Noch eine Mittwochaktion : Serienmittwoch # 81 – ausgestiegene Seriencharaktere


 

Bei der heutigen Ausgabe ihres Serienmittwoch möchte corly wissen, welchen ausgestiegenen Seriencharakteren wir hinterhertrauern. Die Frage ist für mich nicht gerade einfach, weil ich schon so viele Serien gesehen habe, dass ich teilweise schon gar nicht mehr weiß, welche Charaktere ausgestiegen sind, und weil ich es zwar schade um sie fand, aber nicht getrauert habe. Eher war ich bei manchen Figuren geschockt ob der Heftigkeit oder Unbarmherzigkeit, mit der sie per Drehbuch aus der Serie entfernt wurden – wie z.B. Lexy Grey, Mark Sloan oder Derek Shepherd per Flugzeugabsturz oder Autounfall aus der Serie „Grey’s Anatomy“.

Was mich aber tatsächlich für eine gewisse Zeit traurig gestimmt hat, war das drastische Ausscheiden der folgenden beiden Companions bei Dr. Who: Rory Williams und Rose Tyler – wobei gerade bei Rose der Doktor bestimmt am meisten gelitten hat.


 

Und wenn wir schon beim Doktor sind: Dass David Tennant den Doktor nicht bis an sein Lebensende spielen wollte, kann ich zwar sehr gut nachvollziehen, denn so entgeht er wenigstens der Gefahr, auf eine einzige Rolle festgelegt zu werden. Aber schade fand ich es trotzdem. Vielleicht bin ich deshalb wohl nie so richtig warmgeworden mit Matt Smith als seinem Nachfolger. Oder war er mir nur zu jung oder hat mir zu sehr genuschelt, weil ich Tennants Aussprache bisher am verständlichsten fand?

Dass bei Downton Abbey die mir ans Herz gewachsene Lady Sibyl so grausam sterben musste und Matthew einem Autounfall mit tödlichem Ausgang zum Opfer gefallen ist, fand ich auch nicht so toll. Seltsam, dass den Drehbuchautoren vorwiegend das Ausscheiden mittels Serientod einfällt, wenn sie eine Figur nicht mehr länger in der Serie haben wollen oder wenn der Darsteller andere Pläne für die Zukunft hat.

Manchmal streben die mir sympathischen Gestalten eine berufliche Veränderung an (Christina Yang aus Grey’s Anatomy) oder setzen sich zur Ruhe (Inspector Barnaby). Oft hat es dann der Nachfolger schwer, aus dem Schatten seines Vorgängers herauszutreten. Noch ein paar Worte zu Inspector Barnaby. Dessen Nachfolge hat sein Neffe angetreten. Bis ich mich mit dem angefreundet habe, dauerte es einige Folgen.

Nur um dann irgendwann festzustellen, dass für mich der heimliche Star der Serie John Barnabys Hund Sykes war. John Nettles, der ursprünglich die Rolle des Inspector Barnaby gespielt hat, hatte eine Nebenrolle in der Serie Poldark. Was freute ich mich zu Beginn dieses Jahres, dass John Nettles auch in der dritten Staffel wieder mit von der Partie sein würde. Und was ist? Bereits in der ersten Folge stirbt er als Folgeerscheinung seiner Diabetes. Was für ein riesiger Mist! Ob er für die Handlung nun elementar wichtig war, lasse ich mal dahingestellt – aber musste man ihn erst groß ankündigen, nur um ihn gleich am Anfang fallenlassen wie eine heiße Kartoffel? Ich glaube, es gibt Dinge, die ich nicht verstehen muss.

So, mehr Serien fallen mir nicht mehr ein. Aber es hat Spaß gemacht, auch bei dieser Blogparade wieder mitzumachen.

Mittendrin-Mittwoch #74 : Landpartie

 

Da der MeMadeMittwoch zur Zeit mal wieder Sommerpause hat, nehme ich gerne an anderen Mittwochaktionen teil, wie an der, die ich durch puren Zufall beim Stöbern quer durch meinen Reader gefunden habe: der MittendrinMittwoch – eine Aktion von elizzy91, die sich (stark vereinfacht gesagt) ums Lesen dreht. Genaueres dazu in diesem Zitat aus ihrem Blog:


Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern, in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese“


 

Die Frage lautet: In welchem Buch liest Du gerade? Antwort: Brombeertage“ von Angela Huth, 1998 erschienen bei Piper (ISBN 3-492 22607-8) Wie sehen Deine nächsten Zeilen aus?


Ag fühlte sich gedemütigt. Niemand würde sie zum Tanzen auffordern. Sie fühlte sich in ihre Teenagerzeit zurckversetzt, als ihr das so oft passiert war. Sie kam sich lächerlich vor in Prues affigem Chiffontuch und den albernen Locken. Sie wünschte, sie wäre nicht mitgekommen und Joe würde nicht so gelangweilt dreinschauen.“ (S.171)


 

Laut Klappentext handelt das Buch von „Liebe und Freundschaft in den Zeiten des Krieges“, als sich 1941 drei junge Frauen aus der Stadt als Freiwillige zur Landarbeit im abgelegenen Dorset melden; und es ist eins von den Büchern, die ich mir kaufe, wenn mir die Verfilmung gefallen hat. Damals hatte ich den Film „Brombeerzeit“ mit Rachel Weisz, Catherine McCormack und Anna Friel in den Hauptrollen als Landmädchen (Originaltitel: The Land Girls) von David Leland im Kino gesehen.

Wie zuvor schon der Film, konnte mich das Buch restlos begeistern: Es ist nämlich nicht nur leichtfüßig und flott geschrieben, sondern die Schriftstellerin nimmt kein Blatt vor den Mund, und dennoch rutscht die Sprache zu keiner Zeit ins Schlüpfrige oder Geschmacklose ab. Ein Kunststück, das nicht jeder fertigbringt.

Mit seinen 382 Seiten passt es auch noch bequem in die Handtasche, so dass ich mir den morgendlichen Weg zur Arbeit und abends wieder zurück sehr vergnüglich gestalten kann.