Mittendrin-Mittwoch #74 : Landpartie

 

Da der MeMadeMittwoch zur Zeit mal wieder Sommerpause hat, nehme ich gerne an anderen Mittwochaktionen teil, wie an der, die ich durch puren Zufall beim Stöbern quer durch meinen Reader gefunden habe: der MittendrinMittwoch – eine Aktion von elizzy91, die sich (stark vereinfacht gesagt) ums Lesen dreht. Genaueres dazu in diesem Zitat aus ihrem Blog:


Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern, in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese“


 

Die Frage lautet: In welchem Buch liest Du gerade? Antwort: Brombeertage“ von Angela Huth, 1998 erschienen bei Piper (ISBN 3-492 22607-8) Wie sehen Deine nächsten Zeilen aus?


Ag fühlte sich gedemütigt. Niemand würde sie zum Tanzen auffordern. Sie fühlte sich in ihre Teenagerzeit zurckversetzt, als ihr das so oft passiert war. Sie kam sich lächerlich vor in Prues affigem Chiffontuch und den albernen Locken. Sie wünschte, sie wäre nicht mitgekommen und Joe würde nicht so gelangweilt dreinschauen.“ (S.171)


 

Laut Klappentext handelt das Buch von „Liebe und Freundschaft in den Zeiten des Krieges“, als sich 1941 drei junge Frauen aus der Stadt als Freiwillige zur Landarbeit im abgelegenen Dorset melden; und es ist eins von den Büchern, die ich mir kaufe, wenn mir die Verfilmung gefallen hat. Damals hatte ich den Film „Brombeerzeit“ mit Rachel Weisz, Catherine McCormack und Anna Friel in den Hauptrollen als Landmädchen (Originaltitel: The Land Girls) von David Leland im Kino gesehen.

Wie zuvor schon der Film, konnte mich das Buch restlos begeistern: Es ist nämlich nicht nur leichtfüßig und flott geschrieben, sondern die Schriftstellerin nimmt kein Blatt vor den Mund, und dennoch rutscht die Sprache zu keiner Zeit ins Schlüpfrige oder Geschmacklose ab. Ein Kunststück, das nicht jeder fertigbringt.

Mit seinen 382 Seiten passt es auch noch bequem in die Handtasche, so dass ich mir den morgendlichen Weg zur Arbeit und abends wieder zurück sehr vergnüglich gestalten kann.

 

Media Monday # 316

 

Die Woche endete für mich mit einem literarischen Ärgernis: In der Erwartung, mir mit „Zeiten des Aufbruchs“ von Carmen Korn einen interessanten Roman über das Nachkriegsdeutschland und dessen Wiederaufbau gekauft zu haben, musste ich zu meiner Enttäuschung bald feststellen, dass die Schriftstellerin auf knapp 600 Seiten im Schweinsgalopp durch die Jahre 1949 bis 1969 eilt und es dabei fertigbringt, wichtige Ereignisse wie die Hamburger Sturmflut von 1962, die Attentate auf bedeutende Persönlichkeiten oder den Mauerbau nur oberflächlich anzureißen.

Allein der Ohrfeige, die Beate Klarsfeld 1968 Kurt Georg Kiesinger verpaßt hat, ist eine längere Passage gewidmet. Ansonsten beschäftigt sich der Roman mit den Schicksalen der Familien von vier miteinander befreundeten Frauen, aber das so sprunghaft, dass es mir noch nicht einmal unter diesem Aspekt gelang, mit den Figuren warm zu werden. Das hatte ich in der Vergangenheit so auch noch nicht. Schade um die verschwendete Lesezeit.

Wie gut, dass es einen neuen Lückentext zum Media Monday gibt, wie immer entworfen von Wulf auf seinem Blog medienjournal, der bereits am Sonntagabend ab 18 Uhr zum Ausfüllen bereitsteht. Das macht mir eindeutig mehr Spaß, als mich durch dicke Wälzer zu Schmökern, bei denen ich es nicht schaffe, die innere Distanz zu den Figuren im Buch zu überwinden. Lieber lese ich „Die Chroniken von Deverry“ von Katharine Kerr und Umberto Ecos bahnbrechendes Werk „Der Name der Rose“ zum dritten Mal.

