Die fünf Besten am Donnerstag # 59 : Büchermanie

 


 

Ahoi, ihr Landratten und Seebären, nachdem ich jetzt ein paar Mal beim Mittendrin-Mittwoch von elizzy91 mitgemacht habe, bin ich heute genau richtig bei der 59. Ausgabe von Goranas Die 5 Besten am Donnerstag“ von Gorana, die sich um die fünf zuletzt von uns gelesenen Büchern dreht.

Heute habe ich angefangen, den ersten Band der Trilogie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins zu lesen. Zur Abwechslung mal eine Dystopie, auf die ich durch die Verfilmung mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle aufmerksam geworden bin und deren Kauf ich nicht eine Sekunde bereut habe. Da es jetzt aber um die zuletzt gelesenen Bücher geht, zähle ich nun also die Bücher auf, die ich davor gelesen habe.

 

~~~~~ Here we go ~~~~~

 

Längengrad von Dava Sobel : Das Sachbuch beschäftigt sich mit William Harrison, der seinen Beitrag zur Lösung des Längengradproblems auf hoher See leistete, indem er eine wartungsfreie und fast kaum fehlgehende Schiffsuhr aus Holz konstruierte.

Smetters erzählt Mordgeschichten von Lord Dunsany : Fünf groteske Kurzkrimis mit makabrem und dennoch heiterem Touch – die ideale Lektüre, wenn man vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten lesen möchte.

Einladung zur Beerdigung von Rae Foley : Nach dem Tod ihrer Tante Geraldine wird die junge Bibliothekarin Cathy Briggs zur Millionenerbin. Doch jemand trachtet ihr nach dem Leben. Und nach und nach wird der Kreis der Verdächtigen immer kleiner – wie die Fliegen sterben sie nacheinander, teilweise unter absurden Umständen. Dieses antike Exemplar vom Bücherflohmarkt wurde für mich auch beim dritten Lesedurchgang nicht interessanter, und so habe ich es nach der letzten Seite in der S-Bahn zurückgelassen.

Lügenlandschaft von Peter Watson : Die spannende Jagd nach einem Millionenschatz aus der Zeit Heinrichs VIII. habe ich dagegen schon mehrmals gelesen und fand es jedesmal aufs neue spannend.

Acht Nacht von Sebastian Fitzek : Am 8. August, in der Acht Nacht, findet eine ganze Nacht lange eine Menschenjagd ungeahnten Ausmaßes statt – eine Jagd, zu der im Internet aufgerufen wurde und bei der ein Preisgeld von mehreren Millionen Euros dem Jäger winkt, der den ersten der beiden Gejagten zur Strecke bringt. Was als psychologisches Experiment begann, endet in einem blutigen Horrorszenario, das mich stellenweise an den Film „Hostel“ erinnert hat – aber im Vergleich zu „Abgeschnitten“ von Fitzek & Tsoros geradezu sanft daherkommt.

 

~~~~~ That’s it ~~~~~

 

So, das waren nun meine zuletzt gelesenen fünf Bücher.

Serienmittwoch # 87 : das „perfekte“ Serien-Dinner

 

 

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In ihrer neuesten Mitmachaufgabe fragt Corly nach einem Dinner, das wir uns vorstellen, und wer daran teilnimmt und was es alles zu essen gibt. Bei mir hat’s heute mal länger gedauert, weil ich Lust hatte, mal wieder etwas kreatives zu schreiben. Aber zuerst die Kurzfassung: In den Hauptrollen

 

Dr.Who, Rose Tyler und Jack Harkness (Torchwood)

Captain Jean Luc Picard und Worf (Star Trek TNG)

Captain Janeway (Star Trek Voyager)

Captain Ross Poldark und Caroline Penvenen (Poldark)

Damien Salvatore (Vampire’s Diary)

Ragnar Lodbrok (Vikings)

Lady Daenaerys mit ihren Drachenbabys (Game of Thrones)

