Die Flasche und ihr Inhalt.

Jo-ho-ho, und ’ne Buddel voll Rum. Nein, liebe Leser und Leserinnen, diesen Beitrag habe ich heute beim Stöbern gefunden, nachdem ich mich gerade von einem Flyer über eine Flaschenpostausstellung im Museum für Kommunikation (Frankfurt/M) getrennt habe. Die Ausstellung war letztes Jahr, daher brauche ich den Flyer nicht mehr.

Aber mich juckt es seit geraumer Zeit in den Fingern, auch mal eine Flaschenpost zu verfassen und in den Main zu werfen, in der Hoffnung, dass sie von dort in den Rhein fließen und dann stromabwärts in die Nordsee gelangen möge. Vielleicht nach Ijmuiden – dort, wo wir 2008 so glücklich waren…

flaschenpost_mrn2016

„Ich wusste, dass du mal so etwas machen würdest“, meinte meine Flaschenpost- und Bloggerkollegin Ina, als sie von diesem Projekt erfuhr. Mit „so etwas“ war eine Wanderflaschenpost gemeint. Kannte sie mich aus meinen bisherigen Aktivitäten schon so gut oder hatte ich mal irgendetwas davon verlauten lassen? Keine Anhnung.

bugelverschluss Heutzutage schon selten: Schnappverschluss mit Keramikstopfen

Wie auch immer, die Idee war mir gekommen, als ich bei den Haushaltswaren im Supermarkt eine klare 350 ml Flasche mit Schnappverschuss entdeckte. Weil der Stopfen des Schnappverschlusses aus Keramik war, griff ich sofort zu. Eine goldrichtige Entscheidung, denn schon bei der nächsten Lieferung wenige Tage später waren die Stopfen aus weißem Kunststoff. Und Plastik ist nun mal gegen die Ehre der Flaschenpostlerzunft: anfällig gegen Seewasser, UV-Strahlung oder sonst einen Zahn der Zeit, zerbröselt das Zeug irgendwann und belastet als Microplastik die Umwelt. Außerdem beißt sich das mit meinem nostalgischen Stilempfinden.

Ein Bügelverschluss lässt sich…

Ursprünglichen Post anzeigen 772 weitere Wörter

Advertisements

5 Kommentare zu “Die Flasche und ihr Inhalt.

  1. Oh, in Mainz habe ich schon einige Flaschen eingeworfen. Der Rhein lohnt sich meiner Erfahrung nach insgesamt. Wahrscheinlich weil auf der ganzen Strecke immer wieder Leute das Ufer absuchen, wird eine Menge gefunden. Das weiteste, was eine meiner Flaschen meines Wissens nach geschafft hat, war von Bonn bis kurz vor (oder hinter, weiss nicht mehr so genau) die holländische Grenze. Aber vielleicht klappt’s ja! Versuch’s doch mal, es gibt ja nicht viel zu verlieren. – Aber Vorsicht: Flaschenposten können geradezu süchtig machen 🙂

  2. Die Scotch-Flasche auf dem Foto, – viel zu schade für den Altglascontainer! Es wäre eine Sünde, aus so einer stilvollen Buddel keine Flaschenpost zu machen!
    Den schwarzen Griff des Korkens würde ich dann abschneiden und den Stopfen zum Schluss mit Bienenwachs oder Siegellack versiegeln.

    • Nee nee, keine Angst – diese Buddel behalte ich natürlich. Es war nur die einzige, von der ich ein Foto hatte. Aber im Grunde würde eine schlankere Flasche besser passen. Leere Scotchflaschen habe ich hier . Ich hoffe nur, sie sind nicht zu schwer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s