 

Media Monday #316

1. Um mich an eine Serie zu binden, bedarf es eigentlich nur einer Handlung, die ich als nicht abgedroschen empfinde, einem gelungenen Drehbuch und im Idealfall keine Unterbrechungen durch Werbepausen.

2. Wer der neue Doctor (Who, Anm. d. Red.) wird, habe ich noch immer nicht herausgefunden, aber ehrlich gesagt, wird mir das ganze Rätselraten darum langsam zu dumm; mittlerweile denke ich, dass es das beste sein wird, wenn ich mich überraschen lasse.

3. „Der Name der Rose“ ist mir lang im Gedächtnis geblieben, denn sowohl Film als auch Buch gehören zu meinen persönlichen Top Ten.

4. Der Trend, bei Unfällen zu gaffen, Rettungskräfte zu behindern und zu bedrohen und alles ohne Rücksicht auf Verluste zu filmen, um es später gar noch auf Youtube hochzuladen, sollte hoffentlich bald ein Ende haben.

5. Im dritten Quartal dürfte meines Erachtens „Das Pubertier“ einen Kinobesuch wert sein, schließlich spielen Jan-Josef Liefers und Heike Makatsch die Hauptrollen, und beide würde ich gerne öfter auf der Leinwand oder im Fernsehen sehen.

6. „Minion Rush“ fürs Tablet ist eines dieser Spiele, bei denen ich über die Anfangslevel nicht hinausgekommen bin und nicht nur deshalb recht schnell wieder vom Tablet gelöscht habe. Die ständigen Versuche, mich mit Facebook verbinden zu wollen, haben ihr übriges dazu getan.

7. Zuletzt habe ich einer Freundin beim Hochladen eines Porträtfotos zwecks Echtheitsprüfung geholfen und das war überaus interessant, weil sie mir eine Freundschaftsanfrage von Leuten zeigte, zu denen ich den Kontakt in vollem Bewußtsein einschlafen ließ. Und, zu guter Letzt, habe ich am Sonntagabend eine Mail mit einem interessanten Link zu einem Film erhalten, der sich um eine Fahrt durch die Highlands mit dem legendären Zug „The Royal Scotsman“ dreht. Ach, wie gerne ich da auch einmal mitfahren würde! Und wieder einmal heißt es: „Real men wear kilt“.

 

FUSSA 2017 : Film- und Serien-Sew-Along 2017 – das Finale



 

Das Ende ist da: Agatha Raisin und Jane Kennedy (The Coroner) haben den Fall gelöst und präsentieren das Ergebnis ihrer Ermittlungen am Finaltag des Film- und Serien-Sew-Alongs (FUSSA), dem 16. Juli.

Bei yacurama (minimale extravaganz), die diesen Sew-Along ins Leben gerufen hat, treffen sich heute alle, die sich zum Nähen neuer Kleidungsstücke von Fernsehserien wie „Call the Midwife“, „Agent Carter“ oder „Mord mit Aussicht“ haben inspirieren lassen. Bei mir war es ein Mix aus „The Coroner“ und „Agatha Raisin“ – beide Serien liefen nur kurze Zeit auf ZDF neo. Jetzt aber zu meinem Ergebnis.

 


 

Mit zwei luftig-weiten Seidenblusen nach einem Schnitt von Burda ins Rennen geschickt, warten sie nun darauf, wer das Recyclingprodukt Bleistiftrock in Zukunft tragen darf. In seinem früheren Leben war er ein Etuikleid von Orsay, das mir oben herum leider nicht mehr passt, aber das ich schon allein wegen des Metalls in Taillenhöhe nicht wegwerfen wollte. Also habe ich kurzerhand das Rockteil und die Passe im Mittelteil abgetrennt und neu zusammengefügt, wobei ich die Passe mit Vliesline verstärkt und zu einem Bund umgearbeitet habe. Geschlossen wird der Rock mit einem aufgesetzten Metallreißverschluss. Den hatte ich nämlich als einzigen schwarzen Reißverschluss noch herumliegen und musste keinen neuen kaufen.

 

 

 

Agatha Raisin


 

 

 

The Coroner Jane Kennedy


 

Außerdem habe ich eine ähnliche Optik bei der letzten Staffel von „Geschickt eingefädelt“ gesehen und fand dieses Unperfekte ganz schön cool. Abgesehen davon, war ich mir nicht sicher, ob der Rock vielleicht nicht doch eine Spur zu eng ist und durch einen nahtverdeckten Reißverschluss mögliche Zugfalten viel mehr auffallen.

