12 Colours of handmade fashion – rosa : endlich das passende Kleid zum Schuh

112 streifen.JPG


 

Rosa ist eine Farbe, die man selten in meinem Kleiderschrank antrifft, sieht man mal von dem ab, was geschah, als mir versehentlich ein roter Waschhandschuh zwischen die 60°C-Wäsche geraten war… kaum zu glauben, dass ich als Teenager mal eine schwarz-rosa Phase hatte. Genug der Vorrede, denn genau um diese Farbe ging es bei tweedandgreet im Monat März.

 

Dank des Tauschtischs auf der AnNäherung Süd in Würzburg gelangte nicht nur ein Burda-Heft, sondern auch eine große Bahn eines bi-elastischen Jerseys in meinen Besitz, der in folgenden Farben geringelt ist: weiß, grau, schwarz, khaki oder oliv? – und rosa. In dem Heft aus dem April 2014 fand ich dannn auch das Kleid, das ich schon lange einmal nähen wollte: ein asymmetrisches Schlauchkleid mit verschieden geformten und in unterschiedlicher Höhe und Weise eingenähten Ärmeln (Modell 112), von dem ich überzeugt war, dass man das unmöglich so anziehen könne; schließlich sind Fotos für mich nicht gerade aussagekräftig, weil doch oft irgendeiner mit irgendwelchen Tricks arbeitet… In irgendeinem Blog hatte ich aber von den Erfahrungen mit diesem Modell gelesen, und diese waren dort ziemlich positiv ausgefallen. Das Kleid auf dem Foto ist aus Cloqué genäht worden, aber warum nicht mal einen anderen elastischen Stoff verwenden.

kleid 112 april 14

Um es kurz zu machen: So, wie die Ärmel in dem Oberteil sitzen, sieht es zwar sehr merkwürdig aus, aber das Kleid trägt sich überraschend gut und sieht gar nicht mal so übel aus – sogar zu meinen Schuhen, die ich meistens zu Hosen trage, passt das Kleid ganz ausgezeichnet, weil sich deren Farbe in einem Teil der Streifen wiederfindet. Nur der große Kragen, den ich nach Belieben immer wieder neu drapieren kann, ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Einzig er wird mit einer französischen Naht geschlossen, was für mich ebenfalls eine Premiere war.

112 an der Puppe

Die Asymmetirie des Kleides zeigt sich im Schnitt, der im Prinzip aus zwei Teilen besteht: ein einzelnes Teil für die Vorder- und Rückseite, das im Stoffbruch zugeschnitten wird – und ein Ärmel (der wiederum wurde von mir später nochmal „zerlegt“, indem ich die in die Schulterkugel gehörende Rundung abgeschnitten habe – denn der linke Ärmel, der ein ganzes Stück tiefer eingesetzt werden soll, ist am oberen Rand ziemlich gerade und nicht gerundet).

 

Während der rechte Ärmel wie üblich eingsetzt wird, muss man das im Stoffbruch liegende Teil im 90°-Winkel zum Fadenlauf einschneiden und den kürzeren Ärmel in dieses so entstandene Loch der kürzere Ärmel einnähen. Hinzu kommt noch eine Raffung in Hüfthöhe auf der rechten Seite – et voilà: Fertig ist das stylische Nachthemd, äh, Kleid, das ich ohne Gürtel getragen habe – im Gegensatz zu der Dame auf dem Foto.

 

 

 

 

 

 

 

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