Unsortierte Gedanken : ein Tartan für mich – Triggerwarnung # in Memoriam

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/50/a5/0d/50a50d9ba0a45a991879b80432ee20be.jpg)


 

 

Als Nachtrag zum Media Monday von vorgestern schreibe ich meine Eindrücke nieder, die ich während meines DVD-Abends hatte. Da ich auf Romeo und Julia am Montagabend keine Lust hatte, sagte ich mir, dass es an der Zeit wäre, mir die Downton-Abbey-Folge anzuschauen, die ich vor längerem aufgezeichnet hatte, als das ZDF sie eines Sonntagnachmittags zeigte: „A Journey to the Highlands“. Diese Folge hatte in meiner Sammlung bisher noch gefehlt; auf die Tasse Tee und das Glas Whisky habe ich allerdings verzichtet:


7. Zuletzt habe ich mir eine Aufnahme des Highland-Specials von Downton Abbey aus dem Fernsehen angeschaut und das war vorhin , weil mich das Fernsehprogramm („Romeo und Julia“) nicht vom Hocker riß und ich heute abend mal eine Downton-Abbey-Folge sehen wollte, die ich noch nicht kannte. Witzigerweise war die ausgestrahlte Version von „Romeo und Julia“ von Julian Fellowes, dem Erfinder von Downton Abbey – habe ich aber erst hinterher festgestellt.


 

Dass mich die Erinnerungen einholen würden, damit hätte ich jedoch nicht gerechnet. Plötzlich nämlich war da der Jägerball auf Schloss Duneagle, und die feine Gesellschaft nebst Personal tanzte all die Tänze, die ich bis vor zwei Jahren auch noch gekannt hatte.

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/1d/7c/5a/1d7c5ad02a3e7474df356ede3a5233d0.jpg)

Jeden Dienstag waren Andy und ich abends zum Scottish Country Dancing nach Frankfurt gefahren, wo wir in einer Gruppe ständig wechselnder Stärke zwei Stunden lang fleißig übten. Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen waren wir aber nun lange nicht mehr mit von der Partie gewesen.

Aber schön, dass Matthew Crawleys Tanzkünste ausreichen, um einen „Dashing White Sergeant“ zu tanzen – ich hätte ja gerne gesehen, wie bei dem Jägerball ein „Reel of the 51st Division“ oder „Shiftin‘ Bobbins“ getanzt wird; an dieser Stelle die Tänze im Einzelnen zu erklären, würde jetzt aber nun wirklich zu weit führen. Den nächsten Flashback erlebte ich dann beim Anblick des Tartans, den einige der Gäste trugen.

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/dc/5e/4a/dc5e4a4009fc3b0995dcb49881476206.jpg)


 

Genau so einen hatte mein Andy, und den trug er dann auch, als ich ihn zum letzten Mal vor der Trauerfeier sah. Ein Strathspey-Tartan, ehemals getragen von einem Regiment, das aber mittlerweile nicht mehr existiert und somit dieses Muster freigegeben worden ist. So jedenfalls wurde uns das erklärt, als wir den Stoff bestellten und die Maßanfertigung des Kilts für Andy in Auftrag gaben.

Ob es ein Fehler war, just an diesem Abend genau diese Folge sehen zu wollen? Es ist ein Kreuz mit diesen Erinnerungen. Sie kommen und gehen, ungefiltert und in den unpassendsten Momenten. Vielleicht sind sie der Grund, warum ich mich seit jenem Tag nicht überwinden kann, die angefangene Staffel von „Star Trek Voyager“ weiterzuschauen, dabei habe ich „Voyager“ geliebt. Aber immer, wenn wir es zusammen einschalteten, war es wie „a sort of homecoming“ (Assoziationen zu „The Unforgettable Fire“ von U2 sind nicht beabsichtigt, aber auch nicht unerwünscht).

Vielleicht werde ich eines Tages an der Stelle fortfahren, wo die Handlung über Nacht eingefroren wurde, doch bis dahin wird es seine Zeit brauchen. Trotzdem würde ich gerne im neuen Jahr mit dem Schottischen Tanz von neuem beginnen.

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