Doch wie heißt es so schön? Was nicht passt, wird passend gemacht. Das führt mich zu der Frage, ob alle Teilnehmerinnen bei dieser schönen Aktion ihre Projekte auch so erfolgreich passend machen konnten; für den diesjährigen FUSSA möchte ich mich deshalb hier nochmal bedanken und jetzt die Ergebnisse der anderen ausgiebig bewundern.

Sekt zum Anstoßen gibt’s diesmal keinen, da ich heute lieber Matcha oder Landmilch trinken möchte. In diesem Sinne: Möge die Milchbar baldigst ihre Pforten öffnen. The guests are thirsty.

 

 

Die fünf Besten am Donnerstag # 53 : Lies mal wieder


 

Tage gibt’s – das hab‘ ich nun davon: Mein Kommentar bei den „5 Besten“ vom letzten Donnerstag auf Goranas Blog, dass ich auf eine einsame Insel lieber Bücher als Filme mitnehmen möchte, hat mir heute prompt eine Retourkutsche eingebracht, über die ich aber gar nicht traurig bin, denn Gorana fragt heute in ihrer Rubrik „Die 5 Besten am Donnerstag:

5 Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde

 

Drei hatte ich bereits in meinem Kommentar letzte Woche genannt, hinzu kommen noch zwei weitere aus meiner riesigen Privatbibliothek – und alle fünf haben eine Gemeinsamkeit, auf die ich aber am Schluss eingehe. Am liebsten würde ich ja noch viel mehr mitnehmen, zumal ich ja auch noch einige Fortsetzungsromane besitze, und wenn ich alle zusammenzähle, werden aus den fünf schnell fünfzig. Jetzt aber Spaß beiseite – hier kommt meine fünfteilige Auswahl aus meinen „All-Time-Favourites“:

 

1. Michael Ende – „Die unendliche Geschichte“:

Welche Offenbarung, als ich durch meine Deutschlehrerin die Bekanntschaft mit diesem fürs Kino verfilmten Klassiker machte und feststellte, dass der Film nur die erste Hälfte des Romans zusammenfasste und ich beim Lesen feststellte, dass es ab der der Mitte erst so richtig spannend wurde. Was mir besonders gefiel, abgesehen von der Handlung, ist der Druck in den Farben Rot und Grün und dass jedes Kapitel mit dem nächstfolgenden Buchstaben des Alphabets beginnt.


 

2. Umberto Eco – „Der Name der Rose“:

Neugierig geworden durch den gleichnamigen Film mit Sean Connery, musste ich unbedingt Umberto Ecos bekanntestes Werk lesen und hatte beim Schmökern natürlich prompt Schauplatz und Äußeres der handelnden Personen für Augen; für viele ein No-Go, weil Lesen ja die Phantasie anregen soll. Aber da das Buch dank ellenlanger lateinischer Passagen und der erklärenden Fußnoten noch wesentlich umfangreicher ist als der Film ist, gibt die Lektüre noch viel mehr her.


 

3. Robert Crichton – „Die Camerons“:

First things first: Robert Crichton ist nicht mit Michael Crichton, dem Autor von „Jurassic Park“ verwandt. Aufmerksam auf diesen Roman, der in einem schottischen Bergbaustädtchen im 19. Jahrhundert spielt, bin ich durch die gleichnamige Fernsehserie geworden, die 1982 von der ARD im Vorabendprogramm ausgestrahlt wurde. Die Handlung hatte ich beim Kauf des Buchs schon wieder vergessen, aber die Personen und das Städtchen sind mir noch lange im Gedächtnis haften geblieben. Auf fernsehserien.de steht das folgende Zitat aus der HörZu: „An ihrem 16. Geburtstag verlässt Maggie Drum ihren Heimatort Pitmungo, ein westschottisches Bergarbeiterdorf. Sie will unbedingt einen Highlander heiraten, einen, der anders ist, als die Männer ihrer Gegend. Mit ihren Ersparnissen kommt sie an die Küste und lernt Gillon Cameron kennen, einen armen Fischer des Hochlandes.“ Immer, wenn ich „Die Camerons“ lese, wird die Sehnsucht nach meinem Lieblingsland Schottland wieder wach. Auch wenn ich niemals auf die Idee käme, freiwillig in so ein rußiges, düsteres Dorf wie Pitmungo zu reisen.


