Me Made Mittwoch – „Sewing by the sea-Spezialedition“


sewing by the sea


 

 

Am heutigen Mittwoch bin ich seit längerem auch wieder mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei, wo bereits um 8 Uhr morgens an die 40 Nähbloggerinnen mit ihren wunderbaren Kreationen zu sehen waren. Am Start bin ich mit einem Kleid, das ich bei Sewing by the sea, organisiert von mamamachtsachen genäht habe. Vier Tage im schönen Noer, in der Eckernförder Bucht, an denen wir zwei volle Tage zum ungestörten Nähen hatten und somit mehr als nur einen Nähplan verwirklichen konnten, gaben mir trotzdem Zeit genug, am Strand spazierenzugehen. Nun aber zurück zum Kleid.

 

Kleid mit Gürtel 1

 

Der Schnitt ist aus der Februar-Burda von 2014 und super-simpel zu nähen; das einzige Manko daran ist, dass er groß ausfällt: Beim ersten Versuch, den ich auf meinem Blog (Grau ist das neue Schwarz) gezeigt habe, musste ich auf jeder Seite 2,5 cm wegnehmen, außer bei den Ärmeln, die ich nach der Änderung merkwürdigerweise problemlos einsetzen konnte. An Stelle des edel schimmernden, grauen Möbelstoffs aus 100% Kunstfaser habe ich einen Baumwollstoff verwendet, denn ich in einer Ausgabe der Zeitschrift „fashion style“ entdeckt habe und der bei einer Modenschau der Designerin Stella Jean zu sehen gewesen ist. Da die Mauersegler schon eine Weile da sind, ist für mich bereits Sommer, auch wenn sich das erst jetzt an den Temperaturen zeigt. Vielleicht ist es ja auch schon zu warm für ein Kleid mit langen Ärmeln, aber ich finde die Schwalben darauf so hübsch und die Farben so toll, da musste ich bei der 20%-Rabatt-Aktion letztes Jahr einfach zugreifen.

Für das Originalmodell ist übrigens kein Gürtel vorgesehen, aber ich habe trotzdem einen genäht, um das Kleid unterschiedlich tragen zu können; und mit Gürtel finde ich das aus blauem Schwalbenstoff um Längen cooler (das graue Kleid aus Möbelstoff dagegen mag ich lieber ohne Gürtel). Hier nochmal der Vergleich:

 

Version a) mit Gürtel – diesmal auf der Rückseite  

Kleid mit Gürtel 2

– und Version b) ohne Gürtel.

Kleid ohne Gürtel

 

Sewing by the Sea, Teil 1 — Up Reisen gohn …

 

ist ein Schwank, den man bei Grimms Kinder- und Hausmärchen finden kann. Aber im Gegensatz zu dem armen Kerl, der überall nur Dresche kriegt, weil er stets das Falsche sagt, ist mir nichts passiert – aber dafür ist meine Nähmaschine KO gegangen, und das bereits bei der Anreise. Ich war nämlich auf dem Weg zu „Sewing by the Sea“, ein privater Nähtreff mit ca. 26 Personen, der in Noer (eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde) stattfand, und jede brachte ihre Nähmaschine mit. An der aufgestellten Pinnwand konnten wir die bei der Vorstellungsrunde präsentierten geplanten Projekte nochmal genauer betrachten:

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Das KO für meine Bernina sah so aus, dass mir die Maschine von einem Koffer rutschte, als ich die Tür zum Abteil öffnen wollte, und kopfüber zu Boden stürzte. Ob das mit einer antiken Maschine auch passiert wäre? 

Ich bin da noch unschlüssig. Aber zum Glück hatten manche sogar zwei Nähmaschinen dabei, und so konnte ich auf der geliehenen W6 meiner Nachbarin doch noch meine Pläne verwirklichen und die kaputte Bernina im Schrank lassen. Deshalb geht an dieser Stelle mein Dank an meine Sitznachbarin, die mir mit ihrer Leihgabe die Veranstaltung gerettet hat, denn sonst hätte ich nur stricken oder mein Handnähprojekt fertigstellen können.

