Media Monday # 350 : (m)ein kleines Jubiläum (aber ohne Feier)

 

 

Beim aktuellen 350. Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal stellt mein Ausfüllen der sieben Lückentexte auch für mich ein kleines Jubiläum dar, denn ich bin zum sechzigsten Mal dabei. Schade nur, dass mein Urlaub nun auch schon wieder vorbei ist und nach zwei Wochen Gemütlichkeit wieder frühes Aufstehen angesagt ist. Aber es gibt auch etwas, auf das ich mich freuen kann, denn ich habe beschlossen, einen Neuanfang zu wagen, was die Gestaltung meiner Freizeit betrifft: weniger Faulenzen, mehr Bewegung.

Ein samstäglicher „English-Contra-Dance“-Workshop, zu ich eingeladen worden war, ist schuld daran, dass ich nach mehrjähriger Abstinenz wieder zum Scottish Country Dancing am Dienstagabend zurückkehren werde. Wie ich zu dieser Form des Tanzens gefunden habe, würde den Rahmen des Media Monday sprengen, und vielleicht schreibe ich einen gesonderten Beitrag dazu oder finde ein paar abschließende Worte nach den Lückentexten, die nun hier starten:

 

Media Monday # 350

 

1. Nun, da die Oscars auch wieder hinter uns liegen, brauche ich zum Glück keine Rezensionen hochgehypter und mit haufenweise Oscars überfrachteter Filme mehr zu lesen.

2. Die Leipziger Buchmesse steht ja auch schon wieder vor der Tür und ich habe keine Ahnung, welche Themen dort im Mittelpunkt stehen. Momentan habe ich eher Literatur mit Tieren im Titel auf meiner Leseliste: „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey, „Die Katze“ von Joy Fielding, „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery und „Ein Bär im Betstuhl“ von Arto Paasilinna, dessen schwarzen Humor ich entdeckt und lieben gelernt habe, als Finnland das Gastgeberland bei der Frankfurter Buchmesse war (in der Buchhandlung vorbestellt).

3. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr kalte, trockene und sonnige Wintertage gehabt, denn in der klaren, polaren Luft konnte ich endlich wieder einmal frei atmen. Das milde, feuchte Frühlingswetter dagegen verstärkt meinen Heuschnupfen leider nur.

4. Wenn alle wieder über die Vorzüge von Netflix reden, tangiert mich das kaum, schließlich reicht mir das Fernsehen und meine DVD-Sammlung in meiner ohnehin knappen Freizeit, und außerdem möchte ich nicht einfach nur konsumieren, sondern mich mehr sportlichen und geselligen Aktivitäten widmen.

5. „Walk the Line“ ist auch so ein Film zum immer wieder anschauen, denn allein schon die Musik in dieser Biografie über das Leben von Johnny Cash ist die Zeit dafür wert, auch wenn es an manchen Stellen Längen gibt. Aber wie Joaquin Phoenix Johnny Cash und Reese Witherspoon June Carter verkörpern, ist für mich einfach sehenswert. Aber vielleicht bin ich auch angesichts meiner Playlist, in der sich neuerdings viel Musik aus dem Genre „Country & Western“ befindet, voreingenommen.

Hier noch eine kurze Randnotiz zum dem Film „Walk the Line“: Als ich neulich beim Autofahren mal wieder eine Best-of-CD von Johnny Cash hörte, dachte ich, wie schön es wäre, nach langer Zeit einmal wieder die Filmbiografie über ihn zu sehen. Und kaum stöberte ich in der Stadtbücherei in den Leih-DVDs – schwupps – da hielt ich auch schon das gesuchte Werk in den Händen. Was für ein seltsamer Zufall.

6. Mich würde ja mal interessieren, wie der geniale Vorspann von „Game of Thrones“ entstanden ist. Oder andere Vorspänne zu Serien wie „The Paradise“ oder „Desperate Housewives“.

7. Zuletzt habe ich nicht nur stundenlang zusammen mit netten Menschen getanzt, sondern auch mal wieder meine Sammlung an geerbten und selbstgekauften Schallplatten aus Vinyl durchsucht, und das war ein Erlebnis der ganz besonderen Art, weil ich nicht nur das U2-Album „October“ plötzlich zweimal in den Händen hielt, sondern auch endlich eine meiner absoluten Lieblingsalben wiedergefunden habe: „KICK“ von INXS. Mein mediales Highlight der Woche.

Was habe ich die früher rauf und runter gehört, schon allein wegen der faszinierenden Stimme des Sängers, der am 22. November 1997 unter tragischen Umständen viel zu früh ums Leben gekommen ist.

Ein weiteres wiedergefundenes Schätzchen ist eine Langspielplatte von Charles Aznavour mit dem klangvollen Titel „Die goldene Serie international“, deren Veröffentlichungsdatum mir völlig unbekannt ist. Mein mediales Kuriosum.

Kurzer Nachtrag zu meinem medialen Tiefpunkt, der hier fehlt: Das Verschwinden einer Verbraucherplattform, für die ich früher viel geschrieben habe, inclusive sämtlicher Test- und Erfahrungsberichte inclusive Fotos. Von wegen „das Internet verliert nichts“… Die bittere Pille muss erst mal verdaut werden.