4. Die Gesamtausgabe „Der Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden, Else Wildhagen und Suse Lachapelle-Roobol:

Jetzt werden einige aufjaulen, denn immer wieder gerne greife ich zu diesem vierbändigen Sammelband von drei verschiedenen Schriftstellerinnen. Der erste Band beginnt mit dem Tag, an dem die 15jährige Ilse Macket erfährt, dass sie in ein Mädchenpensionat geschickt werden soll, um dort die für eine „höhere Tochter“ angemessene Schulbildung und gesellschaftlichen Schliff zu erhalten. Die folgenden Bände begleiten Ilse durch ihre Zeit als Verlobte, als Ehefrau, und zu guter letzt als Großmutter. Zwar gehe ich in vielen Punkten so gar nicht konform mit dem Frauen-, Familien- und Gesellschaftsbild von damals. Dennoch finde ich diese Reise in eine längst vergangene Zeit höchst vergnüglich, weil sich darin die ein oder andere Passage verbirgt, die ich für damals erstaunlich fortschrittlich halte und die ich genau so ebenfalls unterschreiben würde.


5. Jean Webster – „Daddy Langbein“:

Vom Waisenhaus ans College. Dieses Schicksal widerfährt der jungen Jerusha Abbott, die von einem reichen Unbekannten die Studiengebühren bezahlt bekommt, unter der Bedingung, dass sie ihm jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben muss.. Im Verlauf des 1912 erschienenen Briefromans entwickelt sich diese ungeliebte Pflichtaufgabe für Jerusha zu einer Möglichkeit, sich schriftstellerisch ausdrücken zu können. Laut Wikipedia „zeigen die Motive des Buchs Jean Websters Interesse an sozialen Fragen und der Frauenbewegung“. Einen größeren Kontrast zu dem Buch unter Punkt 4 kann ich mir nicht vorstellen.


 

Und nun die Gemeinsamkeit, falls es nicht schon in den fünf Absätzen durchgeschimmert ist: Alle Bücher sind verfilmt worden – entweder fürs Kino oder fürs Fernsehen: „Die unendliche Geschichte“, „Der Name der Rose“ und „Daddy Langbein“ konnte man auf der Leinwand bewundern; „Die Camerons“ und „Der Trotzkopf“ liefen in der ARD als Fernsehserie. Dummerweise halte ich die Trotzkopf-Verfilmung für am wenigsten gelungen, was aber nicht unbedingt an der Hauptdarstellerin Anja Schüte liegt.

So, das war mein kleiner Ausflug in die Bücherwelt, die mich auf eine einsame Insel begleiten darf; ins Rennen geschafft hat es leider nicht „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ oder Andreas Feiningers Sachbuch über „Schwarz-Weiß-Fotografie“.

 

Media Monday # 315

 

Irgendwie ist am Wochenende mein Schlafrhythmus so durcheinandergekommen, dass mir am Sonntagabend bei Erscheinen von Wulfs neuestem Lückentext auf seinem Blog medienjournal nicht mehr der Sinn nach weiteren Aktivitäten stand. Nicht, dass ich besonders viel am Wochenende gemacht hätte; wenn man samstagnachmittaglichen Schlummer auf der Couch und Essengehen als Aktivität bezeichnet, dann war ich wirklich sehr aktiv. So aktiv, dass ich dann zur „Geisterstunde“ noch immer nicht schlafen konnte und der Meinung war, dass ein Spaziergang durch Feld und Flur um elf Uhr nachts eine Super-Idee sei. Dementsprechend spät (bzw. früh) löschte ich dann auch das Licht und hatte am folgenden Tag zu beinahe nichts mehr richtig Lust. Wenn da nicht der Media Monday wäre.

Sobald der am Sonntagabend um 18 Uhr online ist, lasse ich meine kleinen grauen Zellen zu meinem persönlichen Plaisir arbeiten – nun denn, here we go:

 

Media Monday # 315

1. “Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939 ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme überhaupt wobei es noch ganz viele andere gibt, die ich zu meinen Lieblingsfilmen zähle, wie z.B. „Vertigo“ von Alfred Hitchcock.