 

und ihre Picknickkoffer, Lunchboxen und sonstige Transportbehältnisse mit Speis und Trank fürs Picknick. Und wer den rudimentären Bericht dieser seltsamen Zusammenkunft lesen möchte, dem wünsche ich Spaß mit dem Lesen der folgenden Zeilen:

 

White Dinner

Das Holodeck bot jede Menge Platz für ein opulentes Mahl mit Gästen in jeder erdenklichen Anzahl – anläßlich seines 999. Geburtstages hatte der Doktor zu einem Diner en Blanc – oder genauer gesagt, einem Weißen Picknick eingeladen, mit zwei besonderen Ehrengästen: Captain Jean Luc Picard und Captain Kathryn Janeway.

Und ich mittendrin; mit knurrendem Magen saß ich zwischen Rose Tyler und Jack Harkness und wartete gespannt darauf, wer als nächstes mit seinem Picknickköfferchen hereinspazieren würde. Picknicks sind ja nun wirklich eine feine Sache: Jeder kann mitbringen, was ihm mundet und wovon er bzw. sie meint, was den anderen am Tisch schmecken könnte. Okay, zugegeben – auf den Inhalt von Worfs Snackbox bin ich nun wirklich nicht scharf; ich mag mein Essen nicht mehr lebend, und man kann es mit der Frische ja auch übertreiben.

Rose, als ehemalige Begleitung des Doktors – an den die meisten die Frage „Doctor… Who?“ richten – hatte eine Kühlbox mit frisch gefangenem Fisch von der Norwegischen Bad Wolf Bay dabei. Fisch, den der Koch-Droid des Holodecks in Windeseile zu Sushi verarbeitet hatte. Gerade wollte ich einen Blick in den Thermobehälter von Jack Harkness, dem Leiter des nicht mehr existenten Torchwood-Teams, werfen, da stürmte Lorelai Gilmore aus Stars Hollow mit einer großen Umhängetasche herein, aus der sie mehrere Riesenthermoskannen hervorholte: Ich tippte auf Kaffee. Und so war es auch; in einer war Lukes Spezialmischung aus seinem Café, in der nächsten extrastarker türkischer Mokka, und in der dritten koffeinfreier Kaffee. Die Muffins und Donuts kamen als nächstes auf den Tisch. Sogar sie waren weiß. Und so ging es nach und nach weiter. Allmählich füllte sich der Saal, und es war gar nicht so einfach für mich, den Überblick zu behalten. Aber da ich an diesem Abend meine Brille vergessen hatte, konnte ich sowieso nur die Personen erkennen, die sich am Tisch in nächster Nähe befanden, sowie deren mitgebrachte Köstlichkeiten.

Mein Sichtbarkeitsradius beschränkte sich daher auf meine beiden direkten Nachbarn und die drei Gäste, die nacheinander mir gegenüber Platz genommen hatten: Captain Ross Poldark, Caroline Penvenen (eine Freundin von Ross Poldark) und Damien Salvatore. Aber wenn ich gedacht hatte, dass Poldark eine interessante Speise aus dem 18. Jahrhundert aus seiner großen Messengerbag hervorzaubern würde, so war ich gründlich auf dem Holzweg gewesen, denn darin befanden sich Brandy, Portwein und Rum – eindeutig Schmuggelware. Die Zollbanderole war auf den angestoßenen Krügen mit Korkverschluss jedenfalls nicht vorhanden. Die größte Überraschung aber stand mir noch bevor.

