100 Creative Challenges # 62 – Spielkarten


 

Bei dieser Aufgabe der „100 Creative Challenges“ von Hotaru war mir von vornherein klar, dass ich eine oder auch mehrere Spielkarten selbst entwerfen würde; die Frage war nur, um welche Art von Karte es sich handeln würde. Normale Rommé- oder Skatkarten schieden aus, und in die engere Wahl zog ich Quartett- und Tarotkarten:

Lass dich von Spielkarten für ein visuelles Werk inspirieren.


 

Nachdem ich herausgefunden habe, wie anstrengend es für mich ist, auch nur eine einzige Karte mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms zu entwerfen, bin ich fürs erste bei der einer einzigen geblieben. Auf das Basteln eines Satzes Quartettkarten möchte ich gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen. Und obwohl ich auf dem Gebiet der Tarotkarten kein Experte bin, finde ich vieles, was an Abbildungen im Internet kursiert, optisch äußerst ansprechend. Also habe ich mich von der mannigfaltigen Welt jener Karten zu einer Karte inspirieren lassen, die es in der Realität so nicht gibt…

 

 

spielkarte-ix

 

 

und weil sie dort nicht existiert, ergibt auch der Name, den ich dazu erfinden würde, erst recht keinen Sinn…

IX – Die Blüte der Kreuze?

Welche Kreuze? Ach, es ist ein Kreuz… „In der Blüte unseres Lebens geraten wir an einen Wendepunkt“, wäre eine mögliche Deutungsvariante. Oder soll es für mich doch irgendwann noch einmal rote Rosen regnen, nach all den Kreuzen, die ich bisher schon tragen durfte und die in Zukunft noch auf mich zukommen? Oder ist mein laienhafter Versuch des Wahrsagens am Ende einfach nur ein einziger, blühender Blödsinn?

 

 

to be continued.

12 magische Mottos 2017 : Januar – Abstraktion


 

Durch Zufall habe ich in meinem Blog-Reader ein Fotoprojekt auf dem Blog von paleica entdeckt, bei dem man unter dem Stichwort „12 magische Mottos 2017“ jeden Monat ein geeignetes Foto zu einem Stichwort auf seinem Blog veröffentlichen und zu der Aktion verlinken kann.

In den letzten Jahren habe ich unheimlich viel fotografiert und glaube, dass sich in meinem Archiv zu dem aktuellen Motto „Abstraktion“ etwas passendes finden lässt.


 

 
abstraktion-janner


 

 

Das Foto, das ich sozusagen auf den letzten Drücker veröffentliche, habe ich im Sommer des Jahres 2009 in über 2000 Meter Höhe in der Schweiz aufgenommen, als Symbol für Technik. Ob es eine Turbine oder ein riesiges Schaufelrad war, habe ich leider vergessen.     …………………………     Ich hoffe es ist noch nicht zu spät.

Media Monday # 292


 

Heute sehe ich rot, denn es ist wieder Media Monday, Folge 292. Inzwischen mache ich dabei gerne mit, denn Lückentexte fülle ich gerne aus, wenn es interessante Themen gibt, mit denen man sie bestücken kann. Diesmal in rotem Fettdruck.

 

1. Die Oscar-Nominierungen langweilen mich mehr und mehr mit jedem Jahr. Wann fing das eigentlich an, dieses Mehrfachnominieren und Überhäufen einzelner Filme mit Oscars – sechs, sieben, zehn, vierzehn? So toll kann m.E. Kein Film sein, dass diese Oscarinflation gerechtfertigt wäre. Und dabei gibt es so viele Filme, die beachtenswert sind.

2. Sehr gespannt bin ich ja schon auf die fünfte und sechste Staffel von Game of Thrones. Die vierte wird gerade auf RTL2 wiederholt.

3. Gemessen an dem Budget von 80.000,– D-Mark , muss ich ja sagen dass Katja von Garnier mit ihrem Film „Abgeschminkt!“ ein wirklicher Hit gelungen ist.

