100 Creative Challenges #32 : Das Ei des Kolumbus.

Heureka! Wie einfach eine Aufgabe gelöst werden kann, hat seinerzeit schon Kolumbus bewiesen, als er ein Ei durch Aufdotzen auf die Spitze stellte und damit das „Ei des Kolumbus“ schuf. Jenes Ei des Kolumbus ist nun mein Beitrag zur 32. Aufgabe aus den „100 Creative Challenges“: Mach‘ etwas mit einem Ei oder mehreren Eiern.

To cut a long story short, hier ist das Ergebnis meines Experiments:

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Frohe Ostern! Und es ist wirklich so einfach, ein Ei auf die Spitze zu stellen – in diesem Fall habe ich die Spitze eingedrückt, so dass das Ei an dieser Stelle eine winzige Standfläche bekam und habe es auf einer umgestülpten Teetasse plaziert.

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Es war übrigens sehr lecker. Yammi!     ……………………………….    Dies war ein spontaner Einfall, dem eine längere Geschichte vorausgegangen ist. Diese folgt nun auf dem Fuße:


Neulich befanden sich noch Froscheier – pardon! Froschlaich – im Garetenteich, und außerdem hätte ich noch ein paar von einer Schlange gelegte „Wachseier“ im Haus, oder ein riesiges Schokoladenei, das ich gerade erst „geschlachtet“ habe. Klingt aber alles nicht sehr lecker. Eier im Glas wären noch eine Möglichkeit. Oder: Ostereier! Aber zeugt es denn von Kreativität, , gewöhnliche weiße Hühnereier zu bunten Ostereiern umzufärben und diese ansprechend zu arrangieren? Vermutlich nicht, obwohl Ostern vor der Tür steht und ich traditionell immer an Karfreitag die Küche in ein Farblabor umfunktioniere – Jahr für Jahr mit wechselndem Erfolg.

Gründe, warum das Ergebnis nicht immer so ausfällt, wie ich es gerne hätte, gibt es unterschiedliche. Entweder scheitere ich schon beim Kauf und erwische grundsätzlich nur brauen Eier, die Eier platzen beim Kochen, die Eier nehmen die Farbe nicht an – so wie hier (außer einem grünen Streifen kann man von der grünen Farbe nichts sehen):

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Oder ich saue die Küche ein… Den Vogel hat meine Freundin vor Jahren abgeschossen, als sie mit Blauholz aus der Apotheke färbte und die Eier nicht blau sondern schwarz wurden. Gruftige Ostern, konnte ich da nur sagen. Fand sie weniger witzig. Allerdings fand ich es auch nicht witzig, dass ich es danach nie wieder schaffte, denselben Farbton absichtlich herbeizuführen. Manche Zufallstreffer gelingen einem eben nur einmal. Was ich stattdessen Jahr für Jahr immer wieder ausprobiere, sobald ich das Minimum an Ostereiern in den vom Hersteller vorgesehenen Farben erreicht habe, ist das Experimentieren mit Mischtönen.

Was passiert, wenn ich zum Beispiel Rot mit Lila oder Blau mit Lila mische; oder Blau mit Grün oder Grün mit Gelb? Oder wenn ich blaßgelb gefärbte Eier nacheinander in ein oranges oder rotes Färbebad lege? Und funktioniert das auch mit Eiern, deren Schalen von Natur aus braun sind? Fragen über Fragen.  Dieses Jahr habe ich zu Expressfarben gegriffen. Pro Farbpatrone (Gelb, Orange, Grün, Rot und Pink) gibt es einen Plastikbeutel und einen Clip: Einfach 300 ml warmes Wasser in einen Beutel füllen, Inhalt der Farbpatrone hinzugeben, schütteln, Eier in dieses Bad legen, den Beutel mit dem Clip verschließen und ab in den Topf damit.

Das Färben passiert während des Kochvorgangs. Anschließend entnehme ich die Ostereier den Beuteln und gieße die Farbe in Schraubgläser, um damit zu experimentieren. Dazu habe ich ein Farbbad aus Rottönen gemixt und für eine andere Farbmischung fast die Hälfte von der gelben Farbe in die grüne gekippt, zwei von den bereits benutzten Beuteln damit gefüllt, um noch ein paar braune Eier damit zu färben. Auf dem Bild kann man es sehen: Das Pink sieht zum Beispiel bei allen drei Eiern unterschiedlich aus – das Ei mit der 1 war ursprünglich braun. Das Ei mit der 2 hatte ich zunächst in hellroter Farbe gekocht und es dann in dunkelroter Farbe nachziehen lassen. Das Ei mit der 3 hat die Farbe nicht sehr gut angenommen, aber ich habe es so gelassen, wie es aus dem Farbbad herauskam

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Dem Ei mit der 2 habe ich ein Porzellanhäschen als „Partner mit der kalten Schnauze“ beigesellt.

100 Creative Challenges #64 : Lieblingsland … „Bonny Scotland“

Schon seit geraumer Zeit schleiche ich um die 64. Aufgabe bei den 100 Creative Challenges herum,

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64 – Hast du ein Lieblingsland? Nutze es als Inspiration für ein visuelles Werk.

dabei habe ich das visuelle Werk, um das es hier geht, jeden Tag vor Augen…


Nach unserer vierwöchigen Schottlandreise, die wir 2008 unternommen haben, galt es, an die 5000 Bilder zu sichten, die allein mein Mann aufgenommen hatte. Allein 300 Aufnahmen entfielen auf die Seehunde, die wir bei einer Bootstour zu den Klippen unterhalb von Dunvegan Castle auf der Isle of Skye bewundern durften. Von den schönsten Bildern haben wir Papierabzüge angefertigt, diese in einem Rahmen zu einer Collage arrangiert und das Werk „Bonny Scotland“ genannt. Seitdem grüßt mich dieses Tag für Tag beim Nachhausekommen.

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. Besonders bemerkenswerte Einzelaufnahmen habe ich bei pinterest hochgeladen; hier sind sie nochmal zur Erinnerung, da man auf der Totalansicht ja nicht sehr viel erkennnen kann außer der Wirkung des Gesamtkunstwerks auf den Besucher:

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Ort des Geschehens: The Isla Way bei Dufftown (Speyside)

SONY DSC     Ort des Geschehens: Leuchtturm in Cromarty (Black Isle)

 

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Ort des Geschehens: An der Straße von der Black Isle nach John O’Groats, die Ostküste hinauf.

 

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Ort des Geschehens: Strand bei Cromarty, auf der Black Isle

 

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Ort des Geschehens: Auf den Klippen, unterhalb von Dunvegan Castle (Isle of Skye)


Alle anderen Bilder schwirren auf einem Rechner oder bei photobucket herum. Dort liegen allein schon an die 1200 Bilder. Damit ich sie wiederfinde, habe ich sie mitsamt den dahinführenden Links bei pinterest gespeichert. Aber was ist mit dem Rest? Wo mein Mann sie hingetragen, ja, das weiß ich nicht zu sagen. Aber ich bin fest davon überzeugt, sie eines Tages wiederzufinden. Bis dahin erfreue ich mich an der im Treppenhaus hängenden Collage zur Erinnerung an eine unserer glücklicheren Zeiten.