Nicht nur, dass Damien jegliche Kleidungsregeln mißachtet hatte und in stylischem Schwarz erschien (selbst Jack Harkness hatte auf seinen heißgeliebten Armeemantel verzichtet und sich ein weißes Dinnerjacket übergeworfen); zu Carolines großem Erstaunen schleppte er eine große Obststeige herein, auf der sich besonders schöne Blutorangen stapelten. Dass Orangen für Caroline eine besondere Bedeutung hatten, konnte er ja nicht wissen. Mir dagegen fiel unpassenderweise der uralte Witz ein, der bereits einen Bart angesetzt hatte: „Frage: Wovon ernährt sich ein Vampir, der zum Vegetarier geworden ist? – Antwort: Blutorangen“ – Muhahahaha. Mildes Lächeln reihum. Die einzige, die sich darüber allerdings gar nicht mehr einkriegen konnte, war Caroline. Bevor sie vor lauter Lachen keine Luft mehr bekam, geleitete ich sie nach draußen, nicht ohne noch einen kurzen Blick auf den Rest der Tafel zu werfen.

Wie ich befürchtet hatte, waren es auffallend viele Amphoren, Flakons, Flaschen und Krüge, die die Szenerie dominierten. Das Speisenangebot fiel dagegen äußerst dürftig aus. Eine „Bottleparty“ zu Ehren des Doktors? Darauf war ich nun wirklich nicht vorbereitet gewesen… Die Wikinger um Ragnar Lodbrok, die ich am anderen Ende des Raumes erspähte, schienen von dieser Aussicht umso mehr angetan. Der Met schien jedenfalls ganz nach ihrem Geschmack zu sein, und sie waren in blendender Stimmung. Besser gelaunt als die silberhaarige Lady Daenaerys, die ihre drei Drachenbabys mitgebracht hatte. Eine heikle Situation, denn die geschuppten Freunde reagierten äußerst sensibel auf die Stimmungsschwankungen ihrer „Mutter“, die sich in anderen Umständen befand und deshalb den vorhandenen Getränken nicht zusprechen durfte. Vielleicht ein Grund für ihre verdrießliche Miene – und in diesem Zustand war mit den Drachen wirklich nicht gut Kirschen essen. Bevor das Weiße Picknick zu einem flammenden Inferno umzuschlagen drohte, musste umgehend ein Plan her.

Kurzerhand suchte ich mir jemanden, der sich mit den Replikatoren auf der Raumstation auskannte und ließ ihr einen klingonischen Spezialkaffee brauen, der ihr auf Eis serviert wurde. Inzwischen hatte ich Daenaerys überredet, das aufgestaute Feuer ihrer Kinder sinnvoll einzusetzen; zum Brutzeln eines im Replikator hergestellten Dönerspießes. Auf dass das Dinner ein Dinner bleiben und kein Besäufnis werden würde.

Glasspielerei

Mittendrin-Mittwoch #80 : Längengrad

 


 

Diese Woche gibt es nichts, was mich am Mittwoch reizt, allein der Mittendrin-Mittwoch von elizzy 91, die zur Zeit im Thrillerfieber ist, erscheint mir interessant, um mitzumachen, denn zur Zeit lese ich so viel wie schon lange nicht mehr. Und wie man sich denken kann, dreht sich der Mittendrin-Mittwoch ums Lesen – genauer gesagt:

 

Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese

(Zitat aus ihrem Blog)

In welchem Buch liest Du gerade?

Antwort:

Längengrad“ von Dava Sobel, 1996 im Berlin Verlag erschienen (ISBN 3-8270-0214-1)

 

Und wieder ist es ein Buch, das sich schon ein paar Jahre in meinem Besitz befindet; oft ist es die Aufmachung, die mich im Laden zu einem Buch greifen lässt, und wenn dann noch der Inhalt stimmt, kaufe ich es auch. Und so sehen nun meine nächsten Zeilen aus:

 


Harrisons Bewunderer haben oft darauf hingewiesen, daß er sich schriftlich nicht klar ausdrücken konnte. Er schrieb gewunden und umständlich. Welch brilliante Ideen sich in seinem Kopf auch entwickelt oder in seinen Uhren kristallisiert haben, sein sprachlicher Ausdruck war alles andere als glanzvoll. Sein letztes veröffentlichtes Werk, in dem er die ganze Geschichte seiner unerfreulichen Verhandlungen mit der Längenkommission darstellt, zeigt ihn auf dem Höhepunkt seiner endlosen Umständlichkeit. Der erste Satz erstreckt sich, ohne Punkt und Komma, über fündundzwanzig Seiten.“