Wie bei allen Nähtreffen dieser Art zuvor auch, sollten wir bereits fertig zugeschnittene Teile mitbringen, denn das Platzangebot war begrenzt. Aus den für den AnNäherung Süd (Oktober 2016) vorbereiteten Projekten wählte ich die folgenden beiden aus:

a) einen Rock aus schwarzer Baumwolle und b) ein gestricktes Schultercape, an das ich ein Kunstfell nähen wollte

Alles hatte vorbereitet und transportbereit auf meinem Nähtisch im Keller gestanden, bis dann die persönliche Katastrophe über mich hereinbrach und ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte. Lange Zeit lagen die Sachen beseitegräumt und unangetastet im Regal, weil ich mich zum Nähen einfach nicht aufraffen konnte. Nun bekomme ich aber so langsam wieder Lust dazu, und das erste, was ich dieses Jahr wieder nach Anleitung genäht habe, war ein geradegeschnittenes, knielanges Kleid mit Raglanärmeln und eckigem Halsausschnitt aus der Februar-Burda von 2014. Das dann aber gleich zweimal – und jetzt zum dritten Mal. Eine weise Entscheidung, denn diese Teile nahmen nicht viel Platz im Rollkoffer in Anspruch. Weil ich nämlich beabsichtigte, mit dem Zug anzureisen, schied der voluminöse Mantel, den ich bei der AnNäherung Süd fertignähen wollte, von vornherein aus.

Donnerstag, Freitag, Samstag und den Sonntagvormittag Zeit zum Nähen:

Klingt auf den ersten Blick im Vergleich zur AnNäherung in Bielefeld und der AnNäherung Süd in Würzburg nach unglaublich viel Zeit; kann aber, je nachdem, was man vorhat, zusammenschnurren wie ein Kaschmirpulli bei 60° C in der Waschmaschine oder sich dehnen wie Kaugummi. Einige von uns hatten mehr als drei Projekte dabei, während sich andere auf die Umsetzung nur weniger Pläne beschränkten, darunter ich. Nur zwei Teile zum Nähen auf der Maschine mitzunehmen und den Rest von Hand zu erledigen, war die cleverere Strategie, denn nachdem es zunächst mit dem Kleid so gut gelaufen war, jagte bei dem Rock ein Mißgeschick das nächste.

Das Kleid hatte ich schon am Freitagmittag fertig, dann ging’s ans Nähen des Rocks, und bevor ich den Reißverschluss einsetzte, war auch alles gut. Dann musste ich den Reißverschluss wieder rausnehmen, und da zerriß ich mir beim Trennen zuerst Stoff und Reißverschluss. Bis ich beides geflickt hatte, ging haufenweise Zeit ins Land. Als dann im zweiten Versuch der Reißverschluss richtig saß, passierte der GAU beim Kürzen des Reißverschlusses. Da ich den Metallclip am Ende nicht gesichert hatte, rutschte der mitsamt dem Zipper davon, und ich durfte die Zähnchen mühsam von unten her wieder von Hand in den Zipper einfädeln, was auch nochmal mindestens eine Stunde dauerte. Dann aber saß das Teil so, wie es sollte, und ich sicherte das Ende mit pinkem Garn, damit ich in Zukunft sehen kann, wie weit ich den schwarzen Zipper nach unten ziehen darf. Wenn dann noch die geschrotteten Stellen mit schwarzer Textilfarbe übertüncht sind, kann man von dem Schaden kaum noch etwas sehen.

Und auch wenn ich hinterher festgestellt habe, dass bei dem am Samstagnachmittag fertig gewordenen Rock die Taschen etwas zu tief sitzen und ich dies vielleicht nochmal ändern darf, bin ich mit dem Rock trotzdem zu 90% zufrieden. Er sitzt nämlich richtig gut. Andere taten sich da wesentlich leichter als ich, und so richtig toll fand ich den Mantel, genäht nach einem Schnittmuster aus einer Zeitschrift aus den Zwanziger Jahren:

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Seine Anfertigung hat zwar ein Jahr gedauert, aber dafür ist der nun das ganz spezielle Highlight – genau wie das selbstgenähte Hochzeitskleid einer anderen Teilnehmerin, die unter anderem auch die Spitze eines Taufkleids verarbeitet hat. Bei solch anspruchsvollen Aufgaben kann ich wahrscheinlich nicht mithalten, aber Hauptsache, Nähen macht Spaß – und den habe ich mir trotz unbrauchbar gewordener Nähmaschine nicht verderben lassen.

Und weil mir auf der langen Heimreise gestern wegen des hohen Gewichts meiner Maschine der Arm immer länger geworden ist, habe ich mir heute eine Lösung für dieses auf Reisen entstehende Problem einfallen lassen: In dem Laden, in dem meine Bernina nun repariert wird, habe ich mir eine Maschine ausgesucht, die nicht nur kleiner, sondern auch nur noch halb so schwer ist. Die werde ich heute abend gründlich ausprobieren.

Was es noch zu sagen gäbe über Noer, das wird in einem separaten Beitrag geschehen. Jetzt aber nochmal mein Dank an Alexandra, die das Ganze so toll organisiert hat und auf ihrem Blog mamamachtsachen uns Gelegenheit gibt, unsere Erfahrungen dort zu versammeln. Mal sehen, wie viele dort ihre Berichte hochladen.

