit ist es auch schon vorbei mit der Gemeinsamkeit, und ich beginne mit den drei Zusatzfragen, bevor ich zu den Filmen komme:

1. Wer ist am Tanzen?
2. Was ist es für ein Tanz?
3. Hättest du auch gern so getanzt?

Und nun Vorhang auf für meine beiden Kandidaten für die Challenge:

Happy Feet:

 

In dem australischen Animationsfilm von 2006 geht es um den Kaiserpinguin Mumble, der zwar nicht singen kann, aber für sein Leben gern steppt, wodurch er zum Außenseiter wird. Im Laufe des Films lernt er eine andere Pinguinart kennen, die sich daführ eher begeistern können und sucht mit Adeliepinguinen nach einer Antwort auf die Frage, warum es immer weniger Fische gibt. Das Schicksal verschlägt ihn in einen Zoo, wo Menschen auf seine Tanzkünste aufmerksam werden… Zwar geht es in Happy Feet ums Tanzen, aber ausdrücklich als Tanzfilm würde ich nicht bezeichnen. Hier tanzen nämlich die Pinguine, und das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich und genauso an den Haaren herbeigezogen wie „Könige der Wellen“, in dem Pinguine surfen. Überhaupt scheinen Pinguine sehr beliebt zu sein – und wenn sie dann noch steppen (um diesen Tanz geht es nämlich) finde ich das ziemlich schräg. Was die Frage angeht, ob ich gerne auch so tanzen würde, muss ich leider sagen, dass dieser Zug für mich schon lange abgefahren ist; ich fand Stepptanz früher sensationell gut und hatte Bilder von Fred Astaire und Gene Kelly vor Augen als Michael Flatley und seine Show „Lord of the Dance“.

Strictly Ballroom:

Hier haben wir es nun wirklich mit einem Tanzfilm zu tun, und zwar mit einem aus Australien, von 1992. Regie führte Baz Luhrmann, und der Film ist so schrill und nimmt das auf mich sehr affektiert wirkende Gehabe von Turniertänzern und Tanzschullehrern aufs Korn. Dazu kommt noch eine Handlung im Sinne von „tanzender Überflieger mit kreativen Ambitionen trifft auf ihn anhimmelndes und tänzerisch unbegabt scheinendes Mauerblümchen“. Ob die Ähnlichkeit zu „Dirty Dancing“ beabsichtigt war oder nicht, ist mir so ziemlich egal. Interessant fand ich jetzt nicht unbedingt, dass hier so ziemlich alle tanzen, ob Tanzlehrer, Kinder oder die spanische Großmutter, sondern dass sich der Hauptakteur für einen Tanz entscheidet, der so überhaupt nicht à la mode ist, dem Paso Doble. Ich muss gestehen, dieser Tanz war so ziemlich das letzte, was ich in meiner Tanzschulzeit tanzen wollte. Wiener Walzer, Tango oder Samba waren mir wesentlich lieber – und zur Turnierreife hat es auch nie gereicht (war mir allerdings auch nie wichtig gewesen). Was mir an Strictly Ballroom so gut gefällt, sind die Szenen, in denen der sehr von sich selbst überzeugte Scott (Paul Mercurio) erst einmal von der Familie seiner Tanzpartnerin gezeigt bekommt, wie der Paso Doble in Spanien wirklich getanzt wird – und die große Schlußszene, als der mißgünstige Oberboss Barry Fife den Tänzern die Musik abstellt und sich Scott und Fran trotzdem mit Unterstützung des Publikums, zu deren Lieblingen sie geworden sind, einen unvergeßlichen Paso Doble hinlegen. Ganz zu schweigen von den schrillen und überbordenden Farben, die der ganze Film dem Auge bietet.

PS: Das Beitragsbild mit dem Filmstreifen und dem Titel „52 Schlüsselwörter – eine Film-Challenge“ stammt von Hotarus Blog (Bildquelle: http://i787.photobucket.com/albums/yy157/AliceMika/Hitodama/P52-Keywords_zpsotsexqq8.png)

……………………….   to be continued

 

 

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