 

Anders als der Uhrmacher William Harrison, um dessen Erfindung einer Schiffsuhr, die man kaum warten und nicht ölen muss und die dennoch exakter als alle zu diesem Zeitpunkt gebräuchlichen Chronografen geht, glänzt das spannend geschriebene Sachbuch der Wissenschaftsreporterin der New York Times durch einen präzisen Sprachstil und schafft es, das Leben auf See in längst vergangenen Zeiten anschaulich zu schildern. Viele stellen sich die Seefahrt des 16., 17. oder 18. Jahrhunderts ja unglaublich romantisch vor, aber allein der Gedanke an Krankheiten durch mangelhafte Verpflegung oder das Nichterreichen des Ziels aufgrund unzureichender Navigation hat mir jegliche Seefahrerromantik gründlich ausgetrieben.

Dafür möchte ich der Autorin dieser 229 kurzweiligen Seiten danken. Und elizzy91 für diese tolle Aktion.

Media Monday #322


 

Winter seems to be coming again! Rein zufällig habe ich festgestellt, dass RTL 2 alte Game-of-Thrones- Folgen wiederholt, woraus ich schließe, dass danach die siebte Staffel dran ist. Passenderweise bin ich nun auch endlich mit dem Stricken meiner Weste fertig geworden. Nun liegen die Teile frisch angefeuchtet und gespannt auf einer Decke zum Trocken und warten darauf, dass ich sie zusammennähe.

Und wenn wir schon mal beim Thema sind; genauso gespannt bin ich auf die sieben Lückentexte, die diesmal auf dem medienjournal-Blog zum Start in die neue Woche erscheinen. Here we go …

 

Media Monday #322

 

1. Empfehlungen der Marke „XYZ musst du unbedingt sehen/lesen“ bringen mich eher dazu, mir das Empfohlene nicht anzutun. Vor Jahren hat mir mal ein Kollege mit dem Film „Titanic“ in den Ohren gelegen, bis es mir zu bunt wurde und ich ihm sagte, dass so lange Filme nicht mein Fall sind, weil mir spätestens nach 90 Minuten der Allerwerteste weh tut. Danach war Ruhe im Karton.

2. Ausgefallene Reisen wäre ja auch etwas, worüber ich gern mal bloggen würde, wenn ich zu denen gehören würde, die auf Reisen immer online sind, und das an den exotischsten Orten der Welt.

3. Von all den anstehenden Filmstarts in den kommenden vier Monaten ist „Tulpenfieber“ der einzige, der mich brennend interessiert. Er basiert zwar nicht auf dem Sachbuch „Tulpenwahn“ von Mike Dash, sondern auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Moggach, aber schon allein die Besetzung (Christoph Waltz, Judy Dench, Alicia Vikander) hat gereicht, um mein Interesse zu wecken. Nun bin ich nur noch gespannt, ob auch der historische Hintergrund spannend genug umgesetzt wurde oder allein die Liebesgeschichte im Fokus steht.

4. Im August habe ich ja (endlich) wieder ein paar Bücher gelesen, die ich schon lange mal wieder lesen wollte. Unter anderem zählte auch „The Outsider“ von Irene Cleaton dazu, ein Roman, der nichts mit dem Film „The Outsiders“ zu tun hat, weil er im Edinburgh der 1820er Jahre spielt und in dem es u.a. um die Aufklärung eines Doppelmordes geht.

 

5. Niemand bestimmtes ist wohl eine/r meine/r liebsten (Dreh-)Buch-AutorInnen, schließlich mag ich ganz unterschiedliche Genres. Doch vor ein paar Jahren noch wäre mir als Antwort auf diese Frage „Agatha Christie“ oder „Stephen King“ eingefallen .