4. Unser Käsblatt ist absolut fesselnde Lektüre, denn nirgendwo sonst gibt es so viele faszinierende Stellenanzeigen, bei denen ich erst einmal ein Lexikon befragen muss, was man in diesem Beruf so tut. Aktuelles Beispiel: Die Stadt Dreieich sucht einen männlichen oder weiblichen Feldschütz für drei Jahre. Ich kenne diese Flurwärter nur noch aus Erzählungen meiner Mutter, die von einem solchen als Kind beim Äpfelstibitzen erwischt wurde und die Ohren langgezogen bekam. Und laut Wikipedia „obliegt den Feldschützen die Sicherheit von landwirtschaftlich genutzten Feldern. Sie sollten potenzielle Diebe davon abhalten, Gemüse und Obst zu entwenden oder tatsächliche Diebe auf frischer Tat stellen“

5. Ohne eine kleine, aber feine Auswahl an Speis und Trank in meinem Kühlschrank würde ich mein Heimkino nur halb so sehr genießen, immerhin machen mich lange Filme hungrig und durstig.

6. Das US-Remake von „The Ring“ ist in meinen Augen sogar besser als das japanische Original wegen der Art, wie die gruselige Stimmung visuell eingefangen wurde. Besonders der brennende Baum hat es mir angetan.

7. Zuletzt habe ich wieder mal „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada gelesen, und das war schwer verdauliche Kost, weil aus allen Zeilen Angst und Beklemmung sprechen und allgegenwärtig sind.

 

100 Creative Challenges # 23 : Haiku

 


Lyrik lese ich sehr gerne, doch recht ungewohnt für unsere Ohren ist die Gedichtform des Haiku; ein Gedicht, das man in drei Zeilen nach dem Schema „fünf Silben – sieben Silben – fünf Silben“ aufteilt. Oft sind es Landschaftsbeschreibungen oder Momentaufnahmen, die in einem Haiku zum Ausdruck kommen, so weit die Theorie, wie ich sie verstanden habe.

Bei den „100 Creative Challenges“ hat hotaru als 23. Aufgabe vorgeschlagen, selbst mal ein Haiku zu verfassen:

Schreib ein Haiku über das, was dir heute passiert ist oder was in den Nachrichten steht. Bonus: Illustriere dieses Haiku.


Was in den Nachrichten steht:

Die aktuellen Nachrichten in siebzehn Silben, nach diesem Schema geben für mich nicht viel her, aber ein Thema hat mich vergangene Woche dann doch beschäftigt:

Falsche Nachrichten

ich sehe sie überall

in den Medien.

Und zu den wahren Nachrichten, die über den großen Teich zu uns ‚rüberschwappen:

Was heute geschah

fast erscheint es nicht als wahr

in der ganzen Welt.

Man möge es mir nachsehen, aber ich möchte weder Fake News illustrieren noch den amerikanischen Präsidenten porträtieren.


Was mir heute passiert ist:

Bist Du im öffentlichen Raum unterwegs, erlebst Du immer was. Manchmal mehr, manchmal weniger …

Eisklotz fällt herab

schlägt hinter Passanten auf

Glück: nichts ist passiert

—————————————

Rolltreppe bleibt steh’n

bringt mich beinahe zu Fall

mitten in der Fahrt

Heil zu Hause angekommen, kann ich mich nun beim Freitagabendkrimi mit Brenda Blethyn entspannen. Ehrlich gesagt, kann ich mir diese Schauspielerin nun wirklich nicht als Ermittlerin vorstellen; aber dass sie nichts Glamouröses an sich hat und auch nicht so aufgestylt wie Rizzoli & Isles oder andere Krimihelden daher kommt, macht sie mir doch gleich sympathisch            (kurzer Nachtrag: der Krimi auf zdf neo war wirklich spannend, aber die große Überraschung hielt vox mit „Special Victims Unit“ bereit: Auch hier spielte Brenda Blethyn mit, diesmal aber als Verbrecherin).

