52 Schlüsselwörter – Filme im Dezember : Gericht


 

Nachdem ich drei Schlüsselwörter von Hotarus Blog  den passenden Filmen erfolgreich zuordnen konnte, bleibt nach Treppe, Kälte und Feuerwerk nun noch das Gericht übrig. Mein Ausflug vom Auenland über Russland und die Ukraine soll nun im ländlichen Amerika der Vierziger Jahre enden, und zwar mit einem Film, der für mich zu den schönsten Weihnachtsfilmen zählt. Den meisten fällt an dieser Stelle auf Anhieb „Ist das Leben nicht schön“ ein, aber irgendwie habe ich ihn über, und er kommt mir trotz seiner Länge von „nur“ 125 Minuten deutlich länger vor.

Wenn ich herzerwärmenden Kitsch möchte, der nicht ganz so lang geht, sondern nur 94 Minuten lege ich mir die folgende DVD ein, die ich vor ein paar Jahren auf dem Wühltisch bei thalia zu einem mehr als günstigen Preis gefunden habe – doch zunächst die drei Zusatzfragen von Hotaru, als Einstimmung auf das weihnachtliche Filmvergnügen für die ganze Familie:


1. Wer steht vor Gericht? — eine Kleinkriminelle, die beim Juwelendiebstahl erwischt wird.
2. Um was geht es? — um die Vertagung des Urteils, das bis nach Weihnachten verschoben werden soll
3. Wie lautet das Urteil? — das bleibt bis zum Ende des Films ungewiss

Ach, wenn doch der böse Staatsanwalt nicht verfügt hätte, dass die arme Lee Leander (Barbara Stanwyck) die Weihnachtstage im kalten, ungemütlichen New Yorker Gefängnis verbringen muss. Ohne ihren geliebten Pelzmantel und ohne güldenes Geschmeide. In „Die unvergeßliche Weihnachtsnacht“ von 1940 konnte der Dame auch nicht helfen, dass ihr Verteidiger während der Vorverhandlung zu erklären versucht, dass der Anblick der funkelnden Steinchen seine Mandantin um den Verstand gebracht habe und sie nicht mehr Herrin ihrer Sinne gewesen sei. Aber da der Staatsanwalt (Fred MacMurray) doch nicht so ein übler Kerl ist und von Mitleid für die Delinquentin ergriffen wird, zahlt er die Kaution und nimmt sie mit zu seiner Mutter auf deren Farm in Indiana.

 

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(Bildquelle: http://m3.paperblog.com/i/27/270101/tonfilm-seitensprung-noch-ein-weihnachtsfilm-L-3bAOGD.jpeg)


 

Die Reise dort hin entwickelt sich äußerst amüsant, und als Lee auf der Sargent’schen Farm zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt, was Liebe und Zuneigung von herzensguten Menschen bedeuten, ist das Happy-End schon vorhersehbar. Genau das Richtige zu Weihnachten; ein „Gerichtsfilm“, der aus der Reihe tanzt, weil das zu erwartende Urteil für mich eigentlich schon nebensächlich ist: Das wollte ich an dieser Stelle noch loswerden, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich lieber über „Die zwölf Geschworenen“ oder „Zeugin der Anklage“ schreiben sollte.

 

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