Media Monday # 307


 

Frisch von einem viertägigen Aufenthalt an der Ostsee zurück, bei dem 25 Frauen und ich genäht haben, was das Zeug hielt, bin ich zwar noch ganz groggy von der langen Zugfahrt, aber trotzdem neugierig auf den neuesten Lückentext des Media Monday Nr. 307 auf dem Blog medienjournal:

Media Monday # 307

1. Buch-Adaptionen wie jüngst „American Gods“ funktionieren meines Erachtens leider nur in ganz wenigen Fällen. Ausnahmen, die mir einen unvorhergesehenen Lesegenuss beschert haben, weil ich unbedingt die literarische Vorlage kennenlernen wollte, waren „Der Name der Rose“ und „Die Tribute von Panem“.

2. Das Buch „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist auf alle Fälle eine Empfehlung wert, denn mich fasziniert das Wechselspiel von aktueller Handlung, die absurde und groteske Wendungen nimmt und Vergangenheit des Hauptcharakters, die auf geschickte Weise wichtige historische Begebenheiten Themen des 20. Jahrhunderts beschreibt.

3. Wäre schön, öfter mal Filme zu sehen in denen man sich gepflegt gruseln kann, ohne gleich Zeuge einer Blutorgie zu werden. Aber wahrscheinlich gibt schon genug solche Filme und ich habe es nur noch nicht mitbekommen.

4. „Unterleuten“ von Juli Zeh würde ich ja gerne mal lesen, schließlich habe ich schon viel Gutes darüber gehört, und außerdem finde ich das Szenario und das Thema interessant. Aber das trifft auch auf die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“, „Der Hut des Präsidenten“ oder „Mädchenmeute“ zu.

5. Wenn Serien abgesetzt werden ist das ja schon blöd, aber hinsichtlich Filmen ärgert es mich ja speziell bei ____ , dass nie die geplante Fortsetzung realisiert worden ist, denn ____ —> Leider kann ich hierzu nichts beitragen, da ich mich zu selten über geplante Filmprojekte informiere. Aber wenn es um Serien geht, fällt mir spontan „Indischer Sommer“ ein – eine Serie, von der ich die 1.Staffel gekauft habe und hinterher erfahren musste, dass sie nach nur zwei Staffeln abgesetzt worden ist.

6. Wo der Gratis-Comic-Tag gerade rum ist, warum gibt es eigentlich keinen Gratis-Saunatag? Etwas Entspannung für lau könnte ich jetzt gut gebrauchen.

7. Zuletzt habe ich eine siebenstündige Zugfahrt hinter mich gebracht, und das war trotz einer dreiviertel Stunde Aufenthalt in Hamburg ziemlich anstrengend, weil ich die Nacht davor nicht viel Schlaf hatte und mir während des Wartens auf die Regionalbahn von Gettorf nach Kiel einen formidablen Sonnenbrand eingefangen habe. Außerdem habe ich im Zug mitbekommen, dass die Deutsche Bahn einem Hackerangriff zum Opfer gefallen sein soll, weshalb u.a. auch keine einzige elektronische Anzeigentafel mehr funktioniert hat.

Serienmittwoch #71 : Piep, Piep, Ritchie!

 

Diese Woche hat corly bei ihrem Serienmittwoch mal wieder für mich eine interessante Frage, die ich gerne beantworten möchte:

Welche Serie habt ihr zuletzt für euch entdeckt und wieso gefällt sie euch so?

Ich mach’s kurz: American Horror Story.

Wie lange ich schon im Technikmarkt an dem DVD-Regal, in dem diese Serie angeboten wird, vorbeigeschlichen bin, weiß ich schon gar nicht mehr. Mir gefiel allem die Covergestaltung der dritten und der fünften Staffel, aber ich wollte mir nicht noch eine Fortsetzungsreihe ins Regal stellen, bei der ich am Ende nur den Auftakt mag, aber alle folgenden Staffeln nicht mehr. Bis ich dann erfuhr, dass die einzelnen Staffeln nicht aufeinander aufbauen, sondern auch sehr gut unabhängig voneinander funktionieren, weil es sogenannte Anthologien – in sich abgeschlossende Geschichten sind (wenn auch mit teilweise denselben Darstellern). Jede Anthologie ist einem speziellen Motiv gewidmet, mit dem sich so viele Horrorfilme bisher beschäftigt haben: ein Haus, in dem es spukt (1.Staffel), eine Irrenanstalt (2.Staffel), ein Hexenzirkel (3.Staffel), und so weiter, und so fort.

