Into the blue : mein erster MMM dieses Jahr in blauem Pulli


 

Ist es schon so lange her, dass ich beim MeMadeMittwoch mitgemacht habe? Das ändere ich mit der aktuellen Ausgabe. Ich finde es immer wieder spannend, was andere mit Stoff und Maschine sowie Nadel und Faden zustande bringen. Im letzten Jahr war ich lieber bei den „12 letters of handmade fashion“ dabei, und dabei sollte es auch bleiben; familiäre Gründe machten es mir unmöglich, an der AnNäherung Süd in Würzburg und der AnNäherung in Bielefeld teilzunehmen – lediglich die NähNerd-Klassenfahrt nach Berlin nahm ich noch mit, um den Kopf freizubekommen. Aber zwei Trauerfälle innerhalb von fünf Monaten stecke ich dann doch nicht so einfach weg. Aber, es soll jetzt niemand erschreckt werden oder sich komisch fühlen. Es wird schon. Mit der Zeit.

 

So seltsam es auch klingt, aber Stricken war mir in gewisser Weise ein Trost und eine Hilfe. Und so kommt es, dass den Auftakt beim MMM mein neuer Frühjahrspulli macht, den ich in den letzten Wochen aus einem Garn mit Vorgeschichte gestrickt habe. Vielleicht komme ich demnächst nochmal auf diese Vorgeschichte zurück. Jetzt aber zu dem Corpus Delicti in Blau.

 

Das „Lovewool“-Magazin von Rico Design, das ich im Zeitschriftenregal bei REWE gefunden habe, ordnet dieses Top dem Schwierigkeitsgrad „leicht“ zu. Die beiden Bilder oben sind aus dem Heft abfotografiert. Nach einem Bündchen im Rippenmuster folgt das Grundmuster, dessen Musterrapport sich über jeweils 8 Maschen und 8 Reihen erstreckt:

 

~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~

Reihe 1: nur rechte Maschen

Reihe 2: nur linke Maschen

Reihe 3: 2 linke, 6 rechte Maschen

Reihe 4: 2 rechte, 6 linke Maschen

Reihe 5: nur rechte Maschen

Reihe 6: nur linke Maschen

Reihe 7: 4 rechte, 2 linke, 2 rechte Maschen

Reihe 8: 2 linke, 2 rechte, 4 linke Maschen

~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~

Außer an der Schulterpartie musste ich hier Maschen weder zu- noch abnehmen – die Form des Tops ist einfach nur quadratisch. Auf die Bündchen, die an die Armausschnitte angestrickt werden sollten, habe ich jedoch nach dem fünften erfolglosen Versuch aufgegeben und trage das Top jetzt „ärmellos“. Und noch einen Unterschied zur Vorlage habe ich gefunden: Auf dem Foto im Heft sah das Muster wie geflochten aus; tatsächlich hat das Top jetzt eine Struktur mit lauter plastischen Quadraten. Außerdem habe ich mit zwei Fäden zusammen gestrickt.

 

01 Modell 3

Garn Nr.1 ist ein sogenanntes Schmeichelgarn von YaKuSi (50% Yakwolle & 50% Seide) in Pflaumenblau.  Garn Nr.2 ist in verschiedenen Grautönen melierte Wolle von Ito aus Japan. Dadurch wirkt der „lila“ Farbton des Pullis zwar nicht mehr ganz so intensiv, aber dafür hat er jetzt auch eine streifenweise Melierung, was man auf meinem Tragefoto für den MMM eventuell nicht so gut sehen kann.

~~~~~~~~~

 

~~~~~~~~~

Kombiniert habe ich den Pulli mit gekaufter Kleidung; die Schuhe sind von tamaris, der Rock von Gracy Q und der Gürtel hat ursprünglich zu einem petrolblauen Satinkleid gehört, das ich längst ausrangiert habe, weil es mir zu klein geworden ist.

 

 

100 Creative Challenges # 85 : irgendwas mit Glas


 

An dieser Stelle möchte ich einmal der lieben Hotaru für die „100 Creative Challenges“ danken: Das sind 100 Aufgaben, von denen man sich in diesem Jahr so viele aussuchen darf wie man möchte, um seine Kreativität auszuprobieren. Das ist mir bereits zweiundzwanzig Mal mit eigens dafür geschossenen Fotos oder Aufnahmen aus meinem Archiv gelungen, und diesmal ist das auch wieder der Fall, mit der 85. Aufgabe, die da lautet:

85 – Mach etwas mit Glas (Sei bitte vorsichtig).

Um diese Aufgabe schleiche ich schon länger herum. Doch wie es manchmal so geht, habe ich heute beim Aufräumen auf meinem Rechner eine Aufnahme gefunden, die bei einem sommerlichen Sektfrühstück vor einigen Jahren entstanden ist. Damals standen die Gläser – wunderschöne Originale aus den 50er Jahren, die mit goldenen Masken und Pentagrammen verziert sind – auf unserem resopalbeschichteten Campingtisch, während die Sonne hindurch fiel und Schatten auf den Tisch warf.

Glasspielerei

 

Diese Momentaufnahme fand den Weg in mein Archiv und war fast schon in Vergessenheit geraten – bis ich sie heute wieder zum Leben erweckt habe.

Danke, Hotaru.

Bonjour ou bonsoir : Aujourd’hui, nous avons du „gelée de grenouille“

 

 

Laich 2

 

 


 

 

Nein, das ist kein Gelee, den ich hier vor ein paar Tagen aufgenommen habe, sondern eine große Ansammlung von Froschlaich in unserem Teich, den ich über den Winter nicht leergeschöpft hatte. Eigentlich wollte ich den Teich ja am Anfang des Frühlings „ausräumen“ und mit frischem Wasser auffüllen, aber das geht ja nun nicht mehr, weil er zur Kinderstube von hoffentlich ganz vielen kleinen Fröschlein geworden ist.

 

 

Letzten Abend hörte ich aus dem Garten ein leises Quaken und ging heute nach der Arbeit zum Teich, um nachzusehen, wie weit der Nachwuchs gediehen ist. Nun, der „Gelee“ ist immer noch da, aber dazwischen konnte ich schon wimmelnde Bewegungen wahrnehmen. Ich glaube, es dauert nicht mehr lange, und ich kann die ersten Kaulquappen sehen.