AnNäherung 2017 inWürzburg

 


Bei dem zum dritten Mal stattfindenden von Alexandra organisierten Nähwochenende in Würzburg – AnNäherung Süd genannt – war ich dieses Jahr zum zweiten Mal dabei; letztes Jahr musste ich aus familiären Gründen in letzter Sekunde absagen. Da ich mich aber noch sehr gut an die rar gesäten Parkmöglichkeiten erinnern konnte, bin ich mit dem Zug angereist und konnte deshalb nur wenig Gepäck mitnehmen: Nähmaschine, Handtasche und Rollkoffer, angefüllt mit dem absoluten Minimum (zugeschnittene Teile, Kleidung für zwei Tage und Kulturbeutel) – mehr geht einfach nicht. Was aber völlig in Ordnung ist, wenn man vorhat, nur ein Teil zu nähen und zwischendurch auch noch etwas von der Stadt sehen will.



Beim letzten Mal war ich nämlich fast nur in der Jugendherberge gewesen – das wollte ich diesmal anders haben. Das Tolle an der AnNäherung ist nämlich, dass man unter all den netten Teilnehmerinnen immer Gleichgesinnte findet; in diesem Fall zum Bummeln nach dem Mittagessen am Samstag, weil das schöne Wetter zum einen zu verlockend war und weil ich zum andern unter einer kurzzeitigen Flaute litt. Stolz wie Bolle hatte ich nämlich die Seitennähte meines Kleides in einem Rutsch durchgenäht und mich gefreut, dass ich diesmal am Saum keinen Versatz hatte… um festzustellen, dass ich ja eigentlich noch Taschen einnähen wollte. Fail!

Trotzdem nähte ich erst einmal die Ärmel ein, damit ich am angezogenen Modell die Stelle, an der die Taschen sitzen sollte, besser ermitteln konnte. Wie schnell ist es mir nämlich schon z.B. bei einem Rock passiert, dass ich sie viel zu weit unten in der Seitennaht plaziert hatte. Ein Fehler kommt aber selten allein, und so war der nächste Schuldige ein falsch herum eingesetzter Taschenbeutel, bei dem die Spitze anstatt der Rundung nach unten zeigte. Ja, es stimmt schon: in solchen Momenten ist der Nahttrenner der kleine Held der Stunde. Dieser hatte dann zum dritten und letzten Mal seinen Einsatz, als ich bei den Ärmeln nicht auf die Naht der angenähten Ärmelrüsche geachtet hatte. Die soll im Idealfall auf die Seitennaht treffen; nun aber prangte sie gut sichtbar auf dem Oberarm. Dennoch war ich am Samstagabend nach dem Säumen von Hand mit meinem Kleid so früh fertig, dass ich noch einen Bindegürtel nähte.

The result is:

MMM Blau 01

Der Rest des Abends war dann nur noch zum Quatschen, Stricken und Weintrinken da, und während am Sonntagmorgen noch fleißig bis zum Mittagessen weitergenäht wurde, ließ ich mir ausgiebig Zeit und trank noch einen Kaffee mehr. Fotosession mit Frau H aus E vor der Jugendherberge inclusive. Genäht habe ich übrigens einen Mix aus zwei Kleidern der burdastyle 2/2014: Vorder- und Rückenteil von Kleid Nr. 113 (wie hier) …

02-streifenkleid-grau

… die Ärmel von Kleid Nr. 112 (klick the link) – der Gürtel ist eine Zugabe von mir und war von Burda nicht vorgesehen, frei nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“.

Passend gemacht wurde an diesem tollen Wochenende so einiges, und es entstanden viele schöne Kleidungsstücke, angefangen bei Kleidern und Röcken, über Hosen, einem Pyjama und Mänteln bis hin zu einem atemberaubend schönen Abendkleid für eine demnächst anstehende Hochzeit.

Berichte dazu findet ihr hier, bei mamamachtsachen.

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