Das erleichterte mir die Entscheidung, bei den ersten beiden Staffeln zuzugreifen, denn sie gab es auch noch günstiger. So, und nun habe ich es tatsächlich geschafft, mir Staffel Eins und Zwei in den letzten Tagen nacheinander anzuschauen, ohne in der Nacht von Alpträumen heimgesucht zu werden. Ja, wenn es sich um intelligent gemachten Grusel handelt, der nicht extrem blutig sein muss, und die erzählte Geschichte nicht zu dicht an der Realität bleibt, dann kann ich durchaus wunderbar nach so einem Film schlafen.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Schauspieler, allen voran Jessica Lange, die zwar in beiden Staffeln einen ähnlichen Rollentyp spielt, aber da gerade z.B. Evan Peters in Staffel Eins als der Böse und in Staffel Zwei als der Gute besetzt wurde, weiß ich bei regelmäßig wiederkehrenden Darstellern nicht, was mich erwartet – was die Spannung zusätzlich erhöht. Und weil ich die ersten beiden Staffeln schon so spannend fand, habe ich mir gleich die beiden nächsten geholt, wobei ich die dritte erst mal übersprungen und gleich mit der vierten (Freak Show) angefangen habe. Und siehe da: Es gibt doch Querverweise zu den beiden Vorgängern, taucht doch eine Insassin der Irrenanstalt inmitten der „Freaks“ (die man aber besser so nicht nennen sollte) auf. Bis jetzt habe ich den Kauf der DVDs nicht bereut, denn hier habe ich seit langem mal wieder interessanten Stoff zum Gruseln gefunden. Und ohne zu spoilern, möchte ich eine Warnung aussprechen: Nicht umsonst sind einzelne Staffeln erst ab 18 Jahre freigegeben, und wer eine tiefsitzende Angst vor Clowns hat, sollte vor „Freak Show“ erst recht die Finger lassen – dagegen ist Clown Pennywise aus „ES“ ein Anfänger

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Halloween im Mai

Matchaschokoladencreme


 

Wie ich in der Kommentarspalte zu meinem Media-Monday-Artikel schrieb, wäre die von mir nach einem Internetrezept am Herd zusammengerührte Matcha-Schokolade für Halloween äußerst passend. Warum Halloween, wenn ich schon nicht Beltane gefeiert habe? Die Schokolade ist nämlich nicht pastell-, sondern grasgrün geworden und schmeckt aber nicht nach Matcha, sondern nach weißer Schokolade. Und weil ich weder Trockenfrüchte noch Cashewkerne im Haus hatte, wie von jemandem vorgeschlagen wurde, den ich bei der Happy Hour in meiner Liebings-Cocktailbar kennengelernt habe, bin ich auf die Idee gekommen, weiße und rosa Zuckerperlen vor dem Festwerden auf der noch warmen Schokoladenmasse zu verteilen.

Ich zitiere mich an dieser Stelle selbst: „Leider ist sie doch nicht ganz so geworden, wie ich gehofft hatte – aber wenn ich mir die Zutaten anschaue (Kuvertüre, Sahne, Butter), dann konnte sie unmöglich so fest werden wie Tafelschokolade… Jetzt habe ich statt dessen einen leckeren Brotaufstrich in Form einer grünen Creme, die nach weißer Schokolade schmeckt und in der sich weiße und rosa Zuckerperlen befinden.“

 

Ich habe dieses Produkt meines Küchenexperiments dann aus der Kastenform gekratzt und in ein Schraubglas befördert und behandele es fortan so wie jeden anderen Brotaufstrich. Allerdings wird diese Creme nicht bis Halloween halten, da das Glas heute bereits halb leer ist. So ein Abend mit American Horror Story wird für mich erst mit den passenden Snacks so richtig rund. Und wenn ich mich nicht bremse, habe ich die nächste Staffel in den nächsten Tagen durch und das Glas leer.

Media Monday 306

 

Heute nehme ich mir mal ’ne Auszeit. Dass mich ein paar freie Tage gleich viel ruhiger machen, habe ich daran gemerkt, dass ich verhältnismäßig gelassen geblieben bin, als ich merkte, dass ich vorübergehend kein Internet hatte.  Ach, wie… ich bekomme keinen Zugang? Macht nix, schau‘ ich halt erst mal ’ne Runde Dr. Who. Schließlich habe ich mir die letzte Folge aufgezeichnet, weil ich zur Nacht der Museen wollte. Kurz vor achtzehn Uhr hat es dann doch wieder funktioniert; genau zur richtigen Zeit für den neuen Media-Monday-Fragebogen Nr. 306 – auf dem Blog medienjournal.