Corlys Serienmittwoch # 56 : 3 Seriencharaktere für eine einsame Insel

 

Auf dem Blog von corly habe ich zum Thema „Serienmittwoch“ eine Mitmachaufgabe entdeckt, die mich reizen würde, obwohl ich den Vorläufer „3 Seriencharaktere für eine einsame Insel“ nicht kenne und bei ihm auch nicht mitgemacht habe. Mal überlegen: Welche drei Seriencharaktere würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen? Schwer zu sagen, aber was ich definitiv nicht bräuchte, wäre eine Quasselstrippe oder ein Besserwisser, und da kommen schon mal etliche Ärzte aus „Grey’s Anatomy“ nicht in Frage. Spinnen wir den Faden mal weiter… die aktuelle Aufgabe heißt nämlich:

Serienmittwoch 56: Mitmachaufgabe: Schreib was zum Thema 3 Seriencharaktere für eine einsame Insel – Heute möchte ich, dass ihr mir dazu eine Szene oder eine Geschichte schreibt. Schreibt mir was ihr mit euren Seriencharaktere auf der Insel erlebt habt. Das kann kurz oder lang sein. Ganz wie es euch gefällt.“


Na, wenn das so ist… Let’s get happy and schreib‘ a very abenteuerlich‘ Story, die in meinem Fall dummerweise sehr, sehr lang geworden ist. Ich nenne sie …


Contact

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrh! Geronimo!“ Ein wilder Schrei, scheinbar aus dem Nichts kommend, ließ mich entsetzt in die Höhe springen. Ooooouh Mann! Wer um Himmels Willen riß mich so unsanft aus dem Schlaf, den ich endlich nach meiner langen Suche nach einem Unterschlupf in dieser Einöde gefunden hatte? Ich stand vor meiner halb eingestürzten Baracke und starrte entgeistert hinunter zum Strand, der übersät war mit rauchenden Trümmern aus Metall, Glas und schwelendem, einst blauem Holz. Kaum zu glauben, dass sich hier kurz zuvor außer Steinen, Seetang und Hinterlassenschaften der Möwen nichts aufregendes befunden hatte; und nun sah es aus, wie nach dem jüngsten Gericht. Irgend etwas war abgestürzt, und ich hatte keinen Schimmer, was das wohl sein mochte. Lebenszeichen? Fehlanzeige. Oder doch nicht?

Plötzlich regtes sich etwas. Vielleicht der, der mich so unsanft geweckt hatte? Vorsichtig näherte ich mich den Holzteilen, die an einer Stelle eine Art Wall bildeten, und fasste sie näher ins Auge. Mit allem hätte ich ja gerechnet, aber nicht mit dem Krater, der sich hinter dem Wall auftat; und in diesem Krater irrte jemand stöhnend, auf allen Vieren und völlig orientierungslos umher. Hustend, schnaufend und rußbeschmiert, kam er langsam in meine Richtung gekrochen. War das eine Arbeit, bis ich ihn aus dem Krater herausgezogen hatte. Und nochmal zwei gefühlte Stunden später wußte ich dann auch endlich, wer der Schiffbrüchige war. Obwohl er strenggenommen nicht mit einem Schiff gestrandet war, und einen Doktor konnte man doch immer gebrauchen. Ein bißchen einsilbig war er ja schon, aber offensichtlich stand er noch unter Schock, nach dem Verlust, den er bei dieser Havarie erlitten hatte. „Meine Tardis, meine Tardis…“ war zunächst alles, was aus ihm herauskam.