2. Sommerzeit bedeutet für mich ja immer auch das Beobachten der Mauersegler am Abend bei ihrer waghalsigen Flugakrobatik. Sobald diese liebenswerten Geschöpfe wieder nach Süden ziehen, ist für mich bereits Herbst.

3. Regelrecht stolz bin ich auf den ersten Band in meiner „Poldark“-Roman-Sammlung, schließlich habe ich mir darin 2000 ein Autogramm von dem Hauptdarsteller der Verfilmung aus den 70er Jahren geben lassen.

4. Johnny Depp hat mit Filmen von Tim Burton in meinen Augen eine vielversprechende Karriere gestartet, aber dann kam ein Fluch-der-Karibik-Film nach dem anderen, und an dem Punkt, glaube ich, stagniert sie nun.

5. Entgegen der vorherrschenden Meinung bin ich ein großer Freund von gut gemachter Science-Fiction und filmischen Zukunftsszenarien , immerhin bin ich dafür bekannt, dass ich liebend gerne sogenannte Period-Dramas sehe.

6. Eine Auswahl an Filmen oder Serien landet immer dann im Player, wenn das Wetter oder das Fernsehprogramm Mist ist – wobei es zu viele sind, um an dieser Stelle genannt zu werden.

7. Zuletzt habe ich einen nächtlichen Spaziergang ohne Taschenlampe unternommen und das war anders als sonst, weil mich beim Abendessen jemand fragte, ob ich so alleine in der Nacht keine Angst hätte – und prompt fing ich an, auf jedes Geräusch zu achten. Zum Schluss bekam ich dann doch noch einen gewaltigen Schrecken, weil sich aus dem Baum direkt vor meiner Nase eine Eule erhob und davonflatterte. Wer hat hier nun vor wem mehr Angst gehabt: Ich vor der Eule oder die Eule vor mir? Aber egal, welche Version zutrifft – dieses Erlebnis hat mir bewiesen, dass ich weniger auf andere Leute und ihre Bedenken hören sollte, sondern mehr auf meine eigene Erfahrung und gesunden Menschenverstand.

Serienmittwoch #79 : Hype (r Hyper, oder was?)


 

Bei Bücherhypes sind ja viele abgeneigt, das Buch zu lesen, was gerade gehypt wird und warten erst mal ab. Wie steht ihr zu Serienhypes? Ist es da genauso oder behandelt ihr die anders?


 

Das fragt Corly bei ihrer 79. Ausgabe des „Serienmittwochs“ – und ich muss sagen, dass mir Hypes so ziemlich auf den Senkel gehen, egal ob es sich um Bücher, Filme oder Serien handelt. Aus Erfahrung weiß ich nämlich, dass ich bei „gehypten“ Filmen bisher meistens auf die Nase gefallen bin und daher fast auch sicher sein kann, dass „La La Land“ aus dem Grund nichts für mich ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. „Titanic“ gehört dazu. Oder „Der Herr der Ringe“. Oder… aber es geht ja nun um Serien. Und da gibt es für mich zwei Optionen:    1. Ich steige ein, wenn der Hype schon ein wenig abgeflaut bzw. fortgeschritten ist    -oder-    2. Ich steige in eine Serie ein, ohne zu wissen, dass es um sie einen Hype gibt.

Option 1

Meistens steige ich in Serien dann ein, wenn sie schon einige Staffeln auf dem Buckel hat, was aber nur bedingt funktioniert: Was bei Emergency Room (ER) geklappt hat, ist bei Lost total in die Hose gegangen. Darum war ich bei späteren Serien, die mir allenthalben angepriesen oder auf Teufel komm raus zitiert wurden, auch schlauer – doch dazu später mehr.

 

Eingestiegen in fortgeschrittene Hypes

Um mal bei den Beispielen ER und Grey’s zu bleiben: Was wurde damals ein Bohei um ER veranstaltet, weil George Clooney das Zugpferd war. Eingestiegen bin ich erst, als Mr. Clooney gar nicht mehr in der Besetzungsliste auftauchte, und trotzdem kam ich bei der Handlung noch mühelos mit. Bei Lost dagegen entwickelte die Story sich für mich dermaßen konfus, dass ich überhaupt nicht verstand, was daran so toll war. Und noch ein kurzer Nachsatz: Heute kennt ER vermutlich kaum noch jemand. So viel zum Thema „Hype“ und „muss man gesehen haben“.