 

6. Die Gamescom in Köln habe ich nicht besucht und mir auch keine Berichte darüber angeschaut, weil mich das Thema nicht sonderlich interessiert.

 

7. Zuletzt habe ich mich quer durch die Wahlprogramme der Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl gelesen (oder besser gesagt: geackert!) und das war lange noch nicht alles , weil mir noch das Material von den letzten beiden Kandidaten fehlt.

12tel Blick : August 2017

 


 

Wieder ist ein Monat vorbei – Zeit für meinen zweiten Beitrag zu dem Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Das läuft schon eine Weile, und nun bin auch ich dabei – von Juli 2017 bis Juni 2018, weil ein Einstieg jederzeit möglich ist.

Mein Motiv, eine bestimmte Baumgruppe im Taunus, hat für mich eine persönliche Bedeutung. Diesmal zeigen die Blätter die charaktistische Färbung, wenn ein Gewitter bevorsteht. Und wenn es gewittert, dann aber richtig! Das letzte war vor einigen Wochen und hatte es in sich. Beinahe im Sekundentakt kamen ein oder gar zwei Blitze, gefolgt von permanentem Donnern und Hagel im Wechsel; sogar die Luft roch elektrisch. Da konnte ich mich nur noch im Bett verkriechen und dem Geprassel lauschen.

 


 

12tel Blick August 1

12tel Blick August 2


Diesmal war die Färbung der Blätter in dem fahlen Nachmittagslicht trügerisch, denn außer ein paar Regentropfen und einem vagen Donnergrollen in der Ferne tat sich nichts. Zum Glück. So wurde es dann doch noch ein friedlicher Nachmittag. Und weil ich diesen Monat dort nicht mehr hinkomme, warte ich mit der Veröffentlichung auch nicht bis zum 30. oder 31. August, sondern zeige die Bilder schon jetzt.


 

 

Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung der bis jetzt gesammelten Eindrücke:


 

Dann bis zum nächsten Mal irgendwann im September.

Es gibt so Tage…

 

 

 

an denen man die zündende Idee hat und es dann doch anders kommt als gedacht. So geschehen bei der Sommerparty unserer Firma. In Schale werfen sollten wir uns und so richtig partylike aufsylen – das beste Outfit würde einen Preis gewinnen.

Zur Party erschienen dann die meisten Gäste zu dieser Party entweder im Business-Outfit oder ganz leger in Jeans und Sweat-, Polo- oder T-Shirt. Nur einige Damen hatten sich – so wie ich in meinem gelben Kleid, das ich in meinem Beitrag zu „12 Colours of Handmade Fashion : Gelb“  schon einmal gezeigt hatte– extra aufgebrezelt.

 

04 Gelb 2

 

Am Ende hat dann ein Herr im Hawaiihemd gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.

Mittendrin-Mittwoch #79 : Lügenlandschaft

 

 

Der MeMadeMittwoch hat immer noch Sommerpause; und weil ich gerade eine neue Lektüre angefangen habe, bin ich heute mal wieder gerne zu Gast beim MittendrinMittwoch von elizzy91, die zur Zeit „Ein Kuss aus Sternenstaub“ liest. Wie man sich denken kann, dreht sich der Mittendrin-Mittwoch ums Lesen – genauer gesagt:

 

Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese“

(Zitat aus ihrem Blog)

In welchem Buch liest Du gerade?

Antwort:

Lügenlandschaft“ von Peter Watson, 2000 erschienen bei Ullstein (ISBN 3-548-25099-8)

 

Wie sehen Deine nächsten Zeilen aus?

 

Sie lehnte sich bequemer gegen das Fensterbrett.