Der einzige Überlebende eines solchen Unglücks zu sein, ist grauenhaft – ich weiß… Nur zu gut konnte ich mir vorstellen, was nun in ihm vorgehen mochte. Alles, was ich für ihn tun konnte, war ihm eine Ecke in der Baracke und etwas aus meinem Wasservorrat anzubieten, den ich seit meiner Entdeckung der kleinen Quelle angelegt hatte. Ohne diese Frischwasserversorgung hätten wir beide sicher alt ausgesehen – der Fed-Ex-Flieger, der nur kurz nach meiner Ankunft hier runtergekommen war, hatte nämlich alles mögliche geladen, aber nur kein Wasser: Konservendosen, Werkzeug, Elektronischen Schnickschnack (der erst durch den Aufprall und dann durch den Kontakt mit Wasser unbrauchbar geworden war), Sportgeräte und anderes Zeugs, das Leute eben so Online kaufen und sich liefern lassen. Einiges hatte ich ohne Mühe herausfischen können, weil ich schnell genug gewesen war. Andere Dinge, wie den altmodischen Werkzeugkoffer, hatte ich erst nach mehrmaligen Tauchgängen bergen können, und bei dem Basketball hatte die Strömung dafür gesorgt, dass er fast wie von selbst vor meinen Füßen zu liegen kam. Einen Korb hatte ich zwar nicht, aber einen Edding, und mit dem hatte ich ihm ein Gesicht aufgemalt und meinen neuen Freund „Wilson“ getauft. Blöd war nur, dass man mit Wilson nicht viel unternehmen konnte, geschweige denn eine Unterhaltung führen, aber dafür kaute er einem auch nicht das Ohr ab. Ganz einfach ein pflegeleichter, wenn auch etwas langweiliger Geselle.

Allons-y“, riß mich der Doktor aus meinen Grübeleien. Ach, wie schön, er ist zum Reden aufgelegt. Vielleicht würde ich nun erfahren, wie es kam, dass er ausgerechnet hier gelandet und was das Geheimnis der blauen Trümmer war, zwischen die ein funktionsuntüchtiges Telefon aus den Vierziger Jahren geraten war. Indes, meine Geduld wurde in den nächsten Tagen auf eine harte Probe gestellt. Nur häppchenweise bekam ich heraus, was geschehen war, und einen ganz bestimmten Teil davon durfte ich mir selbst zusammenreimen. Viel war es nicht: Er, der Doktor, war mit seiner Tardis unterwegs (wer auch immer das sein mochte) gewesen, als aus heiterem Himmel oder besser gesagt, aus irgendeiner unerforschten Ecke des Universums ein gleißend heller Blitz erschienen war, gefolgt von einem grauenvollen Geräusch, und ihm einen Blick in das Innere der Gloriole ermöglicht hatte.

In diesem einen, letzten kurzen Augenblick hatte er das erfasst, was die kommenden Ereignisse verursacht hatte, bevor sein Reisemobil von einer Kraft ungeahnten Ausmaßes gesprengt worden war und alles um ihn herum in tiefstes Nachtschwarz getaucht wurde. Was immer es auch gewesen war, es war verantwortlich für das Verschwinden seiner Tardis, und es würde ganz bestimmt wiederkommen. „Und dafür müssen wir gewappnet sein“, waren seine Worte, als sich die Schilderung seines Erlebnisses dem Ende zuneigte. „Streng genommen sind das nicht mal meine Worte, sondern die eines Gefährten, der mich einst für kurze Zeit begleitet hat. Er war immer davon überzeugt, dass sich im 21. Jahrhundert alles ändern würde, und die Menschheit gewappnet sein müsse.“ Gewappnet wofür? Für die Begegnung mit Außerirdischen? Ja, nee, is klar.

