100 Creative Challenges #83 : Spielplatz


 

Mein letzter Beitrag zu den „100 Creative Challenges“ ist schon eine Weile her, und so wie es aussieht, werde ich längst nicht bei allen Aufgaben mitmachen, so reizvoll ich sie auch finde… aber das ist ja auch nicht Voraussetzung, um dabei mitzumachen. Am liebsten erkläre ich ja Fotos zu „visuellen Werken“, auch wenn man darunter Zeichnungen, Gemälde, Aquarelle, Collagen, Filme etc. verstehen kann. Diesmal aber wime ich mich zur Abwechslung einer reinen Fotografier-Aufgabe. Sie trägt die Nr. 83 und lautet:

Geh zum nächsten Spielplatz und mach ein interessantes Foto von etwas, das du dort entdeckst. (Bitte keine fremden Kinder fotografieren.)

~~~~~~~~~~~~   Der Spielplatz, den ich jeden Tag vor meiner Nase habe, wenn ich auf meinen Bus warte, liegt idyllisch an einem Weiher, der momentan von Enten, Nil- und Kanadagänsen sowie Blässhühnern bevölkert wird. Aber nicht die haben mein Interesse geweckt, sondern die rosa blühenden Bäume. Und so habe ich mein Handy gezückt und munter drauflosfotografiert. Die Bäume waren nämlich nicht das Einzige, was ich heute festhalten wollte.   ~~~~~~~~~~~~

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So eine wunderbare Blütenpracht müsste doch betörend duften… könnte man meinen; was aber in meine Nase drang, war nicht der Duft von Frühlingsblühern, sondern von Lösungsmitteln und frischer Farbe. Eine Drehung um 270° offenbarte mir die Quelle dieses Odeurs:

Seit März gibt es hier an bestimmten Nachmittagen einen Fahrradworkshop für Kinder und Jugendliche, und in diesem speziellen Fall hatte man einen Fahrradrahmen in einen Baum gehängt und den jungen Künstler mit Spraydosen hantieren lassen. Mit stolzgeschwellter Brust erklärte mir der Bub, mit welcher Farbe außer Blau und Schwarz er seinem Drahtesel zusätzlich einen besonders coolen Look verpassen wollte.

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Schließlich gewann Silber den Vorrang, weil Gold seiner Meinung nach doch nicht so cool sei. Natürlich wollte der Kleine unbedingt mit aufs Bild, aber auch die Erlaubnis der Mama konnte mich nicht von meinem Vorhaben abbringen, nur das zerlegte, baumelnde Rad abzulichten.

Außer dem Fahrrad und den Sprayern habe ich auch noch die Rückseite des Gebäudes fotografiert, in dem anscheinend die Materialien für den Fahrradworkshop aufbewahrt werden. Das Büdchen war einst ein Kiosk, in Offenbach auch Wasserhäuschen genannt, wo ich früher immer Eis und ab und zu auch eine Zeitung gekauft habe. Seit seiner Schließung lag es lange Zeit brach, bis sich ein Stadtteilbüro seiner erbarmte und es seitdem für unterschiedliche soziale Initiativen nutzt.

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Farblich passt dieses Graffiti mit dem Kolibri dann am Ende doch wieder sehr gut zu den blühenden Bäumen. Und nun war’s für dieses Mal auch schon wieder bei den „100 Creative Challenges“. Doch dazu demnächst mehr in diesem Theater.

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