Er las vor: ‚Jesse, Baum des (Stamm des). Die Prophezeihung Jesajas, Kapitel 11, Vers 1 bis 3, daß ein Messias aus der Familie Jesses, des Vaters von David entspringen würde, wurde im Mittelalter bildlich als Stammbaum dargestellt. Ein Baum wächst aus Jesses Lenden, auf dessen Zweigen Christi Vorfahren zu erkennen sind. Dieses Bildthema taucht auch in der Rennaisancemalerei auf, insbesondere in der Frührennaissance der Niederlande.‘ “

 

Noch ist Weihnachten weit entfernt, aber bei diesen Zeilen musste ich unwillkürlich an das beliebte Weihnachtslied „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ denken, bei dem ich mich immer gefragt habe, was die Rose in dem Text bedeutet. Irgendwann fand ich dann eine mir logische Erklärung im Gesangbuch, nach der es eigentlich „Es ist ein Reis‘ entsprungen“ heißen müsste; also Reis‘ im Sinne von Reisig bzw. Zweig und nicht im Sinne des Grundnahrungsmittels, das früher gerne bei Hochzeiten geworfen wurde. Aber keine Angst – „Lügenlandschaft“ ist kein Sachbuch, das sich theologische Abhandlungen dreht, sondern ein spannendes Detektivspiel um einen Millionenschatz:

 


Die finanziell abgebrannte Isobel Sadler steht kurz davor, ihre Farm zu verlieren, als ein Einbrecher ihr ein vemeintlich wertloses und schlecht gemaltes Gemälde stehlen will, das sich seit ewigen Zeiten im Familienbesitz befindet. Es muss schon ein tolles Bild sein, wenn man ihr diesen häßlichen Schinken für 1000 Pfund abkaufen will! Gemeinsam mit dem Londoner Galeristen Michael Whiting begibt sie sich auf eine spannende Suche nach einem Schatz aus der Zeit der Klosterauflösung durch Heinrich VIII.  – doch auf ihrer Jagd haben sie schon längst Konkurrenz durch einen skrupellosen Gegner bekommen, der vor gar nichts zurückschreckt.


Bei der Schatzsuche mitzufiebern, macht dank des Gemäldes als Ausklapptafel im Buch gleich doppelt so viel Spaß – jedenfalls macht es mir mehr Spaß als die letzte Hetzjagd namens „Acht Nacht“ von Sebastian Fitzek, die ich am Wochenende gelesen habe.

Unsortierte Gedanken : der Zufall des Tages *)

*) auch wenn der Zufall schon mehr als 24 Stunden her ist.



Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ – Dieses Büchlein von Jorge Bucay voller unschätzbar wertvoller Weisheiten hielt mich so gefangen, dass ich gestern Abend den Ausstieg verpasste und mit der S-Bahn eine Station weiter fuhr als geplant.

Dadurch musste ich auf einen späteren Bus warten und kam beim Lesen bis zu dem Kapitel „Die Katze des Ashrams“. Und als ich dann ganz zufällig aus dem Fenster sah, erblickte ich eine Plakatwerbung für Katzenfutter, mit einer wirklich hübsch gezeichneten Katze. Was für ein Zufall. Denn in der Geschichte geht es ebenfalls um eine besonders schöne Katze, die kurz vor jeder Andacht weggesperrt wird, um die Gläubigen nicht von ihrem Guru abzulenken.

Am liebsten hätte ich das Plakat fotografiert, doch leider war ich zu langsam. Und heute morgen war es bereits gegen ein anderes ausgetauscht worden. Also habe ich von dieser Momentaufnahme des Zufalls kein Foto.

Wäre ich an der richtigen Station ausgestiegen, hätte ich einen Bus früher nehmen können und wäre an der Haltestelle mit der Katzenfutterwerbung beim Lesen schon bei einem späteren Kapitel angelangt. Und vielleicht hätte ich an jener Stelle auch gar nicht aus dem Fenster gesehen, so dass mir das Plakat entgangen wäre. Ich sehe schon, hier sind gleich mehrere Faktoren zusammengekommen, die ich gerne bequemerweise unter dem Sammelbegriff „Zufall“ zusammenfasse, wenn ich mit meiner Weisheit am Ende bin.