Danach wünschte ich mir, ich hätte nicht so vorschnell geurteilt. Wie man weiß, ist das Böse immer und überall, und in diesem Fall hatte der Doktor es vor seinem Zusammenstoß gesehen: gekleidet in eine schwarz-rote Uniform, über eine Konsole gebeugt und flankiert von zwei Gestalten mit spitzen Ohren. Die eine in der gleichen, wenn auch andersfarbigen Uniform, die andere, ein Typ in mittelalterlicher Lederkluft mit langen Haaren und einem Köcher mit Pfeilen auf dem Rücken. Und beide waren tatsächlich real. Von wegen Hirngespinst – wie waren die beiden bloß hierher gekommen? Schon hatten sie den Krater erreicht, und nur noch wenige Meter trennten uns voneinander. Na toll. Während der Doktor und ich unbewaffnet waren, trugen die beiden Spitzohren ein kleines Arsenal mit sich. Elektroschocker und Pfeil mit Bogen; was konnten wir dagegen schon ausrichten… Meinen Kumpel Wilson mit einem gezielten Wurf auf beide Typen abfeuern? Eine Sportskanone bin ich noch nie gewesen, und zum Totstellen war es jetzt zu spät. Andererseits… warum kramte und fummelte der Doktor plötzlich so hektisch in seinen Taschen?

Noch bevor die beiden Eindringlinge bei uns waren, hatte der Doktor schon einen Schraubenzieher gezogen und… what? Are you kidding me? – Einen Schraubenzieher: wahrlich eine tolle Waffe. Da lachen ja die Hühner. Aber das Lachen sollte mir im Halse steckenbleiben. Das Ding produzierte so einen infernalischen Lärm, dass ich mir unwillkürlich die Ohren zuhalten musste. Und damit war ich nicht allein, denn auch die Neuankömmlinge wurden vom gleichen Reflex übermannt – und somit außer Gefecht gesetzt. Denn jemand mit zwei gesunden Armen kann nur eins: Ohren zuhalten oder Waffe zücken. Wir durften noch ein Weilchen in dieser akustischen Hölle schmoren, dann schaltete der Doktor den Schallschraubenzieher, wie er das Werkzeug nannte, aus und forderte von unseren spitzohrigen Besuchern eine Erklärung über ihr Auftauchen an diesem abgelegenen Ort, nachdem er sie schon einmal gesehen hatte und danach für immer von seiner geliebten Tardis getrennt worden war. Ja, da wäre ich auch sauer gewesen, wenn man mir meinen Geliebten entreißt und verschwinden lässt, oder vielleicht noch schlimmeres.

Schlimmeres? Ja, das Rätsel sollte gelöst werden: Die Tardis war für immer verloren. Aber im Grunde saßen wir vier hier im selben Boot und auf diesem vermaledeiten Eiland im ewigen, ein halbes Jahr dauernden Sommer fest. Denn die beiden Herren waren keinesfalls der Feind, für den wir sie gehalten hatten. Der schwarz-gelb Gewandete hielt sich und seinen Kumpel, der sich Legolas nannte, für den Spielball von jemandem, mit dem er unterwegs rein zufällig zusammengestoßen und mit seinem Raumschiff quer durchs Universum katapultiert worden war . Legolas selbst war durch einen weiteren Zufall in sein Raumschiff gelangt, er wusste selbst nicht wie – und am Schluß waren sie auf der Erde gestrandet, ohne zu wissen, für wie lange. Zuvor aber hatten sie noch diesen Jemand überwältigt und ins nächste Wurmloch befördert, mit unbekanntem Ziel.

Leider war nun auch das Raumschiff fürs erste verschwunden, offenbar aber zum Glück nicht allzu fern. Nichts ist aber bekanntlich für immer, und der schwarz-gelb Uniformierte namens Tuvok war sich ganz sicher, dass sein „Kommunikator“ noch funktionierte. Mit dem sollte der Kontakt hergestellt werden, derweil Legolas die Insel auf der Suche nach jagdbarer Nahrung zu durchforsten gedachte. Im Prinzip eine gute Idee, denn ewig würden die von Fed-Ex „gesponserten“ Vorräte nicht ewig reichen, zumal wir inzwischen zu viert waren. Dumm nur, dass mir mir seit meiner Ankunft noch kein einziges Tier begegnet war, das man hätte jagen können.