Bei anderen Serien wie „Downton Abbey“ und „Game of Thrones“ habe ich tatsächlich mit der ersten Staffel angefangen, als bereits die dritte (DA) bzw. die vierte Staffel (GoT) angelaufen war. Bei DA konnte ich mir die DVD von meiner Schwester ausleihen – bei GoT habe ich einen Gutschein, den mir Kollegen zum Geburtstag geschenkt haben, eingelöst. Der Gedanke dahinter: Sollte mir die Staffel nicht gefallen, brauchte ich es nicht weiter schauen und kann die DVD weiterverschenken – bei Gefallen jedoch kann ich günstig die restlichen erwerben, um dann die aktuellen Folgen aus dem Fernsehen aufzunehmen. Der Plan ging auf, und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl beide Serien gegensätzlicher nicht sein könnten. Aber ich habe halt einen vielseitigen Geschmack.

 

Nicht eingestiegen in laufende Hypes

Worum auch sehr viel Wind gemacht wurde, war Star Wars. Mitsamt dem ganzen Merchandising. Ist zwar keine Fernsehserie, aber eine Filmreihe. Da ich in meiner Jugend keinen einzigen Film aus dem großen George-Lucas-Imperium gesehen habe, war mir der ganze Rummel um die Teile 1 bis 3 so ziemlich fremd. Ja, die ersten beiden Teile habe ich – warum auch immer – im Kino gesehen, und ich fand die Filme auch sehr spannend, aber warum sich Leute die Filme ein Vierteljahr vorher nächtelang auf mehreren Rechnern aus dem Netz herunterladen müssen, habe ich in dem Zusammenhang nie verstanden. Abgesehen davon, dass solche Aktionen illegal sind; was gibt es Leuten, den Film noch vor dem offiziellen Start gesehen zu haben. Einen Wissensvorsprung? Neid anderer Star-Wars-Fans? Nach einem Vierteljahr hat sich dieser Zustand sowieso relativiert. Aber das sind bloß meine 50 Pfennige, äh Cent, für die Parkuhr.

 

Option 2

Von Anfang an dabei war ich bei Outlander, und zwar durch puren Zufall. An jenem Abend war mir meine Lieblingsserie (Grey’s Anatomy) aus irgendeinem Grund zu blöd, und ich hatte auf Geschnippel im OP und Beziehungsgeschwätz keine Lust, zappte durch die Programme und blieb ausgerechnet bei einer Szene in Outlander hängen, in der Claire dem Helden die Schulter wieder eingkugelt. Es wurde auf Gälisch geflucht, und ich dachte mir, das könnte vielleicht doch ganz interessant werden. Und so bin ich dabei geblieben und habe erkannt, dass ich die Verfilmung gelungener finde als die literarische Vorlage. Dass sich Outlander zum Renner bzw. zum Hype entwickeln würde, habe ich aber nicht geahnt. Und da mich Fandiskussionen in Internetforen meistens nicht interessieren, kann mich der eventuelle „Hype“ auch nicht tangieren.

Was mich allerdings tierisch nervt, ist massives Merchandising wie momentan mit den Minions oder wie vor einiger Zeit mit den Figuren aus Ice Age. Das schreckt mich dann tatsächlich von dem Besuch des Films ab. Von dem ich übrigens glaube, dass er so großartig nicht sein kann, wenn es sich um das x-te Sequel handelt und so eine Werbegroßoffensive nötig hat.

 

Und das war mein heutiger Beitrag zum Serienmittwoch. Hat Spaß gemacht. Danke.

Me Made Mittwoch : Eigentlich wollte ich …


 

 

bis zum 16. Juli mit der Präsentation meiner Bluse warten, denn da ist das Finale des Film- und Serien-Sew Along (FUSSA) – und dafür ist sie auch gedacht. Weil aber heute der MeMadeMittwoch zum letzten Mal vor der Sommerpause stattfindet, präsentiere ich sie hier, diesmal wieder ziemlich spät – mit der „Startnummer“ 89:

Das Modell ist die ärmellose Bluse Nr. 101 (burdastyle 9/2016)– die relativ weit fällt, und die ich trotzdem nicht eine Nummer kleiner genäht habe, weil sie sonst nicht mehr so bequem wäre. Den Seidenstoff mit Animalprint habe ich beim beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft. Das waren die Eckdaten, kurz und knackig aufnotiert.