Media Monday #306

 

1. Der Trailer zu dem kommenden Programm von vox hat mich in die Irre geführt, da ich angenommen hatte, jetzt im Frühjahr wäre der Beginn der dritten Staffel von Outlander – dabei geht es damit erst im September los. Ähnlich ist es mir mit der BBC ergangen. Da sah es auch so aus, als ginge es bald mit der neuen Staffel von Poldark los, doch in Wirklichkeit werde ich damit wohl noch bis Juni warten müssen.

2. Manchmal interessieren mich Filme ja allein aufgrund von Schauspielern in Rollen, die sie üblicherweise nicht spielen oder der krasse Gegensatz zu dem sind, womit sie bekannt wurden.

1. Beispiel: David Tennant kannte ich bisher nur als Doktor in der Serie Dr. Who. Als ich erfuhr, dass er Hamlet spielen würde, setzte ich mich geschlagene drei Stunden vor den Fernseher und war fasziniert. Normalerweise mag ich solche langen Filme nämlich gar nicht, und bei Shakespeare-Adaptionen bin ich inzwischen auch vorsichtig geworden. Aber ich habe keine Sekunde bereut. Auch in anderen Rollen fand ich ihn bisher überzeugend („The escape artist“, „The politician’s husband“)

2. Beispiel: „Die fabelhafte Welt der Amelie“ ist einer meiner Lieblingsfilme, obwohl er sehr lang ist,nicht zuletzt wegen Audrey Tautou. In „Wahnsinnig verliebt“ konnte ich jedoch eine andere Seite von Audrey Tautou kennenlernen, die mit Amelie nicht das geringste zu tun hat.

3. Noch eine weitere Renovierungs-Show auf sixx hätte ja nun wirklich nicht sein müssen. Aber da am Samstag endlich meine Mauersegler wieder zurückgekehrt sind, sitze ich vermutlich wieder an lauen Abenden mit einem Gläschen Wein draußen im Garten, um ihnen bei ihren Flugkünsten zuzuschauen – das ist spannender als jedes Fernsehprogramm!

4. Beim Thema Konsolenspiele kann ich nur mit Spielen für die PS1 als Software und einer PS 2 als Hardware aufwarten. Früher habe ich abends stundenlang Jump’n’Run-Spiele gezockt bis tief in die Nacht, aber inzwischen macht mich das Gedaddel nervös. Da spiele ich dann doch lieber Mah-Jongg auf dem Smartphone.

5. Hätte ich plötzlich und unerwartet eine ganze Woche frei würde ich meinem Lieblings-Thermalbad mit Saunalandschaft einen ausgiebigen Besuch abstatten, ein neues Schnittmuster ausprobieren und mal wieder ins Museum gehen, damit die Museumsufercard auch mal wieder zum Einsatz kommt. Aber soll ich euch was verraten? Der Garten hat mal wieder eine Radikalkur nötig, also werde ich meinen freien Tag, der demnächst ansteht, dem Schnippeln und Häckseln widmen.

6. Kommenden Samstag ist ja der Gratis-Comic-Tag 2017: Ich höre davon zum ersten Mal, aber eigentlich interessieren mich mehr die Leute, mit denen ich an diesem Abend ein paar nette Stunden verbringe, nachdem ich den ganzen Tag über die Nähmaschine gequält haben werde.

7. Zuletzt habe ich nach einem Rezept aus dem Internet Matcha-Schokolade am Herd hergestellt und das war weniger Arbeit, als ich befürchtet hatte, weil sich die Schokolade ohne große Mühe vor dem Schmelzen in kleine Stückchen hacken ließ und schneller als erwartet schmolz. Nur dass sie so grün werden würde, hätte ich nicht gedacht.

100 Creative Challenges – Aufgabe 07 „Sonderedition in Grün“


 

Alternativtitel „Nacht der Museen 2017, Teil II : Was passiert, wenn man spontan kreativ sein will“

 

Bei der Nacht der Museen verbrachte ich dieses Jahr drei Stunden im Haus der Stadtgeschichte und im Klingspormuseum (Museum für Buch- und Schriftkunst). Während dieses Besuchs machte ich spontan bei einem Monotypie-Workshop mit und hatte beim Anblick der grünen Farbe die Eingebung, eine weitere Aufgabe von Hotarus „100 Creative Challenges“ auszuprobieren:

 

07 – Erschaffe ein visuelles Werk, das nur in Grüntönen gehalten ist.