Abwechslung auf dem Speiseplan? Fischfang macht’s möglich, und der „Sonic Screwdriver“ des Doktors war hilfreich beim Bau von Angeln, mit denen wir uns unserer neuen Aufgabe widmeten. Irgendwie mussten wir ja etwas Sinnvolles tun, so lange das Raumschiff auf sich warten ließ. Tag um Tag zog vorbei, und allmählich wurde unsere Lage prekär, denn obwohl wir die Baracke endlich dank der Trümmer an unserem Krater wind- und wetterfest machen konnten, wurde es nach und nach merklich kühler und die Tage nicht mehr ganz so lang. Bald schon würde die Jahreszeit nahen, in der sich die Sonne nur noch für wenige Stunden über dem Horizont zeigen würde, um für die übrige Zeit wieder zu verschwinden. Schon zeigten sich die ersten Eisschollen am Horizont, und gelegentlich tauchten kleinere Pinguinschwärme auf.

Doch noch etwas zeigte sich, und das war das, womit ich überhaupt nicht mehr gerechnet hatte. Das Raumschiff! Ein helles Leuchten, ein flirrendes Geräusch, und schon im nächsten Moment war auf dieser Insel keiner mehr von uns. Und noch etwas erschien uns wie ein Wunder. Die Tardis, sie lebte, eingebettet in ein neues Gehäuse, nachdem das alte in Form einer Police Box durch den unfreiwilligen Kontakt mit Tuvoks Raumschiff in unzählige Einzeilteile zersprengt worden war. Am Ende war sie es, die das arg lädierte Raumschiff zu uns geführt hatte; und sie würde mich am Schluß auch wieder in mein altes Leben zurückbringen. Davon war ich fest überzeugt.

The End

tardis


Dramatis personae:

ich (der Esel nennt sich immer zuerst), der Doktor (Doktor wer? – Doctor Who), der Vulkanier Tuvok (mögest du lange und glücklich leben) und Legolas (Elben haben doofe Ohren), and last but not least Wilson (mein monochromer Freund), den ich leider nicht mehr auf die Voyager mitnehmen konnte. Möge er auf dieser Insel im südlichen Atlantik den Rest seines Daseins fristen und zukünftigen Gestrandeten als Gefährte dienen. Vielleicht kommt auch ein Pinguin vorbei und adoptiert ihn als Ei.

100 Creative Challenges # 43 : Reime

Die „100 Creative Challenges“ stellen mich vor Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads, aber erstens kann ich mir aussuchen, was davon ich zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2017 anpacke, und zweitens soll es ja auch noch Spaß machen. Daher picke ich mir die von hotaru gestellten Kreativaufgaben kreuz und quer heraus, ganz wie ich lustig bin.

Habe ich zuletzt vorwiegend Fotografien als sogenannte visuelle Werke präsentiert, so gibt es diesmal von mir einen Wortbeitrag zur Aufgabe Nr. 43:

Arbeite mit Reimwörtern“

Als Einleitung dazu greife ich zu einem abgedroschenen Filmzitat: „Winter is coming“… wie meinen? Leider habe ich die ersten vier Folgen der vierten Staffel von Game of Thrones verpasst. Da habe ich mir gedacht, ich grabe selbst einmal nach Winterbildern und -gedichten, die ich vor längerem selbst kreiert habe.

nasser-monat-43

 

Wasser marsch! Das folgende Gedicht stammt vom 24. Mai 2013, als jener Monat untypischerweise kalt und nass für die damalige Jahreszeit war:


 

Applaus, Applaus!

Bald kommt der Nikolaus

Im Harz, ganz oben auf dem Brocken,

da stürmt und schneit es weiße Flocken:

Was für ein grottenschlechter Jokus,

der Monat Mai ist für den Lokus.

Tuff-Tä! Mit dieser bahnbrechenden Büttenrede rufe ich den Trendschuh des Sommers 2013 aus: Es lebe der Gummistiefel. – Freitag, 24. Mai 2013


 

Die große Dichtkunst war das nicht, aber es reimt sich, und das Versmaß holpert auch nicht. Was will ich mehr?

