Die fünf Besten am Donnerstag : Meine 5 liebsten Musikalben – zu später Stunde

Top 4

 

Immer wenn ich denke, fünf Beste können mir niemals einfallen – habe ich irgendwann so viel auf einer Liste, die es mir eine Auswahl schwierig machen. Denn was Musik angeht, war ich in meiner Teenagerzeit Jäger und Sammler. In den 80er Jahren mit Musikcassetten und Schallplatten großgeworden, ging es in den 90ern mit CDs munter weiter. Wenn ich mir heute neue Musik kaufe, dann am liebsten – wenn möglich – als Ausgabe in Vinyl, denn vielen Alben liegt ein Code bei, mit dem man sich die Songs als mp3-Datei aus dem Internet herunterladen kann.

Und deshalb kann ich heute nur über den schnöseligen Verkäufer mit dem Kopf schütteln, der mir damals weismachen wollte, der CD gehöre die Zukunft, und Vinyl wäre tot. Sterben können höchstens die Menschen, deren Stimmen uns verzaubern, aber auf den uns liebsten Musikaufnahmen bleiben sie uns erhalten.

Für die 87. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog  habe ich in meiner umfangreichen Sammlung nach fünf Werken gesucht, die ich immer wieder mit Vorliebe hören, auch zum Teil noch nach über 30 oder gar 40 Jahren.

 

Mein bunt gemischtes Menü für die Ohren auf Vinyl – die neueste zuerst, die älteste zuletzt

 

Florence and the Machine – Ceremonials (2011)

Auch neue Alben gibt es als Schallplatten, die besonders schwer in der Hand liegen. Hier habe ich ein Doppelalbum von Florence & The Machine ausgewählt, das mir noch besser als „Lungs“ gefällt, weil hier einfach alles stimmt: Musik, Gesang, Tonqualität und Gestaltung. Welches Lied mir hier am besten gefällt, kann ich gar nicht sagen – aber textlich stechen für mich „Breaking down“ und „Shake it off“ hervor, weil ich mich zum Teil darin wiederfinde.

 

INXS – Kick (1987)

Die volle Dröhnung. Besser geht’s nicht. Dieses Album schlug 1987 ein wie eine Bombe. Nicht nur die Gitarren und das Schlagzeug sind eine Wucht, sondern auch die Stimme des Sängers, in die ich mich damals auf Anhieb verknallt habe… die Wirkung hält bis heute an – und bei so vielen Single-Auskopplungen, die sich auch noch in den USA allesamt in die Top 10 katalpultierten, wundert mich überhaupt nicht, dass es dafür x-fach Platin gab. Meine momentanen Ohrwürmer: „Mystify“ und „Need you tonight“. So sexy.

 

 

Siouxsie and the Banshees – Tinderbox (1986)

Dass ich über ein Jahrzehnt später für eine lange Zeit in der Gothic-Szene ankommen würde, hätte ich mir beim Kauf dieses Albums mit dem Tornado auf dem Cover auch nicht träumen lassen. So herrlich düster, dass es schon magisch ist: Der vertonte Horrorfilm und ein Klassiker für mich, auch nach 32 Jahren noch. „Cities in Dust“ und „92°“ waren meine absoluten Favoriten daraus. Endzeitstimmung in sechs Minuten:

 

Billy Joel – The Nylon Curtain (1982)

And now for something completely different. Obwohl ich schon die millionenfach verkauften Alben „Stormfront“ von 1989 und „An innocent man“ von 1983 sagenhaft gut fand, toppt dieses Werk den Rest um Längen. Ob es um den Niedergang einer Stadt (Allentown) oder den Druck, dem wir Tag für Tag ausgesetzt sind (Pressure) geht – die Krone verleihe ich dem Lied „Goodnight Saigon“, bei dem es mir jedesmal eiskalt den Rücken runterläuft. They threw an American flag in our face:

 

Mike Oldfield – The Orchestral Tubular Bells (1974)

Wer jetzt an den Exorzisten denkt, liegt nur halb richtig. Ich kenne zwar „Tubular Bells“, weil mein Mann als Fan von Mike Oldfield alles gesammelt hat, dessen er habhaft werden konnte. Mir liegt die orchestrale Fassung vom Royal Philharmonic Orchestra einfach mehr; und zumindest ist hier Mike Oldfield selbst noch mit von der Partie, nämlich an der Gitarre. Diese Platte ist vor einigen Jahren ständig abends mein Begleiter gewesen, als ich J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ gelesen habe. Da war ich nicht nur beim Lesen in Mittelerde, sondern auch gleich akustisch.

No 5

 

Das waren sie, meine fünf allerliebsten Alben, die ich aus einer größeren Anzahl liebster Alben ausgewählt habe, CDs noch gar nicht mit eingerechnet. Irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen. Und zum Schluss habe ich noch ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager – ein besonderes optisches Highlight, zum Anfassen und Bewundern von allen Seiten.

Hagalaz‘ Runedance mit „Volven“ von 2009, als Doppelalbum auf bedrucktem Vinyl. Passt gut, weil ich gerade das Ende der vierten Staffel von „Vikings“ sehe.

 

 

 

 

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5 Kommentare zu “Die fünf Besten am Donnerstag : Meine 5 liebsten Musikalben – zu später Stunde

  1. Oh – Tubular Bells -Ich war bei Tubular Bells II auf dem Konzert das hat er in den 90ern mal gegeben. Da habe ich auch Loreena McKennitt als Vorsängerin kennen und lieben gelernt. Ach und ihre CDs waren so schwer zu bekommen. Damals nur direkt aus England…ach waren das noch Zeiten vor dem Internet. 🙂

    • Ach, echt? Das muss sehr früh zu Beginn ihrer Karriere gewesen sein, was ich immer sehr spannend finde, wie sich so ein Künstler entwicketl.

      Ich hab den Tip mit Loreena McKennitts Album „The Book of Secrets“ in einer Zeitschrift gelesen, und da gab es sie schon auf CD. Also muss ich erst spät eingestiegen sein.

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