Und dann fühle ich mich in solchen Momenten wie eine Figur aus den vielen Geschichten und Märchen in diesem Buch, das mich so gefangenhielt.

 

Media Monday #321


 

Oh what a week-end. Eigentlich wollte ich am Sonntagnachmittag zu einem Picknick in Weiß, aber nachdem ich morgens schon mit einem formidablen Muskelkater aufgewacht war, beschloss ich, einen ruhigen Tag auf der Couch einzulegen. Wovon der Muskelkater herrührt, kann ich nicht sagen – aber sollte der Upcycling-Workshop vom Samstag mit stundenlangem Sitzen an der Nähmaschine etwa schuld daran sein? Oder etwa die unbequemen Sessel im Ledermuseum, wo anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Film „Victoria“ bei freiem Eintritt gezeigt wurde? Wie auch immer – nach dem sonntäglichen Faulenzen macht das Ausfüllen des Lückentextes auf Wulfs Blog medienjournal doch gleich doppelt so viel Spaß …

 

Media Monday #321

1. Wenn schon SuperheldIn, dann doch bitteschön zur Abwechslung mal eine, die nicht unbedingt auf den ersten Blick attraktiv oder super sexy ist.

2. Crossover und Gastauftritte von Figuren aus anderen Serien/Comics etc. habe ich noch nicht oft gesehen. Die einzigen, an die ich mich erinnere, waren die Specials bei Family Guy und den Simpsons, wo sich die Familien gegenseitig besucht haben und eine Spezialausgabe bei der Südwestfunkserie „Die Fallers“, als Else Kling aus der Lindenstraße auf dem Fallerhof Urlaub gemacht hat.

3. Die letzte Folge von Desperate Housewives war ein rundherum großartiges Serien-/Staffel-Finale, denn das Drehbuch war so angelegt, dass eine Fortsetzung von vornherein ausgeschlossen war.

4. Unmöglich, aber ____ und ____ würde ich ja gerne mal zusammen in einem Film oder einer Serie sehen, schließlich ____ . → Leider fehlt mir hierzu die Phantasie.

5. Wenn es um die Klassiker der Literatur geht habe ich noch nicht sehr viele gelesen. Einige wie „Die Blechtrommel“ waren Pflichtlektüre am Gymnasium; andere wie „Die Buddenbrooks“ oder „Deutschstunde“ habe ich privat sogar mit großem Vergnügen gelesen; und bei anderen wie „Don Quijote“ bin ich gerade dabei, sie zu entdecken.

6. Spiele zu bekannten Buch- oder Film-Reihen sind mir weniger bekannt. Einzige Ausnahmen: Das Bau-Strategie-Spiel „Die Säulen der Erde“ und das Spiel „Der Herr der Ringe“, bei dem das Prinzip „alle Spieler gemeinsam gegen den bösen Sauron“ lautet. Und was mir noch dazu einfällt: Der Roman „Die Siedler von Catan“ basiert auf dem beliebten Brettspiel.

7. Zuletzt habe ich den zweiten Teil von „Die Tribute von Panem – Mockingjay“ auf DVD gesehen und das war in einer Szene eine echte Überraschung, weil darin gleich zwei Darstellerinnen aus „Game of Thrones“ auftauchten: Natalie Dormer (Margaery Baratheon) als Cressida und Gwendoline Christie (Brienne von Tarth) als Commander Lyme.

