Serienmittwoch 58: Mitmachaufgabe: Bücher als Serie


 

Es ist Mittwoch, und auf dem Blog von corly gibt es eine neue Ausgabe des Serienmittwochs, der sich heute mit der folgenden Frage beschäftigt:

Welche Bücher würdet ihr gerne als Serien verfilmt sehen oder andersrum(falls ihr nicht so belesen seid): Welche Serie würde sich für euch lohnen um nach einem Buch zu greifen, sollte es davon Bücher geben?

Und sogleich habe ich ein Déjà-vu, denn genau zu dieser Frage habe ich erst vor kurzem jemandem meine Favoriten im Kommentarfeld mitgeteilt (wenn ich nur wüßte, wer das war…), und natürlich kann es sich m.E. bei Büchern, die in die Serienverfilmung gehen sollen, nur um mehrbändige Fortsetzungsromane handeln. Die Crux bei solchen Büchern liegt für mich darin, dass irgendwann die Qualität nachlässt. Entweder, weil dem Schriftsteller/der Schriftstellerin die Ideen ausgehen oder sie sich in zu vielen Handlungssträngen und damit die Übersicht verlieren. Sei’s drum.

 

Hätte es in meiner Vorstellung eine Romanserie es verdient, verfilmt zu werden, so würde ich mich für „Die Chroniken von Deverry“ von Katharine Kerr entscheiden. In dieser fünfzehnbändigen Fantasyserie gibt es jede Menge Action auf dem Schlachtfeld, Intrigen an Adelshöfen, Magie jedweder Art und verschiedene Welten, Zeitalter und Bewusstseinsebenen.

 
Klingt verworren, aber im Grunde geht es um einen Magier, der von den Göttern dazu vergattert wurde, nicht eher zu sterben, bis er eine alte Schuld beglichen hat und dadurch ein unnatürlich langes Leben verliehen bekommt. Auf seinem Weg durch die Jahrhunderte trifft er immer wieder auf die unterschiedlichen Reinkarnationen der Personen, die miteinander und mit ihm von Anfang an verbunden waren. Wie oft ich die Chroniken schon gelesen habe, kann ich schon gar nicht mehr sagen. Dreimal, viermal, fünfmal? Im Prinzip kenne ich die Story, aber ich finde doch immer wieder etwas neues, was ich darin entdecken kann, und zur Zeit liegt hier der ausgelesene fünfte Band herum, doch bis ich zum Weiterlesen komme, wird es noch dauern. Die englische Wikipedia-Ausgabe sortiert Katharine Kerrs Deverry-Saga in das Genre „Celtic-influenced high fantasy“ ein.

 
Dagegen kann man die nächste, bislang noch nicht abgeschlossene Romanserie „Schwestern des Mondes“ von Yasmine Galenorn dem Genre „Urban Fantasy“ zurechnen. Die auf achtzehn Bände angelegte Saga um die drei D’Artigo-Schwestern (Hexe, Vampirin, Werkatze) spielt im modernen Seattle, und hier steht der Kampf gegen Schattenschwinge, einen nahezu übermächtigen Gegner aus der Anderwelt im Mittelpunkt, der daran gehindert werden soll, die diesseitige Welt zu vernichten. Dabei müssen die Schwestern neun Geistsiegel an sich bringen, bevor Schattenschwinge sie in seine Fänge bekommt. Das Besondere an den Büchern, von denen vierzehn bisher in deutscher Sprache aufgelegt worden sind, ist nicht die Mixtur aus Magie, Sex und Action, sondern die Erzählperspektive.

 

Jeder Band wird in der Ich-Form von einer anderen der drei Schwestern erzählt: Band 1 von Camille („Die Hexe“), Band 2 von Delilah („Die Katze“), Band 3 von Menolly („Die Vampirin), und zwar exakt in dieser Reihenfolge, und mit Fortschreiten der Handlung werden die Gegner immer härter und die Schwierigkeiten immer größer.

 

Woran die Verfilmung dieser Bücher allerdings scheitern könnte, ist das Fehlen jeglicher Ideen, wen ich mir als Darsteller und Darstellerinnen in den entscheidenden Rollen vorstellen könnte. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn nur wenn ich die Geschichte noch nicht im Fernsehen, im Kino oder auf DVD gesehen habe, wird meine Fantasie beim Lesen packender Geschichten wirklich angeregt, und die Gedanken können frei schweifen. Das ging mir beim „Herr der Ringe“ und beim „Erdsee“-Zyklus von Ursula K. Le Guin so. Als ich zuerst den Film „Der Name der Rose“ sah, hatte ich leider beim späteren Lesen der literarischen Vorlage nicht nur die Gesichter von Sean Connery und Christian Slater vor mir, sondern auch den gesamten Schauplatz, was mir – im Nachhinein betrachtet – den Genuß etwas getrübt hat. Aus diesem Grund verzichte ich gerne auf die Lektüre von „Game of Thrones“; als Fernsehserie finde ich dieses gigantische Werk für mich völlig ausreichend.

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7 Kommentare zu “Serienmittwoch 58: Mitmachaufgabe: Bücher als Serie

  1. Eine gute Erdsee – Verfilmung wünsche ich mir auch. Diew existierende Version ist ja übel. Hab Erdsee mehrfach gelesen 🙂

    Deine beiden angesprochenen Buchserien würden sich bestimmt gut als Serien machen 🙂

  2. Pingback: Serienmittwoch #58 – Bücher in Serienform – filmexe

  3. Huhu,

    Schwestern des Mondes könnte ich mir auch gut vorstellen. Da müsste ich aber auch erst mal genauer gucken wer als Darsteller in Frage käme.

    LG Corly

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