Media Monday #291

 

Nach längerer Abwesenheit hatte ich heute mal wieder Lust, beim Media Monday mitzumachen. Den Lückentext habe ich mit oranger Kursivschrift gefüllt.


 

1. “LaLaLand“ ist in meinen Augen vielfach überschätzt, schließlich stehe ich Lobhudeleien skeptisch gegenüber. Vor allem, wenn es sich um ein Film-Musical handelt; und für mich gibt es nur wenige Musickalfilme, die meinen Geschmack treffen. Da müssen die Darsteller schon sehr gut singen können, und in diesem Fall tut der Gesang meinen Ohren weh.

2. Wohingegen ich keinen blassen Schimmer habe, wer bitte gerne langsam ins Rampenlicht hinüberwechseln dürfte, immerhin gibt es so viele gute „kleine“ Filme oder nicht ganz so bekannte Darsteller, da fällt mir eine Auswahl schwer .

3. Miss Marple wurde bereits von mehreren DarstellerInnen verkörpert, doch am überzeugendsten war bisher sicherlich für mich Joan Hickson, weil sie der Romanfigur am ähnlichsten ist – obwohl ich die Filme mit Margaret Rutherford einfach nur genial finde, auch wenn Agatha Christie die Art, wie sie ihre Krimiheldin verkörpert, nicht sonderlich gut fand.

4. Damit ich mich so richtig grusele, muss nicht literweise Blut fließen oder pausenlos gemetzelt werden, aber Beleuchtung und unterschwellig bedrohlich wirkende Musik können viel zu einem Gefühl des Grausens beitragen.

5. Wenn es darum geht, opulenten Luxus und den Lifestyle der High Society zu inszenieren, hat “Downton Abbey“ die Nase ganz weit vorn, denn gerade in den 20er Jahren wurde m.E. Dekadenz ein letztes Mal so richtig auf die Spitze getrieben.

6. Dystopische und/oder endzeitliche Geschichten deprimieren mich inzwischen. Dabei habe ich mich so darauf gefreut, „Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1 und 2“ zu sehen; aber nach dem 1.Teil konnte ich einfach nicht mehr.

7. Zuletzt habe ich “Call the Midwife, Staffel 6“ gesehen und das war seltsam, weil mir Staffel vier und fünf noch fehlen. Ich hole gerade die dritte Staffel auf deutsch nach, während die sechste und aktuelle Staffel auf BBC One in der Originalsprache läuft.


 

Das war’s mal wieder für den Beginn der Woche. Wie immer bin ich selbst ganz überrascht, was mir zu den einzelnen Punkten jedesmal einfällt.

100 Creative Challenges # 21 : erster Satz auf einer beliebigen Buchseite

Bei der nächsten Aufgabe der „100 Creative Challenges“ bin ich den umgekehrten Weg gegangen – gerade hatte ich die beiden Bücher „Die Kwimpers“ von Richard Powell und „08/15“ von Hans Hellmut Kirst ausgelesen, da blieb ich an der 21. Aufgabe hängen, die da lautet:

—————————– @@@ —————————-

Schlage spontan eine Seite in einem Buch auf und lass dich vom ersten Satz für ein visuelles Werk inspirieren.

—————————– @@@ —————————-

Kurzentschlossen nahm ich beide Bücher zur Hand und schlug sie einfach irgendwo auf, um dann (so mein Plan) ein dazu passendes Bild aus meinem großen Archiv zu finden:

Die Kwimpers“ von Richard Powell – Seite 46: Nicht ein einziges Auto kam den ganzen nächsten Tag auf der Straße vorbei.

08/15 von Hans Hellmut Kirst – Seite 78: Das bemerkte er erst, als er wieder hinein wollte. Die Tür, so stellte er verwundert fest, hatte ein Schnappschloß und war von außen ohne Schlüssel nicht zu öffnen, ein Werk des Bastlers Freitag, der nicht umsonst ein hervorragender Mechaniker war.