 

Upcycling am 19. August 2017 – oder: Inventur im Kleiderschrank


 

Manchmal hab‘ ich das Gefühl, dass alles raus muss. Na ja, nicht alles, aber vieles – vor allem jenes, was ich nicht mehr brauche, wie zum Beispiel Herrenkleidung, die niemand mehr trägt, weil es ihn nicht mehr gibt und weil es sonst niemanden in der Familie gibt, dem diese Hemden passen könnten – Hemden, die zum Wegwerfen oder zum Anziehen beim Malern oder Werkeln im Garten viel zu schade sind. Irgendwie wurde ich dann vor kurzem aufmerksam auf einen Upcycling-Kurs, bei dem im kleinen Kreis von maximal fünf Personen aus alten Hemden neue Kleidung entstehen sollte.

 

 

Mitgebracht hatte ich sechs alte Herrenhemden: zwei davon aus Jeansstoff, zwei karierte mit langen Ärmeln und zwei blaue Kurzarmhemden mit unterschiedlichem Muster; hinzu kam noch das übrige Material wie Nähmaschine, Schere, Garn, Maßband, etc. … und los ging’s um 10 Uhr in einem Laden in einem Bezirk unserer Stadt, in dem ich einst gewohnt habe.

Hier kann man laut Wirtschaftsinformation unserer Stadt „ausgefallene und süße Kunststücke aus Offenbacher und Frankfurter Wohnzimmerateliers in Designerfächern“, aber auch Wolle und Strickzubehör kaufen und an Workshops teilnehmen. Der Upcycling-Workshop, an dem ich teilnahm, war von 10 bis 17 Uhr dauern. Für die Möglichkeit zu einer Mahlzeit zwischendurch war auch gesorgt, denn draußen, direkt vor der Tür fand ein Sommerfest statt; und wo gefeiert wird, gibt es meistens einen Grill und einen Kühlschrank.

Nachdem ich mir überlegt hatte, mir ein Shirt zu nähen, in dessen Rückenteil ich eine Knopfleiste einbauen wollte, wurde ich von der Kursleiterin vermessen und konnte mir ein Schnittmuster auf Seidenpapier skizzieren. Oversized, mit überschnittenen Schultern und U-Boot-Ausschnitt sollte es werden – das war der grobe Plan, und am Ende mussten die beiden blauen Kurzarmhemden und das karierte Hemd, in dem die gleichen Blautöne abermals auftauchten, dran glauben. Das sah dann so aus, dass ich z.B. Krägen und Ärmel abschnitt, Knopfleisten in die Seiten verlegte oder den Saum des einen Hemdes zur Schulterpartie umfunktionierte. So hatte ich dann vor dem Zusammennähen wenigstens nicht ganz so viele Einzelteile zu versäubern.

 

Vorderteil

Rückenteil

 

Und obwohl mir sieben Stunden als unglaublich lang erschienen, habe ich es trotzdem nicht geschafft, das Shirt, das übrigens ein Minikleid wurde, bis 17 Uhr fertigzubekommen. Viel zu oft musste ich nämlich ständig neu einfädeln, weil entweder der Oberfaden gerissen oder die Spule mit dem Unterfaden leer war. Watt ein Dreck! Und so konnte ich bis kurz vor Ende des Workshops als Einziges Ergebnis zwei ungesäumte Teile vorweisen, die an den Schultern zusammengenäht waren.

 

kurz vor fünf

 

Wenigstens das! Das vorläufig fertige Teil sah da dann übrigens zwar aus wie ein überdimensionaler OP-Kittel in Patchworkoptik, aber das hinderte mich nicht daran, mich für Fotos in Positur zu stellen.

 

Upcycling Einzel 1

Upcycling Einzel 2

 

Was jetzt noch fehlt, sind sämtliche Säume und die Seitennähte; beim Halsausschnitt habe ich auf einen Beleg verzichtet, denn auf noch mehr Gefummel hatte ich keine Lust. Statt dessen habe ich die Kanten nach innen umgeschlagen und von Hand festgenäht. Die Seitennähte habe ich bewusst offen gelassen, weil ich noch nicht sicher bin, ob ich die Ärmel des karierten Hemdes als Bindebänder einbaue oder aus ihnen etwas ganz anderes mache.