Eigentlich klingt es so einfach: Eine Glasplatte mit etwas Linolschnittfarbe bestreichen, mit einem Pinsel oder anderen Hilfsmittel Muster hineinkratzen oder anderweitig aufbringen, Papierbogen auflegen, mit einer kleinenWalze festrollern und am Schluss das Papier abziehen -that’s it! Aber es dauert eine Weile, bis man das Gefühl dafür hat, wieviel Farbe genug ist – und so sahen dann meine ersten Bilder aus, die dann auch entsprechend Zeit zum Trocknen benötigten. Was auf der Platte hängenblieb, reichte dann für einen weiteren Druck, der allerdings blasser ausfiel als der erste, aber ich hatte auf der Walze noch genügend Farbe für eine neue Runde. Und dies ist meine erste Ausbeute…

100 CC 07 - inspired by Ton Schulten

und das der blasser ausgefallene Druck, bei dem das Blau vom Anfang durchkam:

100 CC 07 - Zweitdruck

 


Beim Verteilen der Farben auf der Platte fühlte ich mich in manchen Momenten an die Kunst von Ton Schulten erinnert. Das wäre der Moment gewesen, ein Blatt Papier aufzulegen und diese Farbexplosion abzudrucken – aber einmal zu viel gewalzt, und schon war er vorbei. Vielleicht war es auch gut so, denn es war noch zu wenig Grün darin gewesen. Irgendwann war dann auch die grüne Farbe meiner Reichweite entschwunden, und als noch andere Farben zu dem Gelb, Blau und Grün hinzukamen, hatte ich irgendwann einen unerwünschten Mischmasch in Pastell auf der Platte. Da half nur noch Übertünchen mit Rot. Aber das Ergebnis möchte ich hier nicht mehr präsentieren.

Nacht der Museen 2017, Teil I : Was passiert, wenn man einen Plan hat.

 

Nacht der Museen 2017


Auch in diesem Jahr fand wieder Anfang Mai die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach am Main statt, und die Frankfurter Neue Presse sagte Zehntausende Besucher voraus. Wie viele es tatsächlich waren und wie dicht das Gedränge wurde, kann ich nicht sagen, weil ich beschlossen hatte, mich auf ein Museum in Offenbach zu konzentrieren – ein Plan, der schon letztes Jahr sehr gut funktioniert hatte; im Ledermuseum war ich in den Genuß einer Hausführung gekommen und hatte Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit mit Leder zuschauen können, und dafür musste ich weder Schlangestehen noch mir die halbe Nacht um die Ohren schlagen.

Diesmal hatte ich mich für das Klingspormuseum entschieden; nicht nur die aktuelle Ausstellung, sondern auch das Rahmenprogramm mit Chansons, Can-Can-Tanz und kulinarischen Leckereien (Mini-Quiches & Wein) machten mich neugierig.

Nacht der Museen Klingspormuseum


Dass auch das Haus der Stadtgeschichte auf der anderen Straßenseite, direkt gegenüber, das Thema „Lithographie“ im Programm hatte, erfuhr ich erst vor Ort. Mein persönliches Highlight des Abends war jedoch die Einladung, bei einem Monotypie-Workshop mitzumachen, die ich begeistert annahm, zumal die Kursleiterin einen Satz alter Herrenhemden dabei hatte, mit der die Teilnehmer ihre schicke Kleidung vor Farbflecken schützen konnten.


Und dann konnten wir auch schon loslegen mit unseren Monotypien: Eine Glasplatte mit etwas Linolschnittfarbe bestreichen, mit einem Pinsel oder anderen Hilfsmittel Muster hineinkratzen oder anderweitig aufbringen, Papierbogen auflegen, mit einer kleinen Walze festrollern und am Schluss das Papier abziehen -that’s it! Und das gab mir spontan den Gedanken ein, eine Monotypie in Grün zu machen, um eine der Aufgaben aus Hotarus „100 Creative Challenges“ in Angriff zu nehmen.

Doch das gibt einen separaten Beitrag. Jetzt widme ich mich erst mal dem Rest des Abends, während die Bilder vor sich hin trockneten.

Nachdem ich mir die Lithografien von Pablo Picasso, Marc Chagall, Antoni Clavé, Käthe Kollwitz und anderen berühmten Künstlern ausgiebig angeschaut und den Auftritt der Tanzgruppe bewundert hatte, begab ich mich ins Haus der Stadtgeschichte, wo ich nicht nur vorzügliche Häppchen und einen leckeren Cocktail konsten durfte, sondern auch bei einer Führung einen Einblick in den mir weniger geläufigen Teil der Geschichte meiner Heimatstadt und der umliegenden Gemeinden bekam. Noch ein Abstecher in die Porträt- und Landschaftsmalerei vergangener Zeiten und ein paar Besuchern beim Flippern auf dem berühmten „Tommy“-Flipper (I’m the pinball wizard) zugeschaut, bevor es zur Druckvorführung an einer Stangenpresse aus Alois Senefelders Zeiten ging. Für Interessierte habe ich hier einen Link zum Deutschen Museum in München.