 

 

Bei den momentanen Temperaturen trägt sich die Bluse äußerst angenehm, und ich bin froh, dass sie nicht so körpernah fällt wie die Teile, die ich sonst so bevorzuge. Mal sehen, welche Abwandlung mir einfällt, wenn ich diese Bluse noch einmal nähen möchte. Und nun geht’s zur Präsentation weiterer selbstgenähter Kleidung – auf dem MMM vom 5. Juli 2017, der unter dem Motto „ich packe meinen Koffer“ steht.

 

Meinen Koffer packe ich zwar nicht, weil mein Urlaub schon lange vorbei ist, aber der nächste Urlaub in wärmeren Gefilden kommt bestimmt, und bis dahin kann luftige Kleidung fürs Büro auch nicht schaden.

Boom! — Teil‘ mal wieder

Wie war das nochmal mit dem Spruch „Sharing is caring“? – Heute teil‘ ich mal eine Statistik mit euch….

Boom!

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Dein Blog, Blaupause7, erhält offensichtlich mehr Traffic als üblich! 28 Aufrufe pro Stunde – 1 Aufrufe pro Stunde im Durchschnitt

Eine Spitze in deinen Statistiken

Media Monday # 314


 

Ein neuer Monat – ein neuer Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal   – und endlich mal ein Wochenende mit angenehmen Temperaturen, auch wenn es fast nur geregnet hat – was ich ja an sich gar nicht so schlecht finde, weil sich endlich die Pflanzen mal erholen können. Da kann ich die Zeit auch mal zum Faulenzen nutzen. Seltsamerweise fehlte mir die Lust, einen Film zu schauen; also habe ich lieber ein bißchen genäht, Fotos sortiert und den 500-Seiten-Krimi „Wir sind die Guten“ gelesen. Der ist sehr unterhaltsam geschrieben – doch irgendwann ist auch daraus die Luft raus, und so hatte ich bei zwei Fragen aus dem Lückentext einen ziemlichen Blackout. Doch im Laufe des heutigen Tages konnte ich auch diese Nuß knacken.

 

Media Monday # 314

 

1. Der Moment, als ich erfuhr, dass die letzten vier Bände meiner Lieblings-Buchserie nicht mehr ins Deutsche übersetzt worden sind, hat mich die Entscheidung treffen lassen, „Die Chroniken von Deverry“ auf Englisch fertig zu lesen.

2. Als ich seinerzeit den ersten Teil von „Death in Paradise“ gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht, dass mich diese Krimiserie mit ihrem karibischen Flair so reizen würde, dass ich mich auf die weiteren Folgen an jedem Freitagabend auf zdf neo freuen würde.

3. Dass Amy Winehouse mit 27 plötzlich tot umfallen würde, habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich im Nachhinein nicht überrascht war, dass eine Alkoholvergiftung die Ursache für ihr frühes Ableben war.

 


4. Untertitel in Filmen finde ich dann hilfreich, wenn ich die Dialoge wegen überlauter Hintergrundgeräusche oder -musik nicht verstehen kann.

5. Kultigste TV-Figur – da fällt mir auf Anhieb Bernd das Brot ein, obwohl es sicher noch andere gibt, wie das Sandmännchen; vor 30 Jahren hätte ich wahrscheinlich Kermit den Frosch genannt. Und wenn ich so darüber nachdenke: Seit wann gibt es die früher so üblichen Fernsehansagerinnen nicht mehr?

6. Mit der erzählenden Person des Romans „H wie Habicht“ als Figur kann ich mich wohl deshalb so gut identifizieren, weil ich mich zu der Zeit, als ich das Buch las, in einer ähnlichen Lage befunden hatte. Hätte man mir diese Frage als Kind gestellt, wäre meine Wahl wohl auf die Heldin des Romans „Geli, die Fremde“ von H.E. Seuberlich gefallen.