—————————– @@@ —————————-

aufgabe-21-a

—————————– @@@ —————————-

Bilder von Türen, zumal mit Schnappschloß, habe ich zwar keine gefunden, aber dafür jede Menge Landschaftsbilder. Aber es sollte eine Straße in einer einsamen Landschaft darauf zu sehen sein, weil die Hauptpersonen des Romans, die Familie Kwimper aus Cranberry County, auf einer neu angelegten, aber offiziell noch nicht für die Allgemeinheit freigebenen Straße strandet und sich dort ihr Leben neu einrichten muss.

Da passt diese einsame Landstraße im Odenwald, die ich vom höchsten Punkt des Kaiserturms aus fotografiert habe, doch ganz gut.

100 Creative Challenges : 97 – Fensterbank

Und weiter geht es mit dem unsystematischen Aufgabenhopping bei den „100 Creative Challenges“ von Hotaru. Diesmal springe ich bis fast ans Ende, zur Aufgabe Nr. 97, die da lautet:

Was befindet sich auf deinemFensterbrett?Nutze es als Inspiration für ein visuelles Werk.


 

Auf meiner Fensterbank steht allerlei Krimskrams, doch das hübscheste Stück ist eine batteriebetriebene Lampe aus den 50er/60er Jahren, die ich einst von meinem Papa geschenkt bekommen habe.


Sie besteht aus einem Plastikseehund, einer Seifendose und einem Lichtschalter und hat jahrelang nicht mehr funktioniert. Nachdem es viele Jahre wegen fehlgeschlagener Reparaturversuche in einer Kiste auf dem Speicher ein Dasein in Dunkelheit gefristet hatte, nahm sich mein Mann 2014 des Lämpchens an und rüstete es auf LED-Betrieb um. So hat es nun endlich seinen Platz seit Nikolaus 2014 im Wohnzimmer und wird von mir ab und zu eingeschaltet. An Neujahr 2015 habe ich ihm sogar einen eigenen Blogbeitrag gewidmet. Zuletzt habe ich es am vergangenen Weihnachtsfest fotografiert, flankiert von zwei Weihnachtslampions, und dieses Bild meinen Freunden als Weihnachtsgruß geschickt.


Nun darf es hier noch einmal leuchten.

23-12-03

100 Creative Challenges : 41 & 81 – Stories aus max. 10 Wörtern

Heute kommt ein echtes Two-in-One-Produkt, denn bei dem Jahresprojekt „100 Creative Challenges“ von Hotaru habe ich tatsächlich zwei Aufgaben gefunden, die ich in einem einzigen Beitrag zusammenfassen kann:

Aufgabe 81: Schreibe eine Liebesgeschichte mit max. 10 Wörtern.

Aufgabe 41: Schreib eine Gruselgeschichte mit max. 10 Wörtern.

Bonus: Illustriere sie.

Die Geschichten sind mir relativ schnell eingefallen, aber bis ich in meinem Bilderfundus geeignetes Illustrationsmaterial gefunden habe, das hat gedauert. Und so präsentiere ich nun meine wirklich kurzen Kurzgeschichten, die ich in die entsprechenden Fotos hineingedruckt habe

Aufgabe 81: Agatha twitterte: „Elf Minuten sind um. Ich warte noch immer“


Agatha.jpg


Aufgabe 41: Die Monster aus der Geisterbahn wurden real. Sie vernichteten alles.

monster-41


Beide haben je 10 Wörter. Kürzer ging’s nun wirklich nicht. 

 

PS – Vielleicht geht Zement ja hier, in einer Twitterkurzgeschichte von Tiny Tale:

Ned hatte noch nie etwas schöneres gesehen.
Die Korallenriffe schimmerten wie eine außerirdische Stadt.
An seinen Füßen zerrte der Betonklotz.

Leider weiß ich an dieser Stelle nicht mehr, wer diese Twitterkurzgeschichte geschrieben hat, aber eins ist somit sicher: Ich bin nicht der Urheber.