Leider habe ich vom im Programmheft angekündigten Mangaworkshop und der Fotoaktion zum Verkleiden und Fotografieren nichts mitbekommen, aber dafür weiß ich jetzt, was es mit dem Offenbacher Schweinekrieg und mit dem Grenzgraben zwischen Frankfurt und Offenbach auf sich hat. Aber so schön ich den Abend auch fand: Nach drei Stunden waren meine Füße platt, und ich trat dem Heimweg an, vorbei an der illuminierten Fassade des Museums (die hätte durchaus auch einen Platz bei der Luminale im nächsten Jahr verdient) …

NdM Illumination

… und einem historischen Bus, der seine Runden durch das Offenbacher Nordend drehte. Von dem habe ich aber leider keine Fotos. Aber dafür von einem funktionstüchtigen „Buchomat“, in den man ein Fünfmarkstück einwirft und dann die Klappe seiner Wahl öffnet, um das gewünschte Buch zu erhalten. Ausprobiert habe ich ihn aber nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Magische Mottos 2017 : Mai – „Auf der Straße“


 

 

Auf der Straße“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Mai auf dem Blog von paleica, und auf der Straße kann man so alles mögliche finden.

Die Straße gleitet fort und fort…“ – dieses Zitat aus „Der Herr der Ringe“ hatte ich als allererstes im Kopf, als ich mich vor die neue Aufgabe für den Monat Mai gestellt sah. Sofort war sie wieder da, die Erinnerung an denFebruar 2012, als ich einfach mal ausprobieren wollte, ob ich eine mehrtägige Wanderung entlang der Route des Jakobswegs von Fulda nach Frankfurt durchhalten würde. Um es kurz zu machen: Das Beitragsbild mit dem Monatstitel „Magische Momente…“ ist auf jener Wanderung entstanden, und ich musste zwischendurch pausieren, weil ich mir bei einem Sturz auf Glatteis eine formidable Prellung zugezogen hatte. Was ich daraus gelernt habe: Im Winter ist die Landschaft im Winter zwar wunderschön, aber im Sommer wandert sich’s besser.

Gewandert bin ich mit meinem Mann auch oft im Odenwald, wo wir den Kaiserturm in der Nähe von Winterkasten (bei Lindenfels) als bevorzugtes Ziel auserkoren hatten. Zu dem Turm konnte man auch mit dem Auto fahren, aber die meisten gingen doch lieber zu Fuß, denn Wandern ist gesund. Ein Auto haben wir dann aber doch dort gesehen, und zwar einen Oldtimer; unsere Füße in der Spiegelung der verchromten Radkappen zu sehen, war eine kurioser Moment, den ich umgehend mit der Kamera festgehalten habe.

06 Mai Auf der Straße

 


 

Und wenn ich schon beim Thema „Füße“ bin: Nicht auf der Fahrbahn, aber auf dem Gehweg liegen zu meinen Füßen zwei Stolpersteine, die man in jeder Stadt finden kann, als Erinnerung an Menschen, die hier lebten und 1942 deportiert wurden – und nie mehr wiederkehrten.

05 Mai Stolpersteine

 


 

And now for something completely different. Als ich so in meinen Bildern von vergangenen Reisen stöberte, fiel mir auf, wie viele Flüsse und Schiffe ich fotografiert hatte. Schiffe im Hafen, auf Binnenseen, auf Flüssen, auf dem offenen Meer und auf dem Ärmelkanal. Der Ärmelkanal als Wasserstraße – eine Straße im weiteren Sinn. Es ist schon ein ganz besonderer Anblick, wirklich große Schiffe vor der niederländischen Küste kreuzen zu sehen, wie auf unserer Fährüberfahrt von Ijmuiden nach Newcastle. Aber als nicht minder beeindruckend empfand ich die Grachten von Amsterdam.

03 Mai Wasserstraße 2

04 Mai Wasserstraße 3


 

Und was sich an der Ufermauer einer solchen Gracht befindet, ist auch manchmal ganz hübsch:

02 Mai Wasserstraße 1

 

 


 

Und zum Abschluss noch eine Detailaufnahme eines alten Straßenkreuzers, den wir am Straßenrand bei einem Opel-Treffen gesehen haben:   

 

07 Mai Flosse

 

Womit ich wieder beim Thema „Oldtimer“ vom Anfang dieser Bilddokumentaion angekommen wäre und der Kreis vollendet ist.