 

7. Zuletzt habe ich mit dem Lesen eines neuen Krimis begonnen und das war unerwartet spannend und amüsant zugleich, weil ich mit den bisherigen Romanen von Dora Heldt bzw. dem Genre, in das ihre Bücher eingeordnet werden, wenig anfangen konnte.

Magische Mottos 2017 : Juli

Liebe“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Juli auf dem Blog von paleica. Liebe empfinde ich nicht nur für einen bestimmten Menschen oder Familie und Freunde, sondern auch gegenüber Orten, Ereignissen und Dingen in meinem Leben – von dem ich hoffe, dass es noch viele schöne Momente für mich bereithalten mag. Auch wenn es seit einigen Monaten nicht immer danach aussah. Deshalb möchte ich Paleica zitieren und diesen Monat all jenem widmen, das mir Freude macht…

such as …

Schottland, die frühen Morgenstunden, mein Freizeitidyll im Taunus, die Farbe Gelb, Burgen, Mittelalterfestivals, Berge und Meer, Rosen, den Mond, Vögel, Reptilien, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge, Fledermäuse, (industrielle) Architektur aus dem vorletzten Jahrhundert …

also habe ich mein Archiv mit jahrealten und aktuellen Aufnahmen geplündert und eine kleine Kollektion zusammengestellt.


Obwohl es immer noch weh tut, die Liebe meines Lebens letzten Herbst verloren zu haben (weshalb ich bei dieser Aufgabe auf Bilder aus Schottland verzichte), freut es mich doch stets, wenn sich Menschen, die einander lieben, sich entschließen, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Daher kommen meine Glückwünsche an Paare, die den wichtigsten Tag in ihrem Leben so feiern, dass das Glück auf alle, die dabei sein dürfen, zurückstrahlen kann, aus tiefstem Herzen. So, nachdem ich aber jetzt genug philosophiert habe, geht es jetzt zu meiner Galerie der Bilder von Dingen, die ich liebe oder die Zuneigung und Liebe symbolisieren.

07.08 Juli Symbol - LIEBE

Die schönste Zeit des Tages ist nach wie vor für mich der Morgen. Wenn draußen schon die ersten Vögel zu singen begonnen haben, aber noch kein Flugzeug zu hören ist, Frühnebel durchs Tal wabern und Tautropfen auf Wiesen und Bäumen liegen.

07.02 Juli - frühe Morgenstunden

07.01 Juli Morgenstund

Besonders schön finde ich diese Zeit des Tages in meinem Freizeitidyll im Taunus, dort wo auch meine Lieblingsbaumgruppe steht. Wie oft ich die wohl schon fotografiert habe?

07.04 Juli - lieblingsbaum

Hier legen auch öfters Schäfer mit ihren Schafherden einen Zwischenstopp ein, und manchmal sind auch Wildschafe dabei.

07.06 Juli - Wildschaf 1

07.07 Juli - Wildschaf 2

Und außerdem kann ich dort viel besser den Mond und die Sterne beobachten als in der näheren Umgebung von Frankfurt, wo es dank des Flughafens und der beleuchteten Autobahnen nachts nie wirklich dunkel wird.

07.05 Juli - Mond

Ganze Nachmittage kann ich dort vertrödeln und bei Streifzügen durch die Natur die Zeit vergessen.

 

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Manchmal aber brauche ich ein Kontrastprogramm, und mir ist mehr nach dem Remmidemmi von Mittelaltermärkten, um ein Beispiel zu nennen. Auf der Burg Münzenberg sind mir Aufnahmen mit dramatischen Farben gelungen; was mich besonders gefreut hat, weil meine Lieblingsfarbe dabei war: die Farbe Gelb.

07.09 Juli - Burg

07.10 Juli - gelb

07.11 Juli - gelb Schild


 

Auch auf Bergtouren geht es nicht immer still und einsam zu. Manche ziele ziehen haufenweise Wanderer und Bergsteiger an, so wie der Rauhkopf in der Nähe des Spitzingsees (Oberbayern).

07.12 Juli - Bergtour

07.13 Juli - Rauhkopf

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Und stellvertretend für die Backsteinarchitektur vergangener Zeiten soll das letzte Bild in meiner Galerie stehen (aufgenommen im Wendland).

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