12 Magische Mottos 2017 – März : Bewegung


Kurzes Update: Anscheinend sind die Bilder in den Collagen zu klein, daher gibt es die Bilder nun einzeln nochmal in groß zu sehen.

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und die Discokugel

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und die Modenschau

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Das „magische Motto“ des Monats März auf dem Blog von paleica ist diesmal die Bewegung. Ein Thema mit vielen Möglichkeiten, und ein reizvolles obendrein, denn irgendwann habe ich beim Betrachten der bei Fotoexkursionen geschossenen Bilder festgestellt, dass Fotos, auf denen sich bewegende Personen verwischt oder unscharf aussehen, teilweise viel reizvoller auf mich wirken als die, auf denen die Bewegung eingefroren zu sein scheint.

 

Tatsächlich schien das früher ein echtes Qualitätsmerkmal gewesen zu sein, mit denen Hersteller von Kameras oder Blitzgeräten geworben haben; und je weiter die Technik fortschritt, desto kürzer waren die wählbaren Belichtungszeiten, die man bei Spiegelreflexkameras von Hand einstellen konnte: 1/1000 sec., 1/3000 sec., etc. – aber: Brauche ich das? Brauche ich wirklich „gestochen scharfe“ Aufnahmen?

 

2012 hatte ich die Gelegenheit, mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera bei der Luminale mit Blenden und Belichtungszeiten zu experimentieren. Während andere mit Stativen und riesigen Objektiven hantierten und sich mit ihrer Ausrüstung ’nen Wolf zu schleppen schienen, hatte ich nichts dabei außer einem antiquierten Handy und meiner Digitalkamera. Zusätzliches Objektiv? Fehlanzeige. Was ich ausprobieren wollte, war das Fotografieren mit längeren Belichtungszeiten von Hand. In einem Fotokurs hatte ich einst gelernt, dass freihändiges Fotografieren mit längeren Belichtungszeiten als 1/50 sec. zu verwackelten Resultaten führt. Aber das ist schon lange her, und damals konnte man noch nicht das löschen, was einem mißfiel. Was hatte ich also zu verlieren außer ein, zwei Stunden Zeit am Abend? Allerdings hatte ich die Rechnung ohne den Vorführeffekt gemacht.

 

Der Vorführeffekt

 

Wer kennt das nicht? – Da bemüht man sich, alles richtig zu machen, und dann geht alles schief; stolz wie Bolle möchte man die Fotos zeigen, und dann stürzt der Rechner ab… Oder man hat gerade das Motiv seiner Träume gefunden und hat schon den Finger am Auslöser, und genau in diesem Moment latschen Leute durchs Bild. Natürlich ist es diesen Leuten auch völlig egal, dass ihr Auftauchen fehl am Platz ist, und sie ignorieren einen auch komplett. Nun, in diesem Fall war es genau anders herum: Ich hatte es mir in einer Ecke gemütlich gemacht, die Belichtung an der Kamera auf 4 Sekunden eingestellt und harrte nun der Besuchermenge, deren Bewegungen im Raum rund um das gut ausgeleuchtete Kunstwerk ich festhalten wollte, in der Hoffnung, dass man von mir keine Notiz nehmen würde. Aber es war wie verhext: Ausgerechnet jetzt wollte ja niemand vor meiner Kamera vorbeilaufen, aus Angst, unbeabsichtigt ins Bild zu geraten. Wahrscheinlich hat mich die Mehrheit für plemplem gehalten, als ich ihnen sagte, sie sollten sich gar nicht um mich kümmern und dass es in Ordnung sei, wenn sie den Raum durchquerten (denn genau das hatte ich ja beabsichtigt). Am Ende sind dann doch Bilder herausgekommen, wie ich sie mir in etwa vorgestellt hatte:

 

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Aber nicht nur Bewegung von Menschen wollte ich festhalten. Einige Kunstwerke befassten sich genau damit: Bewegung von Objekten; egal, ob es ein Newtonsches Pendel aus leuchtenden Glühbirnen, ein hochgezogenes und fallengelassenes Tuch oder eine lichtreflektierende Discokugel war- auch diese Art von Bewegung habe ich mit der Kamera festgehalten, teilweise mit absurd langen Belichtungszeiten von einer halben oder einer Achtelsekunde, was einen schönen Verwischungsgrad hervorrief:

 

 

Zuletzt noch ein paar Momentaufnahmen einer Modenschau, die ich mit meinem Handy festgehalten habe. Diese Modenschau zum Thema „Leuchtstoff Catwalk“ von der Schule für Mode Grafik Design findet traditionell immer am Samstag vor der offiziellen Eröffnung der Luminale statt. Für mich sind die vorgeführten Kleidungsstücke mehr Kunst als Mode, und im Alltag würde wahrscheinlich niemand, den ich kenne, Tops, Hosen oder Röcke aus aneinandergenähten ausrangierten CDs, goldener Folie, neonfarbenem Tüll oder Netzstoff, der mit unzähligen LEDs bestückt ist, tragen. Man würde damit auffallen wie ein Alien. Aber darauf will ich auch gar nicht hinaus, sondern auf das am häufigsten vorkommende Element: neonfarbene Materialien, die von Schwarzlicht beleuchtet werden. Und davon wurde so einiges von den Mannequins präsentiert.

 

Wer schon einmal versucht hat, in einer von Schwarzlicht „erhellten“ Umgebung zu fotografieren, weiß vermutlich, welche Tücken dabei lauern. Verwischte Motive sind hier an der Tagesordnung, und weiße Kleidung an im Bild auftauchenden Zuschauern sind auch nicht gerade der Brüller. Trotzdem habe ich eine kleine Sammlung von einigermaßen brauchbaren Bildern zusammenbekommen, die ich in einer weiteren Collage zusammengefaßt habe.

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Eine meiner Aufnahmen hat es sogar damals in die Fotogalerie der Frankfurter Rundschau geschafft, obwohl sie von professioneller oder meisterhafter Qualität weit entfernt war. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich nicht weiter ausführen möchte. 

 

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