 

Media Monday #305


 

Lange Wochenenden sind was tolles, aber an ihnen stimmt auch mein ganzes Zeitgefühl nicht mehr, denn teilweise fühlen sich die Sonntage für mich wie Samstage an. Heute könnte es auch daran liegen, dass ich vom Schlafmangel in der Nacht von Samstag auf Sonntag noch ziemlich groggy bin, aber ich habe ja noch den ganzen 1. Mai zum Erholen. Und wieder hätte ich den 305. Media-Monday auf Wulfs Blog „medienjournal“ vergessen, dabei freue ich mich auf denn jeden Sonntag. Dass ich diesmal meine persönlichen Grenzen ausloten würde, konnte ich noch nicht ahnen, als ich mit dem Füllen des Lückentextes anfing.

Aber das ist ja das Schöne: Man weiß am Anfang nie, wohin einen die Reise führt…

Media Monday #305

1. Den zusätzlichen Freien Tag heute brauche ich nötiger denn je, denn bei dem Streß der vergangenen Monate bin ich über jede kleine Auszeit dankbar. Wenn alles klappt, werde ich ihn nutzen, um tagsüber eine Freundin zu besuchen und am Abend einen angefangenen neuen Pullover weiterzustricken, während ich die nächsten Folgen der ersten Staffel von „American Horror Story“ schaue.

2. Eine ganze Zeit lang habe ich Die Siedler von Catan extrem gerne/häufig gespielt, denn das Sammeln und Tauschen von Rohstoffen und das Bauen von Straßen und Städten übte eine große Faszination auf mich aus; noch spannender fand ich aber das Kartenspiel für zwei Personen mit Ereignis- und Aktionskarten, bei dem man Ritter gegeneinander antreten oder in seiner eigenen Stadt Bauwerke wie Kathedralen, Wasserversorgungen, Rathäuser oder Bibliotheken errichten kann. Andere Spiele mit einem ähnlichen Aufbau, die ich liebe, sind „Cäsar und Cleopatra“, „Der Herr der Ringe“ und „Die Säulen der Erde“. Allerdings finde ich für die letzten beiden nicht genug Mitspieler, und das erste ist irgendwo im Haus verschollen.

3. Den Job von Jane Kennedy aus The Coroner hätte ich ja auch gerne mal, schließlich kommt sie bei ihren Ermittlungen an der Küste von Cornwall und/oder Devon viel herum (und da sage nochmal jemand, das Landleben sei langweilig).

4. Ich würde mir ja oft wünschen, mehr Zeit zu finden, um all die tollen Sachen zu stricken und zu nähen, die ich in meinen Lieblingsmagazinen sehe. Doch dann sage ich mir, dass ich das ja doch nie tragen würde, weil mein Leben die passenden Gelegenheiten dazu einfach nicht hergibt.

5. H wie Habicht war eine eindrückliche Lektüre, immerhin verarbeitet die Schriftstellerin darin ihre Trauer nach dem Tod ihres Vaters (so mein Eindruck), und auch die Aufmachung des Buchs gefällt mir sehr gut; ich liebe Bücher, bei denen nicht nur der Inhalt stimmt. Dann kaufe ich auch schon mal Bücher auf Empfehlung, zumal die Kritiken voll des Lobes über die Melange aus Sachbuch und Roman waren. Allerdings war mir dies nicht beim Kauf bewusst, wie intensiv diese Erfahrung für mich werden würde, da ich mich zu jenem Zeitpunkt selbst mitten in der Trauerphase befand und mich teilweise selbst wiedererkannt habe; als ob’s ein Stück aus meinem Leben wäre.

6. Jetzt, da das Wetter (hoffentlich) langsam etwas besser wird habe ich mir vorgenommen, mich mehr um unseren Garten zu kümmern, und den ersten Schritt dazu habe ich bereits getan.

7. Zuletzt habe ich mit meiner besten Freundin das Iron-Maiden-Zusatzkonzert in Frankfurt besucht und das war nicht nur ein Abend mit toller Musik und einem tollen Publikum, trotz des teilweise nicht so guten Sounds, sondern auch ein wenig seltsam , weil ich die meisten Songs noch gar nicht kannte und die anderen, für die ich die Karten letztes Jahr besorgt hatte, gar nicht dabei waren. Dabei hatte ich mir das so schön vorgestellt: Wir gehen zu fünft gemeinsam hin und rocken den Abend für meinen Mann, der dieses Konzert nicht mehr erleben sollte. So aber war es ein Solo für zwei, und dann habe ich meine Freundin im Gewühl auch noch verloren. Doch am Ende ging es gut aus, denn wir hatten einen Treffpunkt vereinbart, an dem wir uns nach dem Konzert einfanden.