Media Monday # 316

 

Die Woche endete für mich mit einem literarischen Ärgernis: In der Erwartung, mir mit „Zeiten des Aufbruchs“ von Carmen Korn einen interessanten Roman über das Nachkriegsdeutschland und dessen Wiederaufbau gekauft zu haben, musste ich zu meiner Enttäuschung bald feststellen, dass die Schriftstellerin auf knapp 600 Seiten im Schweinsgalopp durch die Jahre 1949 bis 1969 eilt und es dabei fertigbringt, wichtige Ereignisse wie die Hamburger Sturmflut von 1962, die Attentate auf bedeutende Persönlichkeiten oder den Mauerbau nur oberflächlich anzureißen.

Allein der Ohrfeige, die Beate Klarsfeld 1968 Kurt Georg Kiesinger verpaßt hat, ist eine längere Passage gewidmet. Ansonsten beschäftigt sich der Roman mit den Schicksalen der Familien von vier miteinander befreundeten Frauen, aber das so sprunghaft, dass es mir noch nicht einmal unter diesem Aspekt gelang, mit den Figuren warm zu werden. Das hatte ich in der Vergangenheit so auch noch nicht. Schade um die verschwendete Lesezeit.

Wie gut, dass es einen neuen Lückentext zum Media Monday gibt, wie immer entworfen von Wulf auf seinem Blog medienjournal, der bereits am Sonntagabend ab 18 Uhr zum Ausfüllen bereitsteht. Das macht mir eindeutig mehr Spaß, als mich durch dicke Wälzer zu Schmökern, bei denen ich es nicht schaffe, die innere Distanz zu den Figuren im Buch zu überwinden. Lieber lese ich „Die Chroniken von Deverry“ von Katharine Kerr und Umberto Ecos bahnbrechendes Werk „Der Name der Rose“ zum dritten Mal.

 

Media Monday #316

1. Um mich an eine Serie zu binden, bedarf es eigentlich nur einer Handlung, die ich als nicht abgedroschen empfinde, einem gelungenen Drehbuch und im Idealfall keine Unterbrechungen durch Werbepausen.

2. Wer der neue Doctor (Who, Anm. d. Red.) wird, habe ich noch immer nicht herausgefunden, aber ehrlich gesagt, wird mir das ganze Rätselraten darum langsam zu dumm; mittlerweile denke ich, dass es das beste sein wird, wenn ich mich überraschen lasse.

3. „Der Name der Rose“ ist mir lang im Gedächtnis geblieben, denn sowohl Film als auch Buch gehören zu meinen persönlichen Top Ten.

4. Der Trend, bei Unfällen zu gaffen, Rettungskräfte zu behindern und zu bedrohen und alles ohne Rücksicht auf Verluste zu filmen, um es später gar noch auf Youtube hochzuladen, sollte hoffentlich bald ein Ende haben.

5. Im dritten Quartal dürfte meines Erachtens „Das Pubertier“ einen Kinobesuch wert sein, schließlich spielen Jan-Josef Liefers und Heike Makatsch die Hauptrollen, und beide würde ich gerne öfter auf der Leinwand oder im Fernsehen sehen.

6. „Minion Rush“ fürs Tablet ist eines dieser Spiele, bei denen ich über die Anfangslevel nicht hinausgekommen bin und nicht nur deshalb recht schnell wieder vom Tablet gelöscht habe. Die ständigen Versuche, mich mit Facebook verbinden zu wollen, haben ihr übriges dazu getan.

7. Zuletzt habe ich einer Freundin beim Hochladen eines Porträtfotos zwecks Echtheitsprüfung geholfen und das war überaus interessant, weil sie mir eine Freundschaftsanfrage von Leuten zeigte, zu denen ich den Kontakt in vollem Bewußtsein einschlafen ließ. Und, zu guter Letzt, habe ich am Sonntagabend eine Mail mit einem interessanten Link zu einem Film erhalten, der sich um eine Fahrt durch die Highlands mit dem legendären Zug „The Royal Scotsman“ dreht. Ach, wie gerne ich da auch einmal mitfahren würde! Und wieder einmal heißt es: „Real men wear kilt“.

 

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4 Kommentare zu “Media Monday # 316

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